{"id":1806,"date":"2020-08-15T09:59:10","date_gmt":"2020-08-15T09:59:10","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/08\/15\/diakonie-katastrophenhilfe-befuerchtet-hungersnot-im-libanon-ekd\/"},"modified":"2020-08-15T09:59:11","modified_gmt":"2020-08-15T09:59:11","slug":"diakonie-katastrophenhilfe-befuerchtet-hungersnot-im-libanon-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/08\/15\/diakonie-katastrophenhilfe-befuerchtet-hungersnot-im-libanon-ekd\/","title":{"rendered":"Diakonie Katastrophenhilfe bef\u00fcrchtet Hungersnot im Libanon \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>\u201eJetzt ist es an der Zeit, uns ebenso solidarisch mit den Menschen im Libanon zu zeigen, wie sie sich in den vergangenen Jahren gegen\u00fcber syrischen Fl\u00fcchtlingen verhalten haben\u201c, sagte die Pr\u00e4sidentin der Organisation, Cornelia F\u00fcllkrug-Weitzel, bei der Vorstellung des Jahresberichts 2019. Kein anderes Land der Welt habe \u2013\u00a0gemessen an der Einwohnerzahl \u2013\u00a0so viele Fl\u00fcchtlinge aufgenommen wie der Libanon. Insgesamt leben derzeit Sch\u00e4tzungen zufolge rund sechs Millionen Menschen in dem arabischen Land.<\/p>\n<h3>Maas fordert\u00a0\u201etiefgreifende wirtschaftliche Reformen\u201c<\/h3>\n<p>Au\u00dfenminister Heiko Maas (SPD) reiste derweil zu einem Besuch nach Beirut. Deutschland habe am Wochenende \u201ein einer ersten Tranche 20 Millionen Euro zugesagt, um die schlimmste Not zu lindern\u201c, erkl\u00e4rte er vor seinem Abflug. Die Hilfe solle mit den Vereinten Nationen und \u00fcber erfahrene Hilfsorganisationen schnell nach Beirut zu den Menschen gebracht werden. Maas forderte \u201eeinen kraftvollen Aufbruch\u201c und \u201etiefgreifende wirtschaftliche Reformen\u201c. Nur so werde der Libanon seine Jugend f\u00fcr eine gute Zukunft gewinnen, nur so werde das n\u00f6tige Vertrauen aufgebaut.<\/p>\n<p>Am Dienstag vergangener Woche war es auf dem Beiruter Hafengel\u00e4nde zu einer gewaltigen Detonation gekommen, deren zerst\u00f6rerische Druckwelle \u00fcber die gesamte Stadt fegte. Laut libanesischen Medien kamen mehr als 170 Menschen ums Leben, mehr als 6.000 wurden verletzt. Auch eine Mitarbeiterin des Ausw\u00e4rtigen Amtes wurde get\u00f6tet. Den Berichten zufolge waren rund 2.700 Tonnen Ammoniumnitrat explodiert, die seit sechs Jahren ungesichert im Hafen lagerten.<\/p>\n<h3>Zahl der Hungernden weltweit verdoppelt sich<\/h3>\n<p>Wegen der Corona-Pandemie rechnet die Diakonie Katastrophenhilfe insgesamt mit deutlich mehr Hungersn\u00f6ten und schl\u00e4gt Alarm. \u201eNoch nie waren so viele Menschen weltweit auf Hilfe angewiesen\u201c, F\u00fcllkrug-Weitzel bei der Vorstellung des Jahresberichts 2019 in Berlin. Die Zahl der akut Hungernden k\u00f6nne sich nach Einsch\u00e4tzung der Vereinten Nationen bis Jahresende verdoppeln &#8211; und in den besonders gef\u00e4hrdeten L\u00e4ndern von 135 Millionen Menschen auf 265 Millionen ansteigen. Die Geber der internationalen Hilfe m\u00fcssten die sich abzeichnende Hungerkrise in weiten Teilen Afrikas, Lateinamerikas und Asiens sofort und mit aller Kraft bek\u00e4mpfen, forderte sie.<\/p>\n<p>Nach Angaben der Diakonie Katastrophenhilfe haben durch den Corona-Lockdown Millionen Menschen ihr Einkommen verloren. L\u00e4nder wie der S\u00fcdsudan, Jemen oder Venezuela, die auf Importe von Lebensmitteln angewiesen seien, k\u00f6nnten wegen Grenzschlie\u00dfungen weniger Waren einf\u00fchren. Die Preise seien zum Teil massiv gestiegen. Verteilungsk\u00e4mpfe und soziale Unruhen k\u00f6nnten die Folgen sein.<\/p>\n<h3>Hilfsprogramme an\u00a0Pandemie-Lage angepassen<\/h3>\n<p>Michael Frischmuth, Kontinentalleiter Asien, sagte, dass Hilfsprogramme an die Pandemie-Lage angepasst und zum Teil auch alte Instrumente der humanit\u00e4ren Hilfe wieder ausgepackt worden seien. Als Beispiel nannte er Suppenk\u00fcchen, mit denen zum Beispiel in Indien relativ schnell Millionen von Wanderarbeitern erreicht w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Er betonte, das evangelische Hilfswerk habe wegen der langj\u00e4hrigen Arbeit mit Partnern und Beratern in den jeweiligen L\u00e4ndern einen strategischen Vorteil gegen\u00fcber anderen Organisationen. Die Helfer seien schon vor Ort und m\u00fcssten nicht warten, bis der Lockdown aufgehoben werde.<\/p>\n<h3>Ersthelfer sind lokale Akteure<\/h3>\n<p>Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft \u00fcber ein Projekt beispielsweise Fl\u00fcchtlingen aus Venezuela in Kolumbien, indem sie in Tageszentren Kinder mit warmen Mahlzeiten versorgt. Wegen Corona seien die Zentren aber geschlossen worden. Deswegen sorgten die Partner vor Ort nun daf\u00fcr, dass das Essen den Kindern nach Hause geliefert werde. F\u00fcllkrug-Weitzel betonte, es brauche nicht deutsche Helferinnen und Helfer, \u201ewenn es irgendwo kracht\u201c. Vielmehr seien die Ersthelfer ohnehin lokale Akteure &#8211; und die m\u00fcssten ausgebildet werden.<\/p>\n<p>Wegen der Corona-Pandemie bef\u00fcrchtet das Hilfswerk, dass k\u00fcnftig \u201eneue Not gegen alte Not ausgespielt wird\u201c und langj\u00e4hrige humanit\u00e4re Krisen vergessen werden. Daher w\u00fcrden neue, zus\u00e4tzliche Gelder ben\u00f6tigt. Nach Angaben der Hilfswerks-Pr\u00e4sidentin hat die Diakonie Katastrophenhilfe bislang f\u00fcr Ma\u00dfnahmen zur Bew\u00e4ltigung der Corona-Krise zwei Millionen Euro an Spenden gesammelt. Sie hoffe, dass es noch mehr wird.<\/p>\n<p>Die Diakonie Katastrophenhilfe hatte im vergangenen Jahr 205 Projekte in 37 L\u00e4ndern. Daf\u00fcr stellte sie etwa 41 Millionen Euro bereit. Die meisten Mittel sind nach Syrien und in die Nachbarstaaten geflossen. Die Spendeneinnahmen lagen 2019 bei knapp 24 Millionen Euro und damit leicht \u00fcber denen des Vorjahres.<\/p>\n<hr\/>\n<p><strong>Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Diakonie Katastrophenhilfe<br \/>Evangelische Bank<\/strong><br \/>IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02<br \/>BIC: GENODEF1EK1<br \/>Stichwort: <strong>Nothilfe Libanon<\/strong> oder <strong>Corona-Hilfe weltweit<\/strong><\/p>\n<p>Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de\/spenden\/<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eJetzt ist es an der Zeit, uns ebenso solidarisch mit den Menschen im Libanon zu zeigen, wie sie sich in<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1807,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1806"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1806"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1806\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1808,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1806\/revisions\/1808"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1807"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1806"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1806"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1806"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}