{"id":1887,"date":"2020-08-27T17:26:24","date_gmt":"2020-08-27T17:26:24","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/08\/27\/armut-waechst-wegen-corona-pandemie-drastisch-ekd\/"},"modified":"2020-08-27T17:26:27","modified_gmt":"2020-08-27T17:26:27","slug":"armut-waechst-wegen-corona-pandemie-drastisch-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/08\/27\/armut-waechst-wegen-corona-pandemie-drastisch-ekd\/","title":{"rendered":"Armut w\u00e4chst wegen Corona-Pandemie drastisch \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Die Weltern\u00e4hrungsorganisation geht davon aus, dass durch die Corona-Pandemie mindestens 130 Millionen Menschen zus\u00e4tzlich an chronischem Hunger leiden werden. F\u00fcllkrug-Weitzel erkl\u00e4rte, das bedeute eine Verdopplung der vom Hungertod bedrohten Menschen. Eine neue Hungerkrise droht insbesondere in den ostafrikanischen L\u00e4ndern. Die rigorosen Lockdowns in vielen L\u00e4ndern des S\u00fcdens tr\u00e4fen die Menschen sehr hart, da weltweit zwei Drittel aller Berufst\u00e4tigen ohne soziale Absicherung im informellen Sektor arbeiteten, als Tagel\u00f6hnerinnen und Tagel\u00f6hner, als Hausangestellte oder Stra\u00dfenh\u00e4ndlerinnen, sagte F\u00fcllkrug-Weitzel.<\/p>\n<h3>F\u00fcllkrug-Weitzel fordert Lieferkettengesetz<\/h3>\n<p>Die Krise wirke sich auch dramatisch auf prek\u00e4r Besch\u00e4ftigte entlang der internationalen Lieferketten aus, etwa Textilarbeiter in Bangladesch. Ohne soziale Sicherung landeten sie auf der Stra\u00dfe, sagte F\u00fcllkrug-Weitzel. Sie forderte die Bundesregierung auf, endlich das Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen, um die Unternehmen in die Verantwortung zu nehmen. Eckpunkte sollten im August ins Kabinett kommen, der Termin ist verstrichen.<\/p>\n<p>\u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c hat bisher 12,7 Millionen Euro zus\u00e4tzlich f\u00fcr Corona-Hilfen bereitgestellt, wovon Partnerorganisationen beispielsweise Aufkl\u00e4rungskampagnen, Hygienekits, Beatmungsger\u00e4te oder Lebensmittelpakete finanziert haben. Die Organisation ist in acht der zehn L\u00e4nder mit den derzeit h\u00f6chsten Infektionsraten t\u00e4tig, darunter Brasilien, Indien und S\u00fcdafrika.<\/p>\n<h3>Bildungskrise und wachsende Ungleichheit<\/h3>\n<p>Das Kinderhilfswerk Unicef warnte vor einer Bildungskrise. Weltweit h\u00e4tten etwa ein Drittel der Sch\u00fcler keinen Zugang zu Lernprogrammen, wenn die Schulen geschlossen blieben. Dies treffe wiederum zum allergr\u00f6\u00dften Teil die Kinder der \u00c4rmsten, weltweit kamen 72 Prozent der betroffenen Kinder aus den \u00e4rmsten Haushalten der jeweiligen L\u00e4nder. Auf dem H\u00f6hepunkt der Lockdowns konnten Unicef zufolge weltweit 1,5 Milliarden Sch\u00fcler nicht zum Unterricht gehen.<\/p>\n<p>Die Hilfsorganisation Oxfam richtete unterdessen ihren Blick auf die in der Krise stark wachsende Ungleichheit. Sie legte Daten zu Nordafrika und dem Nahen Osten vor, wonach das Verm\u00f6gen von 21 Milliard\u00e4ren aus der Region seit M\u00e4rz um weitere zehn Milliarden US-Dollar gestiegen ist, w\u00e4hrend 45 Millionen Menschen der Abstieg in die Armut drohe.<\/p>\n<h3>Spendenbereitschaft nicht gesunken<\/h3>\n<p>Die Spendenbereitschaft ist angesichts der Krise nicht gesunken. \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c erhielt bisher mehr Spenden als im vorigen Jahr, rechnet aber insgesamt f\u00fcr 2020 mit einem R\u00fcckgang. Hauptgrund ist das teilweise oder v\u00f6llige Wegfallen der Kollekten aus den Gottesdiensten, insbesondere der Weihnachts-Kollekten, die traditionell f\u00fcr \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c und das katholische Hilfswerk Misereor bestimmt sind.<\/p>\n<p>Das Jubil\u00e4umsjahr 2019 schloss \u201eBrot f\u00fcr die Welt\u201c mit einem Spendenergebnis von rund 68 Millionen Euro und damit dem drittbesten seit der Gr\u00fcndung 1959 ab. Insgesamt standen der Organisation rund 313 Millionen Euro f\u00fcr die Entwicklungsarbeit zur Verf\u00fcgung, knapp zwei Prozent mehr als 2018. Die Verwaltungsausgaben lagen mit 5,9 Prozent im niedrigen Bereich. 91,6 Prozent der Mittel gehen direkt an die Projekte der Organisationen in aller Welt.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Weltern\u00e4hrungsorganisation geht davon aus, dass durch die Corona-Pandemie mindestens 130 Millionen Menschen zus\u00e4tzlich an chronischem Hunger leiden werden. 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