EKD News

Nicht an das Leid der Welt gewöhnen – EKD


Menschlichkeit bewahren – gerade jetzt

Wir erinnern uns an all jene, die zu uns geflohen sind, um der Gewalt zu entkommen. Wir denken an die Notleidenden und unter Druck Geratenen in unserem Land. Wir sehen jeden einzelnen Menschen, seine Bedürftigkeit, seine Würde. Selbst Mensch zu bleiben, muss uns ein dringendes Anliegen sein, gerade weil die Populisten unserer Tage sich überbieten mit ihrer Hetze und ihrem Hass. Menschlichkeit zu leben, für andere da zu sein, auch wenn man sich eher zurückziehen möchte vor lauter Furchtbarkeiten in dieser Welt.

Hoffnung im Schatten des Kreuzes

Wir stehen also unter dem Kreuz und erkennen erleichtert, dass nicht wir es sind, die da am Kreuz sterben. Was für eine unfassbare Gnade, durch Jesu Tod erlöst zu sein. Was für ein Glück, in einem Rechtsstaat zu leben, der auf einem Grundgesetz basiert, das die Würde eines jeden Menschen für unantastbar erklärt. So wird der Tod am Kreuz zum Anfang einer neuen Hoffnung. Und im zaghaft aufscheinenden Licht der Ostern wird klar: Dieser Tod darf nicht das Ende sein! Gewalt und der Schrecken dürfen nicht das letzte Wort behalten. Nie. Nirgends.