{"id":1509,"date":"2020-06-10T16:52:58","date_gmt":"2020-06-10T16:52:58","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/06\/10\/corona-krise-zwingt-zu-kinderarbeit-ekd\/"},"modified":"2020-06-10T16:53:00","modified_gmt":"2020-06-10T16:53:00","slug":"corona-krise-zwingt-zu-kinderarbeit-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/06\/10\/corona-krise-zwingt-zu-kinderarbeit-ekd\/","title":{"rendered":"Corona-Krise zwingt zu Kinderarbeit \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>\u201eDie Folgen sind extrem\u201c, betonte sie. \u201eDenn die Kinder werden so ihrer Zukunft beraubt. Viele von ihnen werden nicht mehr in die Schule zur\u00fcckkehren. Sie verlieren die Chance auf ein besseres Leben.\u201c F\u00fcr die Erhebung befragte World Vision Familien in sechs asiatischen L\u00e4ndern. 830 Familien, etwa acht Prozent der Befragten, gaben demnach an, dass sie durch die Corona-Ma\u00dfnahmen und damit wegfallendes Einkommen sowie steigende Ausgaben gezwungen seien, ihre Kinder arbeiten zu schicken. Weitere 415 Familien erkl\u00e4rten, dass sie ihre Kinder jetzt betteln lie\u00dfen.<\/p>\n<h3>F\u00fcllkrug-Weitzel: \u201eWir m\u00fcssen dem einen Riegel vorschieben\u201c<\/h3>\n<p>Die dramatische Verarmung aufgrund der Corona-Pandemie k\u00f6nnte Kinder massenhaft in Arbeit treiben und ihrer Bildungschancen berauben, mahnen auch \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c\u00a0und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)\u00a0anl\u00e4sslich des Welttags gegen Kinderarbeit am 12. Juni. Weltweit m\u00fcssten gesch\u00e4tzt 152 Millionen Kinder arbeiten, davon 73 Millionen in ausbeuterischen Verh\u00e4ltnissen. Im Zuge der Corona-Krise k\u00f6nnte die Zahl drastisch steigen, erkl\u00e4rten die beiden Organisationen am Mittwoch.<\/p>\n<p>\u201eCorona dr\u00e4ngt in Entwicklungsl\u00e4ndern viele Familien immer tiefer in die Armut\u201c, sagte Cornelia F\u00fcllkrug-Weitzel, Pr\u00e4sidentin von \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c. Sie m\u00fcssten \u00f6konomisch gest\u00e4rkt werden, damit die Kinder nicht aus nackter \u00dcberlebensnot in ausbeuterische Arbeit getrieben werden. \u201eF\u00fcr Unternehmen, die mithilfe dieser Billigstarbeitskr\u00e4fte im Bergbau, in Steinbr\u00fcchen, in der Landwirtschaft oder der Teppichfabrikation ihre Gewinnmargen in die H\u00f6he treiben, brechen \u201agoldene Zeiten\u2018 an, wenn viele Familien keine alternativen Einnahmequellen haben\u201c, sagte F\u00fcllkrug-Weitzel. \u201eWir m\u00fcssen dem einen Riegel vorschieben, indem wir Produkte aus Kinderarbeit \u00e4chten.\u201c<\/p>\n<h3>Ausbeuterisch und gesundheitsgef\u00e4hrdend<\/h3>\n<p>Das Hilfswerk Misereor\u00a0nimmt dabei die Wirtschaft in die Pflicht. Besonders gravierend sei die Situation etwa weiterhin im Kakaosektor, erkl\u00e4rte Thomas Antkowiak am Mittwoch in Aachen. Allein in Ghana und der Elfenbeink\u00fcste, die mehr als 60 Prozent des weltweiten Kakaos produzierten, arbeiteten laut einer Studie rund zwei Millionen Kinder auf den Feldern. Bei mehr als 85 Prozent von ihnen w\u00fcrden die T\u00e4tigkeiten als ausbeuterisch und gesundheitsgef\u00e4hrdend eingestuft.<\/p>\n<p>\u201eGerade Unternehmen m\u00fcssen verstehen, dass der Schl\u00fcssel f\u00fcr Ver\u00e4nderung in ihren Vertragsbeziehungen und Einkaufspreisen liegt\u201c, mahnte Antkowiak. In den 2015 festgelegten UN-Zielen f\u00fcr nachhaltige Entwicklung habe sich die Weltgemeinschaft darauf geeinigt, sofortige und effektive Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um moderne Sklaverei bis 2021 abzuschaffen, betonte er. Ein Jahr vor der Frist sei man von einem Erreichen des Ziels jedoch weit entfernt.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Folgen sind extrem\u201c, betonte sie. \u201eDenn die Kinder werden so ihrer Zukunft beraubt. Viele von ihnen werden nicht mehr<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1510,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1509"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1509"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1509\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1511,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1509\/revisions\/1511"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1509"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1509"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1509"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}