{"id":2544,"date":"2020-11-25T20:07:23","date_gmt":"2020-11-25T20:07:23","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/11\/25\/haeusliche-gewalt-opfer-brauchen-schnelle-und-verlaessliche-hilfe-ekd\/"},"modified":"2020-11-25T20:07:25","modified_gmt":"2020-11-25T20:07:25","slug":"haeusliche-gewalt-opfer-brauchen-schnelle-und-verlaessliche-hilfe-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/11\/25\/haeusliche-gewalt-opfer-brauchen-schnelle-und-verlaessliche-hilfe-ekd\/","title":{"rendered":"H\u00e4usliche Gewalt &#8211; Opfer brauchen schnelle und verl\u00e4ssliche Hilfe \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Die Corona-Pandemie erweist sich als zus\u00e4tzlicher Stresstest f\u00fcr dieSchutzeinrichtungen. Wegen der notwendigen Hygienevorschriften und\u00a0Abstandsregeln k\u00f6nnen die Frauenh\u00e4user ein Drittel der Zimmer nicht belegen.\u00a0Dies bringt sie an ihre Belastungsgrenzen. Jeder Platz fehlt.<\/p>\n<p>Deutschland hat sich im Rahmen der Istanbul-Konvention dazu verpflichtet, Gewalt\u00a0gegen Frauen auf allen staatlichen Ebenen zu bek\u00e4mpfen, Betroffenen Schutz und\u00a0Unterst\u00fctzung zu bieten und Gewalt zu verhindern. Trotzdem fehlen bundesweit\u00a0noch immer mehr als 14.000 Frauenhauspl\u00e4tze. Diese L\u00fccke muss endlich\u00a0geschlossen werden!<\/p>\n<p>Es ist gut, dass Bundesministerin Franziska Giffey bis zum Fr\u00fchjahr Eckpunkte\u00a0f\u00fcr einen Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe vorlegen will. Dieser ist die\u00a0Voraussetzung f\u00fcr eine nachhaltige Finanzierung. Bund, L\u00e4nder und Kommunen\u00a0m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass Betroffene von Partnergewalt schnelle und nachhaltige\u00a0Hilfe erhalten &#8211; in der Stadt und auf dem Land. Das viel zu schmale Angebot der\u00a0Hilfseinrichtungen f\u00fcr gewaltbetroffene Frauen und Kinder darf auch nach der\u00a0Corona-Pandemie nicht dem zu bef\u00fcrchteten Rotstift zum Opfer fallen! Denn der\u00a0Schutz von Frauen vor h\u00e4uslicher Gewalt ist keine Privatsache, sondern eine\u00a0gesellschaftliche, rechtliche und politische Verpflichtung. Deshalb brauchen die\u00a0Einrichtungen zum Schutz vor h\u00e4uslicher Gewalt endlich eine verl\u00e4ssliche\u00a0staatliche Finanzierung und es m\u00fcssen ausreichend Pl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen!<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Mehr Infomationen zum Thema auf foldenden Seiten der Diakonie-Deutschland<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>(Diakonie Deutschland)<\/em><\/p>\n<hr\/>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Zahlreiche Aktionen zum Aktionstag sind in den evangelischen Landeskirchen geplant. So plant das Kirchliche Frauenwerk\u2026<\/p>\n<h2>Kirchliches\u00a0Frauenwerk plant Mahnwachen\u00a0gegen\u00a0Gewalt\u00a0an\u00a0Frauen<\/h2>\n<p>Hannover\/G\u00f6ttingen\/Stade (epd).\u00a0Mit mehreren Aktionen will das\u00a0Frauenwerk der hannoverschen Landeskirche auf den \u201eInternationalen Tag\u00a0gegen\u00a0Gewalt\u00a0gegen\u00a0Frauen\u201c\u00a0am 25. November aufmerksam machen. Im vergangenen Jahr seien nach Zahlen des Bundesfamilienministeriums bundesweit 141.792 Menschen Opfer von h\u00e4uslicher\u00a0Gewalt\u00a0gewesen, davon 80 Prozent\u00a0Frauen, sagte die Leiterin des evangelischen Werkes, Susanne Paul, am Mittwoch in Hannover. H\u00e4usliche Isolation in der Corona-Pandemie werde die Lage absehbar versch\u00e4rfen, das zeigten Zahlen aus China.<\/p>\n<p>\u201eErst, wenn es gelingt, die h\u00e4usliche\u00a0Gewalt\u00a0noch weiter aus dem Dunkelbereich des Privaten herauszuziehen, und\u00a0Frauen\u00a0noch mehr sp\u00fcren, dass sie nicht alleingelassen werden, entsteht die \u00d6ffentlichkeit, die hilft, h\u00e4usliche\u00a0Gewalt\u00a0zu \u00e4chten, zu ahnden und am Ende hoffentlich auch zu verhindern\u201c, betonte die Pastorin. Im &#8222;Haus Kirchlicher Dienste&#8220; in Hannover will das\u00a0Frauenwerk am 25. November 171 Kerzen in den Fenstern entz\u00fcnden. Sie sollen Paul zufolge an die 171\u00a0Frauen\u00a0erinnern, die im vergangenen Jahr in Deutschland von Partnern oder Ex-Partnern get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>In Hannover wie auch in Stade sollen zudem Fahnen der Organisation \u201eTerre des Femmes\u201c\u00a0gehisst werden. Das Hilfswerk wirbt seit 2001 j\u00e4hrlich darum, mit Fahnen und Bannern auf den Tag aufmerksam zu machen. In Stade ist vor dem Laden \u201eKapitel 17\u201c\u00a0in der Innenstadt zudem eine Mahnwache f\u00fcr drei im vergangenen Jahr in der Stadt get\u00f6tete\u00a0Frauen\u00a0geplant. In G\u00f6ttingen will sich das\u00a0Frauenwerk an der Woche \u201eNein zur\u00a0Gewalt\u00a0gegen\u00a0Frauen\u201c\u00a0beteiligen und gemeinsam mit Oberb\u00fcrgermeister Rolf-Georg K\u00f6hler (SPD) und der stellvertretenden Landr\u00e4tin Maria Gerl-Plein die Fahne von \u201eTerres des Femmes\u201c\u00a0am Rathaus hissen, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Landesfrauenpastorin Paul selbst will sich in Celle mit Mitarbeiterinnen des\u00a0Frauenhauses treffen. Dabei gehe es auch darum, wie die Kirche die Arbeit von\u00a0Frauenh\u00e4usern unterst\u00fctzen k\u00f6nne. Es gehe auch darum zu zeigen, dass h\u00e4usliche\u00a0Gewalt\u00a0nicht das pers\u00f6nliche Problem einer einzelnen Frau sei: \u201eM\u00e4nner m\u00fcssen hierbei ihre Verantwortung erkennen, und gesellschaftliche Strukturen, die dabei hinderlich sind, m\u00fcssen ver\u00e4ndert werden.\u201c<\/p>\n<p>Frauenwerk der hannoverschen Landeskirche<br \/>Zur Aktion von Terre des Femmes<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Corona-Pandemie erweist sich als zus\u00e4tzlicher Stresstest f\u00fcr dieSchutzeinrichtungen. 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