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„Eskalation des Lebens und der Liebe“ – EKD


„Hilf dem geliebten ukrainischen Volk auf dem Weg zum Frieden, und ergieße dein österliches Licht über das russische Volk“, heißt es an den auferstandenen Jesus Christus gerichtet in der päpstlichen Botschaft. „Öffne die Herzen der gesamten internationalen Gemeinschaft, damit sie sich für die Beendigung dieses Krieges und aller Konflikte einsetzt, welche die Welt mit Blut beflecken“, sagte der gesundheitlich angeschlagene Papst vor Zehntausenden Menschen vor dem traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis).

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, sagte, die Auferstehung Jesu setze der Eskalation der Krisen und der Gewalt die „Eskalation des Lebens und der Liebe“ entgegen. An diesem Osterfest erblühe die Hoffnung auf Frieden und Leben wider alle Hoffnung, weil die Lebensmacht des auferstandenen Herrn den grausamen Realitäten von Kriegen und menschlichem Leid ein Schwergewicht entgegensetze, sagte er am Sonntag im Limburger Dom.

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister betonte die Verbundenheit von Christinnen und Christen in aller Welt. „Wir haben die gleiche Herkunft: Wir sind getauft im Namen Jesu Christi. Wir haben die gleiche Abstammung: Wir nennen Gott unseren Vater“, sagte Meister in seiner Festpredigt in der hannoverschen Marktkirche. Das oft gebrauchte Wort von der christlichen Geschwisterlichkeit habe für ihn durch einen Besuch im ukrainischen Odessa tiefere Bedeutung gewonnen.

Vor zwei Wochen habe er dort mit einer kleinen lutherischen Gemeinde einen Gottesdienst gefeiert, berichtete Meister, der auch Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) ist. Dabei habe er intensive Nähe zu den Menschen in der vom Krieg erschütterten Stadt gespürt.