{"id":1018,"date":"2020-04-13T19:11:20","date_gmt":"2020-04-13T19:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/04\/13\/aita-mari-rettet-fluechtlinge-vor-malta-ekd\/"},"modified":"2020-04-13T19:11:22","modified_gmt":"2020-04-13T19:11:22","slug":"aita-mari-rettet-fluechtlinge-vor-malta-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/04\/13\/aita-mari-rettet-fluechtlinge-vor-malta-ekd\/","title":{"rendered":"&#8222;Aita Mari&#8220; rettet Fl\u00fcchtlinge vor Malta \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Rom (epd). Das spanische Rettungsschiff &#8222;Aita Mari&#8220; hat am Ostermontag 47 Fl\u00fcchtlinge aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet. Nach Angaben der Hilfsorganisation &#8222;Salvamento Maritimo Humanitario&#8220; befand sich unter den Geretteten eine Schwangere, sechs Migranten seien bewusstlos gewesen. Das Boot ist demnach eines von vier Booten, die vor mehreren Tagen Notrufe abgesetzt hatten. Die 149 Fl\u00fcchtlinge der &#8222;Alan Kurdi&#8220; mussten unterdessen am Montag auf dem deutschen Rettungsschiff ausharren, obwohl die Italien ihnen tags zuvor ein Quarant\u00e4ne-Schiff zugesagt hatte.<\/p>\n<p>Die Migranten k\u00f6nnten aufgrund der Gesundheitslage nicht in einem italienischen Hafen an Land gehen, teilte der italienische Katastrophenschutz mit. Die &#8222;Alan Kurdi&#8220; befindet sich derzeit in internationalen Gew\u00e4ssern vor der sizilianischen Stadt Palermo. Der italienische Rundfunk berichtete unter Berufung auf das r\u00f6mische Innenministerium, Deutschland sei bereit, die Migranten im Anschluss an die Quarant\u00e4ne aufzunehmen.<\/p>\n<p>Der italienische K\u00fcstenschutz widersprach unterdessen Berichten \u00fcber ein vermutetes Bootsungl\u00fcck vor der libyschen K\u00fcste. Das von einem Flugzeug der europ\u00e4ischen Grenzschutzagentur Frontex fotografierte Boot ohne Motor sei &#8222;wahrscheinlich in den vergangenen Tagen Gegenstand einer Rettungsaktion der libyschen Beh\u00f6rden&#8220; gewesen, teilte die italienische Beh\u00f6rde am Montag mit. Auf den Bildern seien weder Leichen noch auf dem Wasser schwimmende Gegenst\u00e4nde auszumachen.<\/p>\n<p>Die Berliner Hilfsorganisation Sea-Watch hatte zuvor berichtet, bei dem Boot handle es sich vermutlich um eines der vier Boote, die mit der Notruf-Initiative &#8222;Alarm Phone&#8220; Kontakt aufgenommen hatten. Das Boot mit 85 Menschen an Bord sende keine Signale mehr. &#8222;Wir m\u00fcssen annehmen, dass alle ertrunken sind, da es keine Infos \u00fcber Rettungen gibt.&#8220;<\/p>\n<p>Nachdem am Sonntag ein Boot mit 101 Fl\u00fcchtlingen die S\u00fcdk\u00fcste von Sizilien erreicht hatte, gingen am Montag weitere 77 in Portopalo im Osten der Insel an Land. Damit erreichten in den vergangenen Tagen insgesamt f\u00fcnf Fl\u00fcchtlingsboote aus eigenen Kr\u00e4ften Sizilien.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die &#8222;Alan Kurdi begr\u00fc\u00dfte &#8222;Sea-Eye&#8220;-Sprecher Gorden Isler die \u00dcbernahme der Migranten auf ein italienisches Quarant\u00e4ne-Schiff. &#8222;Eine solche L\u00f6sung w\u00e4re aus humanit\u00e4ren Gr\u00fcnden die beste L\u00f6sung&#8220;, sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Schiffe der italienischen K\u00fcstenwache seien gr\u00f6\u00dfer und besser geeignet, die Geretteten aufzunehmen. &#8222;Wir w\u00e4ren f\u00fcr eine solche L\u00f6sung sehr dankbar&#8220;, f\u00fcgte Isler hinzu.<\/p>\n<p>Unklar sei aber weiter, wo die Migranten nach den 14 Tagen Quarant\u00e4ne an Land gehen k\u00f6nnten. Die Regierung in Rom sieht Deutschland als Flaggenstaat der &#8222;Alan Kurdi&#8220; in der Pflicht. Italien und Malta hatten schon fr\u00fchzeitig gewarnt, dass ihre H\u00e4fen f\u00fcr Fl\u00fcchtlingsschiffe wegen der Corona-Krise geschlossen seien. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch erkl\u00e4rt, sie sei mit allen Beteiligten im Gespr\u00e4ch, um eine L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n<p>Laut der Bord\u00e4rztin der &#8222;Alan Kurdi&#8220; ist bisher kein Crewmitglied und auch keiner der Geretteten an Covid-19 erkrankt. Die Fl\u00fcchtlinge sind seit ihrer Rettung aus Seenot vor der libyschen K\u00fcste am Montag unter beengten Verh\u00e4ltnissen auf dem Schiff. Die 17-k\u00f6pfige Crew hatte beklagt, dass sie unter hohen psychischen Belastungen stehe und unter Schlafmangel leide. Die Crew m\u00fcsse nicht nur die Menschen versorgen, sondern auch immer wieder Konflikte schlichten.<\/p>\n<p>Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, \u00e4u\u00dferte sich angesichts der Rettungsaktion der &#8222;Aita Mari&#8220; froh und dankte den Helfern. &#8222;Gott will das Leben&#8220;, schrieb er bei Facebook: &#8222;Das ist die Botschaft des Osterfests.&#8220; Zuvor hatte er an Malta und andere EU-Staaten appelliert, die Fl\u00fcchtlinge im Mittelmeer nicht ertrinken zu lassen.<\/p>\n<p>Papst Franziskus wandte sich unterdessen in einem Schreiben an italienische Seenotretter und sagte seine Unterst\u00fctzung zu. &#8222;Danke f\u00fcr alles, was ihr tut. Ich m\u00f6chte euch sagen, dass ich immer bereit bin, euch zu helfen. Z\u00e4hlt auf mich&#8220;, erkl\u00e4rte der Papst.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n<div class=\"embed-html--disclaimer\">\n<p class=\"article--p-title primus--p-title\">Inhalt aus externer Quelle<\/p>\n<p>Ihre Cookie-Einstellungen verbieten das Laden dieses externen Inhalts, da in diesem Fall Daten an einen Server des Diensteanbieters gesandt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>    <button class=\"button small embed-html--load\">Diesen externen Inhalt trotzdem laden<\/button><br \/>\n    <button class=\"button small embed-html--options\">Cookie Einstellungen bearbeiten<\/button>\n  <\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rom (epd). Das spanische Rettungsschiff &#8222;Aita Mari&#8220; hat am Ostermontag 47 Fl\u00fcchtlinge aus einem sinkenden Schlauchboot gerettet. 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