EKD News

KI-Predigten oft theologisch bedenklich – EKD


Laut Volkmann zeichnen sich KI-Predigten dadurch aus, dass sie „viele Fundstücke zum Bibeltext mehr oder weniger beliebig und ohne inneren Bezug aneinanderreihen“. Gedanken würden nicht zu Ende geführt. Zudem fänden sich zahlreiche sachliche Fehler. So habe die KI in einem Test ein zentrales Prinzip der Reformation verwechselt. Volkmann berichtet auch von theologisch bedenklichen Inhalten und sogar von Antijudaismen, die widersprüchlich neben wertschätzenden Aussagen über das Judentum standen. Dies zeige, dass die Technologie keine logischen Zusammenhänge herstellen könne.

Trotz der Risiken sieht Volkmann Anwendungsmöglichkeiten. Erfahrene Pfarrerinnen und Pfarrer könnten die KI nutzen, um aus einer fertigen Gliederung einen Text auszuformulieren oder die eigene Predigt sprachlich zu überarbeiten, damit sie besser für die Zielgruppe passt. Ihr Fazit: „Wer das Predigen beherrscht, kann KI als Hilfsmittel verwenden.“ Im Pfarramt wird die Technologie laut Volkmann bereits für andere Aufgaben eingesetzt, etwa um Gebete zu erstellen – oft mit zufriedenstellenden Ergebnissen.