{"id":1321,"date":"2020-05-18T11:03:11","date_gmt":"2020-05-18T11:03:11","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/05\/18\/menschen-mit-behinderungen-kehren-in-werkstaetten-zurueck-ekd\/"},"modified":"2020-05-18T11:03:14","modified_gmt":"2020-05-18T11:03:14","slug":"menschen-mit-behinderungen-kehren-in-werkstaetten-zurueck-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/05\/18\/menschen-mit-behinderungen-kehren-in-werkstaetten-zurueck-ekd\/","title":{"rendered":"Menschen mit Behinderungen kehren in Werkst\u00e4tten zur\u00fcck \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>In den Werkst\u00e4tten sind Laufwege markiert und, wo n\u00f6tig, wurden Plexiglasw\u00e4nde zwischen den Arbeitspl\u00e4tzen angebracht. Pausenzeiten habe man entzerrt, erl\u00e4utert Woyna. Masken m\u00fcssten Besch\u00e4ftigte und Betreuungspersonal nur aufsetzen, wenn zum Beispiel der Abstand von 1,5 Metern aufgrund einer Pflegesituation nicht eingehalten werden k\u00f6nne.<\/p>\n<h3>\u00d6ffnung auch eine Frage des Platzes<\/h3>\n<p>Die \u00d6ffnung der Werkst\u00e4tten erfolge \u00fcberall in kleinen Schritten, betont Petra Welzel vom Diakonischen Werk Rheinland-Westfalen-Lippe. Dem Verband geh\u00f6ren 20 Werkst\u00e4tten evangelischer Tr\u00e4ger an, in denen rund 17.000 behinderte Menschen in Besch\u00e4ftigung oder Ausbildung sind. Durchschnittlich ein Viertel der Belegschaft sei in der ersten Woche nach Aufhebung des Betretungsverbots erschienen, so die Referentin im Diakonie-Zentrum f\u00fcr Teilhabe, Inklusion und Pflege. In den kommenden Wochen wolle man die meisten Besch\u00e4ftigten zur\u00fcckholen. Das h\u00e4nge unter anderem davon ab, wie viel Raum der einzelne Betrieb habe.<\/p>\n<p>\u201eMenschen mit st\u00e4rkeren Einschr\u00e4nkungen, die die neuen Regeln nicht verstehen und das Abstandsgebot nicht einhalten k\u00f6nnen, werden in den Werkst\u00e4tten zun\u00e4chst noch nicht wieder arbeiten k\u00f6nnen\u201c, macht Welzel deutlich. F\u00fcr sie m\u00fcssten individuelle L\u00f6sungen gefunden werden, was bedeuten k\u00f6nne, dass mehr Betreuung n\u00f6tig sei.<\/p>\n<p>\u201cWir setzen bei der R\u00fcckkehr an den Arbeitsplatz auch auf Freiwilligkeit\u201c, sagt Welzel. Wer in der jetzigen Situation noch nicht wiederkommen will oder kann, bekomme dennoch sein Arbeitsentgelt, so die Referentin.<\/p>\n<p>Bei den Diakonischen Werkst\u00e4tten in Minden erschienen am vergangenen Montag 150 der 1.050 Besch\u00e4ftigten wieder zum Dienst, berichtet Gesch\u00e4ftsbereichsleiter Mark Westermann von der Diakonie Stiftung Salem. Zwei Tage sp\u00e4ter seien es etwa doppelt so viele gewesen, nachdem auch der Fahrdienst wieder h\u00e4tte starten k\u00f6nnen. 700 der Arbeitskr\u00e4fte wohnen zu Hause.<\/p>\n<h3>Arbeitsangebote mussten neu organisiert werden<\/h3>\n<p>Vor dem Neustart habe man allen Besch\u00e4ftigten ein zehnseitige Schutzkonzept in Leichter Sprache per Post zugeschickt, um sie auf die neue Situation am Arbeitsplatz vorzubereiten, erz\u00e4hlt Westermann. Davor habe ein Teil des Betreuungspersonals die Menschen zu Hause und in den Wohnheimen aufgesucht, um Arbeitsangebote neu zu organisieren. Noch sei offen, wie Personen mit erh\u00f6htem Pflege- und Betreuungsbedarf wieder integriert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>\u201eDas Mitte M\u00e4rz pl\u00f6tzlich verh\u00e4ngte Betretungsverbot f\u00fcr die Behindertenwerkst\u00e4tten war f\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte ein Drama\u201c, sagt Diakonie-Referentin Welzel. Sie halte die Ma\u00dfnahme zwar gerechtfertigt, um die Corona-Infektionskette zu unterbrechen. Doch h\u00e4tten auch Menschen mit Behinderungen ein Recht auf Teilhabe am Arbeitsleben: \u201eEs ist gut, ihnen dieses Recht jetzt wieder zu gew\u00e4hren.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align:right\">Thomas Kr\u00fcger (epd)<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Werkst\u00e4tten sind Laufwege markiert und, wo n\u00f6tig, wurden Plexiglasw\u00e4nde zwischen den Arbeitspl\u00e4tzen angebracht. 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