{"id":3489,"date":"2021-08-06T10:25:43","date_gmt":"2021-08-06T10:25:43","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/08\/06\/auch-die-helfer-brauchen-hilfe-ekd\/"},"modified":"2021-08-06T10:25:45","modified_gmt":"2021-08-06T10:25:45","slug":"auch-die-helfer-brauchen-hilfe-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/08\/06\/auch-die-helfer-brauchen-hilfe-ekd\/","title":{"rendered":"Auch die Helfer brauchen Hilfe \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>\u201eAber auch die Familien professioneller Helfer machen viel durch\u201c, erkl\u00e4rt Roebke. So habe er zum Beispiel erlebt, dass Kinder von Feuerwehrm\u00e4nnern angesichts der Bilder aus den \u00dcberschwemmungsgebieten gro\u00dfe Angst um ihre V\u00e4ter haben. \u201eUnd woran bislang auch noch keiner gedacht hat, sind die vielen freiwilligen Helfer\u201c, berichtet Roebke. Hunderte Freiwillige unterst\u00fctzen zum Beispiel im Ahrtal seit Beginn der Katastrophe die Aufr\u00e4umarbeiten. Landwirte oder Bauunternehmer etwa helfen, H\u00e4user und Stra\u00dfen freizuschaufeln. Andere freiwillige Helfer werden von Shuttle-Bussen privater Initiativen oder von Wohlfahrtsverb\u00e4nden in die Katastrophenregion gebracht.<\/p>\n<p>\u201eEinen solchen Einsatz von Freiwilligen hat es in diesem Ausma\u00df bislang nicht gegeben\u201c, sagt der Koordinator f\u00fcr Notfall- Seelsorge. \u201eDie Helfer erleben aber zum Teil Situationen, auf die sie \u00fcberhaupt nicht vorbereitet sind.\u201c Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung oder die Konfrontation mit dem Schicksal von Menschen, die alles verloren haben, k\u00f6nnten Menschen extrem belasten, wei\u00df Roebke. Hinzu kommen teilweise auch erschreckende Erlebnisse. So stie\u00dfen Helfer bei Aufr\u00e4umarbeiten etwa auf abgerissene Gliedma\u00dfen. Auch einige Leichen wurden von freiwilligen Helfern entdeckt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend professionelle Einsatzkr\u00e4fte in der Regel auf die M\u00f6glichkeit der Notfallseelsorge oder psychologischen Hilfe hingewiesen w\u00fcrden, erreiche die Freiwilligen dieses Angebot wohl kaum, f\u00fcrchtet Roebke. \u201eHier w\u00e4re es wichtig, Freiwillige darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich Hilfe holen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Noch seien viele Menschen mit Aufr\u00e4umarbeiten und der Versorgungssicherung besch\u00e4ftigt, sagt Traumapsychologin Julia M\u00f6ller. Oft stellten sich Gef\u00fchle von Hilflosigkeit, Kontrollverlust und \u00dcberforderung erst mit Verz\u00f6gerung ein, wenn die Menschen wieder etwas zur Ruhe k\u00e4men.<\/p>\n<p>Dann seien Gespr\u00e4che mit Notfallseelsorgern oder Therapeuten wichtig, weil sie eine pr\u00e4ventive Wirkung h\u00e4tten, betont Roebke. Durch fr\u00fchzeitige Hilfe k\u00f6nne die Entwicklung langfristiger Traumata in den allermeisten F\u00e4llen verhindert werden. Doch M\u00f6glicherweise st\u00fcnden gar nicht gen\u00fcgend Seelsorger und Therapeuten zur Verf\u00fcgung, um die Menschen auch Wochen nach dem Ereignis mit Gespr\u00e4chsangeboten aufzufangen. \u201eHier klafft eine L\u00fccke im System,\u201c stellt Roebke fest. F\u00fcr die Zukunft schl\u00e4gt der Notfallseelsorger vor, einen Pool von ehrenamtlichen Therapeuten f\u00fcr extreme Katastrophenf\u00e4lle bereitzuhalten.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAber auch die Familien professioneller Helfer machen viel durch\u201c, erkl\u00e4rt Roebke. 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