{"id":3377,"date":"2021-07-05T14:43:59","date_gmt":"2021-07-05T14:43:59","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/07\/05\/eine-orgelvideothek-fuer-die-ganze-welt-ekd\/"},"modified":"2021-07-05T14:44:02","modified_gmt":"2021-07-05T14:44:02","slug":"eine-orgelvideothek-fuer-die-ganze-welt-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/07\/05\/eine-orgelvideothek-fuer-die-ganze-welt-ekd\/","title":{"rendered":"Eine Orgelvideothek f\u00fcr die ganze Welt \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Die Orgelvideothek dient nicht allein als Notbehelf in Zeiten von Corona. Zun\u00e4chst einmal k\u00f6nnen sich K\u00fcnstler und Wissenschaftler weltweit \u00fcber verschiedene Orgeln informieren. Das ist nicht nur theoretisch wichtig, sondern vor allem, damit sich die Musiker beim Spielen auf die spezifischen Eigenschaften des jeweiligen Instruments einstellen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem, sagt Bossert, sei damit eine \u201edeutlich stringentere und individuellere\u201c Lehre m\u00f6glich. Und es w\u00fcrden \u201eneue Pr\u00fcfungsformate entwickelt\u201c.<\/p>\n<p>Bossert arbeitet seit Jahrzehnten mit Organisten auf der ganzen Welt zusammen. Kollegen werden auch Videos beisteuern. Dazu braucht jeder Film eine \u00e4hnliche Struktur. Zuerst geht es um das \u00c4u\u00dfere des Instruments, dann um die Klangfarben. Und: \u201eDanach wird es ziemlich differenziert.\u201c Das liegt nicht allein daran, dass so viele Orgeln Einzelst\u00fccke sind. Das liegt auch in der Geschichte und daran, dass Bossert die Geschichte der europ\u00e4ischen Orgelkunst teilweise neu zeigen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Es stehen sich darin n\u00e4mlich die Vertreter eines reinen, fr\u00fchbarocken Orgelklangs und die Romantiker mit ihren individuellen und gemischten Klangfarben gegen\u00fcber. Bossert sieht allerdings &#8211; \u00fcber alle Grabenk\u00e4mpfe hinweg &#8211; mehr \u00dcberg\u00e4nge zwischen Barock und Romantik, als die Puristen es wahrhaben wollen. So sei das brandneue Instrument, das den jungen Johann Sebastian Bach in Arnstadt pr\u00e4gte, durchaus zukunftsweisend gewesen. Das war 1703. Am Ende des Jahrhunderts, 1797 in Neresheim, war laut Bossert \u201edie Geburtsstunde einer europ\u00e4ischen Orgel\u201c, weil das dortige Instrument \u201ealle europ\u00e4ischen Klangstile in sich vereinte\u201c.<\/p>\n<p>Solche Themen behandeln die Videos, wenn sie die einzelnen Orgeln in Bezug auf die Kompositionen vor und nach ihrer Bauzeit untersuchen: \u201eWie weit reicht das Spektrum einer Orgel zur\u00fcck in die Vergangenheit? Inwieweit beschreibt sie den Status der Gegenwart? Wie weit reichen ihre M\u00f6glichkeiten in die Zukunft?\u201c Aber es geht auch praktischer. Die Organisten sollen in ihren Lehrfilmen demonstrieren, \u201eob der Apparat starr bleibt\u201c, erl\u00e4utert Bossert, \u201eoder ob ich mit meinem Anschlag etwas lebendig gestalten kann\u201c. Er und seine Kollegen wollen zeigen, worauf es beim Spielen des jeweiligen Instruments ankommt, \u201eund wie ich das eindrucksvoll nutzen kann\u201c.<\/p>\n<p>Bei all seiner Leidenschaft f\u00fcr historische Diskussionen m\u00f6chte Bossert auch kirchenmusikalische Laien erreichen und einige Videos drehen, die nicht nur Akademikern zug\u00e4nglich sind. Zwei bis drei Web-Filme pro Monat sollen ab August produziert werden.<\/p>\n<p class=\"md-authorline\" style=\"margin-left:0cm; margin-right:0cm; text-align:right\">Von Joachim Fildhaut (epd)<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Orgelvideothek dient nicht allein als Notbehelf in Zeiten von Corona. 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