{"id":3337,"date":"2021-06-24T15:35:40","date_gmt":"2021-06-24T15:35:40","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/06\/24\/klimakollekte-fuer-mehr-gerechtigkeit-ekd\/"},"modified":"2021-06-24T15:35:46","modified_gmt":"2021-06-24T15:35:46","slug":"klimakollekte-fuer-mehr-gerechtigkeit-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/06\/24\/klimakollekte-fuer-mehr-gerechtigkeit-ekd\/","title":{"rendered":"Klimakollekte f\u00fcr mehr Gerechtigkeit \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Die Idee, den eigenen Verbrauch von Kohlendioxid auszugleichen, sei schon \u00e4lter, erz\u00e4hlt Sina Brod. Im Kyoto-Protokoll von 1997 h\u00e4tten sich die Vertragsstaaten erstmal zu verbindlichen Zielwerten f\u00fcr den Aussto\u00df von Treibhausgasen verpflichtet. Teil des Abkommens war neben dem \u201eCap-und-Trade-Prinzip\u201c und der \u201eJoint Implementation\u201c auch der \u201eClean Development Mechanism\u201c (CDM), der den Emissionshandel auf dem so genannten \u201eVerpflichtenden Kompensationsmarkt\u201c zulasse. Durch den CDM wurden Emissionszertifikate aus CDM-zertifizierten Klimaschutzprojekten handelbar. Unternehmen, die gesetzlich zu einer Teilnahme am Emissionshandel verpflichtet sind, bekommen eine bestimmte Menge an Emissionsrechten, die durch Emissionszertifikate ausgegeben werden. Durch die Begrenzung der Emissionen sind den Unternehmen Einsparungen vorgegeben.<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, unvermeidbare Emissionen auszugleichen, gibt es auch auf dem freiwilligen Kompensationsmarkt. Wenn sich bestimmte emissionsintensive Aktivit\u00e4ten nicht vermeiden lassen, bietet die freiwillige Kompensation von Treibhausgasen die M\u00f6glichkeit, entstandene Emissionen auszugleichen.<\/p>\n<p>Die kirchliche Klima-Kollekte sei ein Angebot neben zehn bis 15 weiteren Anbietern, von denen einige wirtschaftlich orientiert seien, sagt Sina Brod. Die Klima-Kollekte mit ihren im Vergleich teureren Zertifikaten arbeite allerdings eng mit den Menschen vor Ort zusammen. Die Projekte w\u00fcrden von Partnerorganisationen vor Ort betreut und seien nach dem \u201eGold Standard\u201c zertifiziert. \u00a0\u201eDas sind Projekte, die nachweislich zur Reduktion von Treibhausgasen f\u00fchren und gleichzeitig hilfreich f\u00fcr die lokale Umwelt und die sozialen Belange der Bev\u00f6lkerung sind\u201c, so Brod weiter. \u201eWir wollen mehr Gerechtigkeit in der Welt.\u201c<\/p>\n<p>Rund zehn Tonnen Kohlendioxid verbraucht der jeder und jede Deutsche durchschnittlich im Jahr. Wenn man den \u201e\u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck\u201c ausgleichen m\u00f6chte, kann man eine Spende an die Klima-Kollekte \u00fcberweisen. \u201e25 Euro kostete der Ausgleich einer Tonne CO2 bei uns\u201c, sagt Sina Brod. Rund 1,2 Millionen Euro kamen so an Spendeneinnahmen von Privatpersonen, Unternehmen aber auch Gemeinden und kirchlichen Einrichtungen in den letzten beiden Jahren zusammen, so die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin.<\/p>\n<p>Die Lehm\u00f6fen f\u00fcr 6000 Haushalte in Ruanda seien eins der 15 derzeit gef\u00f6rderten Projekte. Gef\u00f6rdert w\u00fcrden jedoch auch kleinere Projekte wie zum Beispiel eine Biogasanlage f\u00fcr mehrere Haushalte auf Kuba. \u201eEin kleines, aber sch\u00f6nes Projekt.\u201c Die Projektentwicklung liege jeweils bei den Gesellschafterh\u00e4usern und ihrer Partnerorganisationen vor Ort der Klima-Kollekte, sagt Sina Brod. Dazu geh\u00f6ren u.a. Brot f\u00fcr die Welt, die Caritas, Misereor, aber auch die EKD.<\/p>\n<p>Daneben bietet die Klima-Kollekte auch Hilfen vor Ort in Deutschland. Dazu z\u00e4hlen Gemeindeschulungen. \u201eWir zeigen Gemeinden, welche klimafreundlichen Ma\u00dfnahmen sie ergreifen k\u00f6nnen. Zum Beispiel beim Catering. Die Klimakrise k\u00f6nnen wir nur alle zusammen bew\u00e4ltigen\u201c, so Brod.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em><span style=\"line-height:107%\">Von Sven Kriszio<\/span><\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Idee, den eigenen Verbrauch von Kohlendioxid auszugleichen, sei schon \u00e4lter, erz\u00e4hlt Sina Brod. 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