Familienorientierung ist dabei auch eine Frage der Geschlechtergerechtigkeit: Knapp vier von fünf Beschäftigten in der verfassten evangelischen Kirche und der Diakonie sind Frauen. Da Frauen weiterhin den größeren Teil unbezahlter Sorge- und Carearbeit übernehmen, sind sie von Arbeitsbedingungen, die Kinderbetreuung und Pflegeverantwortung berücksichtigen, besonders betroffen. Verlässliche Vereinbarkeit stärkt ihre beruflichen Chancen, reduziert strukturelle Benachteiligungen und trägt dazu bei, Fachkräfte zu halten.
Damit ist das Gütesiegel zugleich ein wichtiges Instrument für eine glaubwürdige evangelische Arbeitgeberkultur. Es stärkt die Bindung von Mitarbeitenden und hilft Einrichtungen, sich im Wettbewerb um Fachkräfte als verlässliche und attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Rund 65 kirchliche und diakonische Organisationen unterschiedlicher Größe tragen das Gütesiegel bereits (Stand: September 2025).
Am 5. November 2026 werden neu und erneut zertifizierte Organisationen ausgezeichnet. Im Rahmen der Verleihung wird zugleich der Übergang der Trägerschaft an die akd offiziell gewürdigt.