{"id":1892,"date":"2020-08-28T10:21:43","date_gmt":"2020-08-28T10:21:43","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/08\/28\/ich-kann-mir-jesus-den-friedefuersten-nicht-in-einem-panzer-vorstellen-ekd\/"},"modified":"2020-08-28T10:21:45","modified_gmt":"2020-08-28T10:21:45","slug":"ich-kann-mir-jesus-den-friedefuersten-nicht-in-einem-panzer-vorstellen-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/08\/28\/ich-kann-mir-jesus-den-friedefuersten-nicht-in-einem-panzer-vorstellen-ekd\/","title":{"rendered":"&#8222;Ich kann mir Jesus, den Friedef\u00fcrsten, nicht in einem Panzer vorstellen\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>\u201eMargot K\u00e4\u00dfmann lag mit ihrer Einsch\u00e4tzung, nichts sei gut in Afghanistan, gar nicht grunds\u00e4tzlich daneben\u201c, sagt Schneider, \u201ealso musste ich mich auch nicht von ihr distanzieren. Aber ich wollte den Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten in diesem Krisengebiet in den Blick r\u00fccken. Sie waren und sind dort keine Entwicklungshelfer. Sie treten aber auch nicht wie Rambos auf. Und den Bundeswehreinsatz am Hindukusch sahen wir in der EKD schon hart an der Grenze dessen, was das Grundgesetz erlaubt.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Schneider suchte mit Milit\u00e4rbischof Martin Dutzmann und dem EKD-Friedensbeauftragte Renke Brahms das Gespr\u00e4ch mit den Akteuren in Afghanistan. Die EKD-Besucher stie\u00dfen bei ihnen auf Verst\u00e4ndnis f\u00fcr deren Skepsis an ihrem Auftrag: \u201eIch kann mir Jesus, den Friedef\u00fcrsten, nicht in einem Panzer vorstellen\u201c. Die Soldaten sp\u00fcrten aber auch, dass die Kirchenvertreter Gewaltanwendung in Grenzsituationen nicht ausschlossen, \u201esozusagen als neues Recht schaffende Gewalt.\u201c<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Zeiten von weltweiten Wirtschafts- und Finanzcrashs<\/strong><\/p>\n<p>Schneider erinnert im R\u00fcckblick an gesellschaftspolitische Konsequenzen von Glaube und Kirche-Sein: \u201eEs waren auch die Zeiten von weltweiten Wirtschafts- und Finanzcrashs und von neuen Einsichten in einen von uns Menschen gemachten lebensfeindlichen Klimawandel. Von unseren Kirchen wurden kritische Analysen und Ermutigungen zu einem sch\u00f6pfungsfreundlichen Wirtschaften und Verhalten erwartet. Ich setzte mich deshalb f\u00fcr den Transformationskongress mit DGB und BUND ein\u201c, erkl\u00e4rt der damalige EKD-Ratsvorsitzende und erinnert auch an seine Vorlesung zur \u201eEthik des Genug\u201c an der TU \u00a0Berlin. \u201eUnsere damaligen Ideen und Forderungen blieben leider aktuell, bislang aber noch ohne die notwendige Wirkung\u201c, r\u00e4umt Schneider ein.<\/p>\n<p>Wiederholt geh\u00f6rten auch theologisch-ethische Fragen zu den Themen im Rat der EKD, etwa im Blick auf das Verst\u00e4ndnis von Ehe, Familie und Sexualit\u00e4t sowie auf ein vor Gott verantwortliches Handel am Anfang und am Ende des Lebens. Dabei zeigte sich f\u00fcr ihn das ganz grunds\u00e4tzliche theologisch-kirchliche Problem: &#8222;Gottes Wort und Wille ist f\u00fcr uns Menschen \u2013 auch f\u00fcr leitende Geistliche und den Rat der EKD \u2013 in konkreten ethischen Fragen nicht eindeutig, zeitlos und widerspruchsfrei abzuleiten. Dennoch sind unsere Kirchen und ist die EKD immer wieder neu gefordert, zu alten und neuen ethischen Fragen klar Stellung zu beziehen.&#8220;<\/p>\n<p>Auch mit der Frage der Beschneidung aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden hatte sich der Rat der EKD unter Schneiders Vorsitz zu befassen. \u201eWer in der BRD die Beschneidung untersagen will, stellt f\u00fcr J\u00fcdinnen und Juden ein unverzichtbares Zeichen f\u00fcr den Bund Gottes mit seinem erw\u00e4hlten Volk infrage undmacht damit j\u00fcdisches Leben in Deutschland unm\u00f6glich.\u201c F\u00fcr diese klare Position \u2013 und seine \u201edeutliche Absage an die Judenmission ohne Wenn und Aber\u201c \u2013 wurde der Ratsvorsitzende sp\u00e4ter mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrates der Juden in Deutschland ausgezeichnet.<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMargot K\u00e4\u00dfmann lag mit ihrer Einsch\u00e4tzung, nichts sei gut in Afghanistan, gar nicht grunds\u00e4tzlich daneben\u201c, sagt Schneider, \u201ealso musste ich<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":1893,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1892"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1892"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1892\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1894,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1892\/revisions\/1894"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1893"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1892"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1892"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1892"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}