{"id":2906,"date":"2021-02-11T15:20:28","date_gmt":"2021-02-11T15:20:28","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/02\/11\/konfessionell-zweisprachig-kirchenpraesident-christian-schad-geht-in-den-ruhestand-ekd\/"},"modified":"2021-02-11T15:20:31","modified_gmt":"2021-02-11T15:20:31","slug":"konfessionell-zweisprachig-kirchenpraesident-christian-schad-geht-in-den-ruhestand-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/02\/11\/konfessionell-zweisprachig-kirchenpraesident-christian-schad-geht-in-den-ruhestand-ekd\/","title":{"rendered":"Konfessionell zweisprachig &#8211; Kirchenpr\u00e4sident Christian Schad geht in den Ruhestand \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Christian Schad wurde am 14. Februar 1958 in Ludwigshafen als \u00e4ltester Sohn in einem liberalen Elternhaus geboren. Bis auf die Gro\u00dfmutter war das famili\u00e4re Umfeld nicht besonders religi\u00f6s. Aber mit den Eltern ging er zum Kirchenchor und lernte die Kirche als Ort der Geborgenheit kennen, wie er erz\u00e4hlt. Er begeisterte sich f\u00fcr den Beruf des Pfarrers. &#8222;Mein Vater fand das gar nicht gut, erst recht nicht Theologie&#8220;, sagt Schad.<\/p>\n<p>Sein Vater wollte, dass sein \u00e4ltester Sohn das K\u00fcrschnergesch\u00e4ft \u00fcbernahm. Schlie\u00dflich war dieser auf den Namen des Urgro\u00dfvaters und Firmengr\u00fcnders Christian Schad getauft. K\u00fcrschner ist ein alter Handwerkerberuf, ein K\u00fcrschner verarbeitet Tierfelle und H\u00e4ute zu Pelzen. Der j\u00fcngere Bruder \u00fcbernahm das Gesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Er habe damals gelernt, seinen Weg eigenst\u00e4ndig zu begr\u00fcnden, dies sei &#8222;ein heilsamer Zwang zur Reflexion&#8220; gewesen, erz\u00e4hlt Schad heute. Nach dem Theologie-Studium in Bethel, T\u00fcbingen und Bonn wurde Schad 1986 im vorderpf\u00e4lzischen Weingarten als Pfarrer ordiniert, wo er gemeinsam mit seiner Frau bis 1991 Gemeindepfarrer und gleichzeitig Studierendenseelsorger in Germersheim f\u00fcr die Studierenden der Universit\u00e4t Mainz war.<\/p>\n<p>Danach wurde er Referent im Landeskirchenrat in Speyer und dort sogleich mit der Erarbeitung des neuen Evangelischen Gesangbuchs betraut. Dieses Gesangbuch gilt als sein Meisterst\u00fcck. Von 1996 bis 1998 folgten drei Jahre als Dozent am Predigerseminar in Landau. Im November 1998 wurde er im Alter von 40 Jahren zum Oberkirchenrat gew\u00e4hlt. Bei seiner Wahl zum Kirchenpr\u00e4sidenten im Jahr 2008 erhielt Schad als einziger Kandidat fast alle Stimmen der Synode. 2014 bet\u00e4tigte ihn die Landessynode im Amt.<\/p>\n<p>Seit November 2013 war er zudem Vorsitzender der Union Evangelischer Kirchen in der EKD, seit 2016 ist er evangelischer Vorsitzender des Kontaktgespr\u00e4chskreises von EKD und katholischer Deutscher Bischofskonferenz. Au\u00dferdem ist er evangelischer Vorsitzender des \u00d6kumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. Das Papier des Arbeitskreises zur wechselseitigen Teilnahme von Protestanten und Katholiken an Eucharistie und Abendmahl besch\u00e4ftigte zuletzt den Vatikan.<\/p>\n<p>Sein Engagement f\u00fcr die \u00d6kumene h\u00f6rt auch im Ruhestand nicht auf: Am ersten Tag seines Ruhestands wird er Pr\u00e4sident des Evangelischen Bundes, ein 1886 in Erfurt gegr\u00fcndetes Arbeitswerk der EKD, das sich mit Fragen der \u00d6kumene befasst. Das Werk teilte mit, dass es ihm gelungen sei, eine \u00f6kumenisch profilierte Pers\u00f6nlichkeit f\u00fcr seine Spitze zu gewinnen, die sich national und international im Dialog mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche engagiere.<\/p>\n<hr\/>\n<p><em>Die Verabschiedung von Kirchenpr\u00e4sident Christian Schad und die Einf\u00fchrung der neuen Kirchenpr\u00e4sidentin, Oberkirchenr\u00e4tin Dorothee W\u00fcst, findet am Sonntag, 14. Februar, um 14 Uhr in der Ged\u00e4chtniskirche der Protestation in Speyer statt. Der SWR \u00fcbertr\u00e4gt den Gottesdienst mit einem Livestream im Internet.<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Christian Schad wurde am 14. Februar 1958 in Ludwigshafen als \u00e4ltester Sohn in einem liberalen Elternhaus geboren. 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