Die Kirchengemeinde St. Peter-Ording und Tating hat ein Projekt für eine neue digitale Form des Spendens eingeführt, welches bis heute fortgeführt wird.
Die Gemeinde hat die Tradition der Heiligenbilder ins Digitale übertragen: Gegen eine Spende kann ein Heiligenbild ausgewählt und verschickt werden – nicht nur an sich selbst, sondern bewusst an jemanden, der Unterstützung, Mut oder Kraft braucht. So erhalten sowohl der Spender als auch der ausgewählte Empfänger die Grafik. Erst durch das Teilen entfaltet sich die eigentliche Idee: eine digitale Verbindung zwischen Menschen, getragen von einem selbstlosen Wunsch.
Für die Gestaltung wurden etablierte Künstler ebenso wie Nachwuchstalente gewonnen. Auf www.send-a-saint.com kann man die verschiedenen Heiligen mit ihren Stärken und Patronaten entdecken und auswählen.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Möglichkeit, die Heiligenbilder nicht nur als digitale Grafik, sondern auch als NFT zu erhalten. Diese eindeutig zuordenbaren, unveränderlichen Datensätze werden auf einer Blockchain gespeichert und sind fest mit dem jeweiligen Bild verknüpft. Wer eine Wallet besitzt kann so eine digitale, sammelbare und dauerhaft dokumentierte Version des gewählten Heiligen erwerben. NFTs sind auf Blockchains abgelegte, unveränderliche Daten, die mit einem Bild, Film oder anderen Dateien verbunden sind.
Die Abwicklung wurde bewusst unkompliziert gestaltet: Auswahl über die Website, Versand per Mail, Bezahlung zum Beispiel via PayPal. 90 Prozent der Einnahmen gingen und gehen an Projekte, die vom Kirchengemeinderat ausgewählt wurden. Unterstützt werden ausschließlich geprüfte, seriöse Organisationen, die die Mittel nachhaltig und wirksam einsetzen können.
Das Projekt wurde mit 35.000 Euro vom Digitalinnovationsfonds gefördert.