{"id":3085,"date":"2021-04-15T07:57:30","date_gmt":"2021-04-15T07:57:30","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/04\/15\/breites-buendnis-fordert-sozial-und-klimavertraegliche-mobilitaetswende-ekd\/"},"modified":"2021-04-15T07:57:32","modified_gmt":"2021-04-15T07:57:32","slug":"breites-buendnis-fordert-sozial-und-klimavertraegliche-mobilitaetswende-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/04\/15\/breites-buendnis-fordert-sozial-und-klimavertraegliche-mobilitaetswende-ekd\/","title":{"rendered":"Breites B\u00fcndnis fordert sozial- und klimavertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4tswende \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Ein zivilgesellschaftliches B\u00fcndnis hat heute seine Handlungsempfehlungen f\u00fcr eine sozial gerechte und \u00f6kologische Mobilit\u00e4tswende vorgestellt.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">DGB, IG Metall, ver.di, SoVD, VdK, AWO, BUND, VCD, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und NABU vertreten zusammen viele Millionen Menschen und signalisieren damit, dass weite Teile der Bev\u00f6lkerung dringenden Handlungsbedarf im Bereich der Mobilit\u00e4tspolitik sehen. Entsprechend fordert das B\u00fcndnis Sozialvertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4tswende die Bundesregierung zu entschlossenerem Handeln auf: Es ist m\u00f6glich, gleichzeitig das Klima zu sch\u00fctzen und die Lebensqualit\u00e4t von Millionen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sp\u00fcrbar zu verbessern.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Der Beitrag des Verkehrssektors zum Klimaschutz ist l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. Gleichzeitig bietet der Umbau des Mobilit\u00e4tssystems die Chance, den unterschiedlichen Bed\u00fcrfnissen aller Menschen im Land gerecht zu werden: ob Menschen in der Stadt oder auf dem Land, Besch\u00e4ftigte mit hohem oder niedrigen Einkommensniveau, jung oder alt, gesund oder mit k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen. Au\u00dferdem geht es um die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Mobilit\u00e4tswirtschaft.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Das B\u00fcndnis Sozialvertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4tswende hat sich gegr\u00fcndet, um den gesamtgesellschaftlichen Dialog \u00fcber die Ausrichtung der Verkehrspolitik konstruktiv zu begleiten und einer weiteren Spaltung der Gesellschaft dar\u00fcber entgegenzuwirken. Durch seine Arbeit strebt das B\u00fcndnis an, die fortw\u00e4hrenden Auseinandersetzungen \u00fcber die Zukunft der Mobilit\u00e4t zu entsch\u00e4rfen. Die Vorschl\u00e4ge des B\u00fcndnisses sollen dazu dienen, eine gemeinsame Vorstellung der k\u00fcnftigen Mobilit\u00e4tswelt zu entwickeln und daraus Handlungsschritte abzuleiten. Das vorgelegte Papier erhebt keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit, sondern dient als Debattenansto\u00df. Ziel ist, die Ideen in den kommenden Monaten im \u00f6ffentlichen Austausch mit den Menschen und B\u00fcndnispartnern vor Ort weiter auszugestalten.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Die Arbeit des B\u00fcndnisses wird gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt durch die Stiftung Mercator und die European Climate Foundation.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Nachfolgend finden Sie die Zitate der beteiligten Organisationen f\u00fcr Ihre Berichterstattung:<\/strong><\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>NABU-Pr\u00e4sident J\u00f6rg-Andreas Kr\u00fcger:<\/strong> \u201eDie Mobilit\u00e4tswende hat das Zeug, als Gewinnergeschichte in die gesellschaftlichen Umbr\u00fcche des 21. Jahrhunderts einzugehen. Heute ist der Verkehrssektor ein entscheidender Treiber des Klimawandels und vieler anderer Umweltbelastungen. In den letzten 30 Jahren ist es uns nicht gelungen, die CO2-Emissionen zu reduzieren. Das liegt auch an fehlenden guten Ideen f\u00fcr eine sozial gerechte Ver\u00e4nderung im Verkehrssektor. Kommen aber alle wesentlichen Akteure an einen Tisch, zeigt sich schnell, dass die Differenzen weit geringer sind, als von vielen vermutet. K\u00fcnftig kann ein ver\u00e4ndertes Mobilit\u00e4tssystem auch zum Erreichen der Klimaziele beitragen, die Lebensqualit\u00e4t aller erh\u00f6hen, den Wohlstand sichern und gesellschaftliche Teilhabe st\u00e4rken. Der Fahrplan des B\u00fcndnisses Sozialvertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4tswende hat heute den Grundstein daf\u00fcr gelegt.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Verena Bentele, Pr\u00e4sidentin Sozialverband VdK:<\/strong> \u201eDie Verkehrswende wird unsere St\u00e4dte und D\u00f6rfer ver\u00e4ndern. Als Sozialverband VdK wollen wir diesen Wandel aktiv mitgestalten und uns f\u00fcr mehr Teilhabe und Gerechtigkeit stark machen. Barrierefreie Bahnh\u00f6fe, mehr Platz f\u00fcr Rollatoren und Kinderw\u00e4gen auf den Gehwegen oder vielf\u00e4ltige Sharing-Angebote auch auf dem Land: Eine soziale Mobilit\u00e4tswende muss gesellschaftliche Teilhabe f\u00fcr alle erm\u00f6glichen.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Dr. Ruth G\u00fctter, Evangelische Kirche in Deutschland (EKD):<\/strong> \u201eSeit vielen Jahren engagieren sich die evangelischen Landeskirchen und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) f\u00fcr Klimagerechtigkeit und nachhaltige Entwicklung. Der christliche Glaube an Gott, der nach biblischem Zeugnis alles Leben geschaffen hat, ist f\u00fcr uns als kirchlicher B\u00fcndnispartner die entscheidende Motivation, f\u00fcr die Achtung und Erhaltung der Mitsch\u00f6pfung sowie f\u00fcr die W\u00fcrde und Lebensrechte aller Menschen der gegenw\u00e4rtigen und der zuk\u00fcnftigen Generation einzutreten. Die EKD hat in vielen Synodenbeschl\u00fcssen und in Grundsatztexten die globalen Klimaziele und die Ziele f\u00fcr nachhaltige Entwicklung positiv gew\u00fcrdigt und festgehalten, dass die EKD selbst aktiv mit ihren M\u00f6glichkeiten dazu beitragen will, dass diese Ziele erreicht werden. Die Verkehrswende in Deutschland ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Umsetzung dieser Ziele.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>SoVD-Pr\u00e4sident Adolf Bauer:<\/strong> \u201eDer Schutz unserer Umwelt geht uns alle etwas an. Nur gemeinsam k\u00f6nnen wir es schaffen, den Klimawandel zu stoppen. Ein erster Schritt w\u00e4re ein klimaschonenderes Mobilit\u00e4tsverhalten. Das muss aber auch f\u00fcr Jedermann bezahlbar sein. Klimaschutz darf kein Elitenprojekt und ein umweltbewusstes Leben kein Luxus sein. Bei allen Ma\u00dfnahmen muss die St\u00e4rkung der sozialen Gerechtigkeit und v. a. eine gerechte Verteilung der Lasten sowie ein gleicher Zugang zu Mobilit\u00e4t mitgedacht werden. Nur so k\u00f6nnen wir langfristig eine Mobilit\u00e4tswende erreichen, von der am Ende alle profitieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Stefan K\u00f6rzell, DGB-Bundesvorstandsmitglied: \u201e<\/strong>Die Transformation unseres Mobilit\u00e4tssystems muss untrennbar mit sozialer Sicherheit und guter Arbeit verkn\u00fcpft werden: Mitbestimmt, tariflich bezahlt und sozial abgesichert. Die Bundesregierung muss endlich damit beginnen, den Strukturwandel in der Mobilit\u00e4tswirtschaft aktiv zu gestalten. Dazu geh\u00f6ren eine regionale Strukturpolitik, eine aktive Industriepolitik, Weiterbildungsinitiativen und eine Qualifizierungspolitik, die den Strukturwandel entschlossen gestaltet. Dort, wo Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen, muss es neue Perspektiven f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten geben: im Fahrzeugbau, bei der Bahn, im \u00d6ffentlichen Nahverkehr, in den Planungsverwaltungen oder in der Softwareentwicklung. Dabei geht es auch um gleichwertige Lebensverh\u00e4ltnisse: Viele l\u00e4ndliche R\u00e4ume sind inzwischen vom \u00f6ffentlichen Verkehr abgekoppelt. Der \u00d6PNV ist das R\u00fcckgrat einer Mobilit\u00e4tswende f\u00fcr alle.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Christine Behle, stellvertretende Vorsitzende ver.di-Vorsitzende: <\/strong>\u201eDie Mobilit\u00e4tswende geht alle an und sie kann nur gelingen, wenn die Politik handelt. Bei einem Blick in die Betriebe wird deutlich, wie gro\u00df der politische Handlungsdruck im \u00d6PNV ist. Bis 2030 werden 100.000 neue Besch\u00e4ftigte ben\u00f6tigt, zugleich schrecken die Arbeitsbedingungen viele Bewerber*innen ab. Mit dem Ausbau des \u00d6PNV und Investitionen ins Personal kann die Wende ins Rollen gebracht werden, so dass die Umwelt, die Besch\u00e4ftigten und die Nutzer*innen am Ende profitieren. Gute Arbeitsbedingungen sind daf\u00fcr eine wichtige Voraussetzung.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Dr. Lars Grotewold, Leiter Klimaschutz der Stiftung Mercator:<\/strong> \u201eMit der F\u00f6rderung des B\u00fcndnisses m\u00f6chte die Stiftung Mercator zu einem konstruktiven und l\u00f6sungsorientierten zivilgesellschaftlichen Diskurs \u00fcber die Umsetzung einer Mobilit\u00e4tswende beitragen, die signifikante Minderungen von Emissionen mit wirtschaftlicher Prosperit\u00e4t und sozialer Gerechtigkeit verbindet\u201c.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Antje von Broock, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Politik und Kommunikation des BUND:<\/strong> \u201eDas Klima zu sch\u00fctzen und den sozialen Zusammenhalt unserer Demokratie zu erhalten, sind die gro\u00dfen Aufgaben unserer Zeit. Um unsere Klimaziele zu erreichen, werden einschneidende Ver\u00e4nderungen notwendig. Sie bergen die Chance f\u00fcr einen nachhaltigen Umbau unserer Gesellschaft. Daf\u00fcr m\u00fcssen wir die Umwelt, die Verkehrsteilnehmer*innen und auch die Besch\u00e4ftigten im Mobilit\u00e4tssektor gleichzeitig im Blick behalten. Die Arbeit in diesem B\u00fcndnis hat gezeigt, dass wir diese Erkenntnis teilen und gemeinsame Ziele haben. Gemeinsam k\u00f6nnen wir die Mobilit\u00e4tswende, ein bedeutendes und zugleich herausforderndes Projekt, stemmen. Wir haben vorgelegt, die neue Bundesregierung muss ab Herbst folgen.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Kerstin Haarmann, Bundesvorsitzende des \u00f6kologischen Verkehrsclub VCD:\u00a0<\/strong>\u201eDie Verkehrswende ist seit seiner Gr\u00fcndung oberstes Ziel des VCD. Unsere Klimaziele f\u00fcr den Verkehrsbereich schaffen wir nur, wenn wir Mobilit\u00e4t \u00f6kologisch und sozial gerecht gestalten. Dieser Herausforderung stellen wir uns mit dem B\u00fcndnis Sozialvertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4tswende. Wenn Menschen aller Alters- und Einkommensgruppen besser und barrierefrei an Bahn, Bus, Fu\u00df- und Fahrradinfrastruktur angebunden sind, profitieren davon am Ende alle. Nachhaltige Mobilit\u00e4t erm\u00f6glicht gesellschaftliche Teilhabe, schont Klima und Umwelt und schafft neue, zukunftsf\u00e4hige Jobs in der Mobilit\u00e4tswirtschaft. Deshalb ist die Verkehrswende sozial.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>J\u00f6rg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall:\u00a0<\/strong>\u201eEs ist unbestritten, dass wir eine Mobilit\u00e4tswende brauchen, ihr Wie bleibt auszuhandeln. Wer die Mobilit\u00e4tswende sozial gestalten will, muss auch die Interessen vieler hunderttausend Menschen in der Automobil- und Zulieferindustrie im Wandel ber\u00fccksichtigen. Nur mit guter Vermittlung zwischen \u00f6kologischer und sozialer Perspektive auf Mobilit\u00e4t kann dieses gesellschaftliche Mega-Projekt gelingen. Daf\u00fcr hat die IG Metall gemeinsam mit vielen Partnern das \u201eB\u00fcndnis Sozialvertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4tswende\u201c ins Leben gerufen. Die IG Metall freut sich sehr, in diesem Rahmen Unterst\u00fctzung f\u00fcr ihre Forderung einer umfassenden industrie-, regional-, arbeitsmarkt- und weiterbildungspolitischen Begleitung der Transformation zu finden. Auch das gewerkschaftliche Leitbild \u201egute Arbeit\u201c f\u00fcr die gesamte Mobilit\u00e4tswirtschaft und die Anerkennung der enormen Investitionsbedarfe sind Teil dieses integrierten Blicks auf die Mobilit\u00e4tswende.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\"><strong>Brigitte D\u00f6cker, Mitglied des AWO Bundesvorstandes:\u00a0<\/strong>\u201eUnser Ziel ist eine inklusive Mobilit\u00e4t, die fl\u00e4chendeckend f\u00fcr alle zug\u00e4nglich ist und gleichzeitig Verkehr reduziert und verlangsamt &#8211; das ist die Vision, auf die die Politik konsequent hinarbeiten muss. F\u00fcr mehr Lebensqualit\u00e4t, f\u00fcr mehr Gesundheit und Gerechtigkeit gegen\u00fcber k\u00fcnftigen Generationen. Die aktuelle Verkehrspolitik in Deutschland verfehlt nicht nur Klimaziele, sondern ist auch in sozialer Hinsicht sprichw\u00f6rtlich vom Kurs abgekommen. Es mangelt ihr an einem Selbstverst\u00e4ndnis, das gesellschaftliche Teilhabe und Gemeinwohl in den Mittelpunkt und vor die Interessen Einzelner bzw. gro\u00dfer Konzerne stellt.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Die Brosch\u00fcre steht als Download unter https:\/\/www.ekd.de\/klimaschutz-und-mobilitaetswende-64191.htm zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Hannover, 15. April 2021<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Pressestelle der EKD<br \/>Annika Lukas<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein zivilgesellschaftliches B\u00fcndnis hat heute seine Handlungsempfehlungen f\u00fcr eine sozial gerechte und \u00f6kologische Mobilit\u00e4tswende vorgestellt. 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