{"id":3695,"date":"2021-09-21T10:51:38","date_gmt":"2021-09-21T10:51:38","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/09\/21\/friedensfoerdernde-und-konfliktpraeventive-kraefte-staerken-ekd\/"},"modified":"2021-09-21T10:51:40","modified_gmt":"2021-09-21T10:51:40","slug":"friedensfoerdernde-und-konfliktpraeventive-kraefte-staerken-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/09\/21\/friedensfoerdernde-und-konfliktpraeventive-kraefte-staerken-ekd\/","title":{"rendered":"Friedensf\u00f6rdernde und konfliktpr\u00e4ventive Kr\u00e4fte st\u00e4rken \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"18.09.2021 16:00\" class=\"article--time\">18.09.2021<\/time><strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">Digitales Spitzengespr\u00e4ch zwischen dem Koordinationsrat der Muslime und der EKD<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div>\n<p>Beim diesj\u00e4hrigen Treffen zwischen Repr\u00e4sentant*innen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und dem Koordinationsrat der Muslime (KRM) wurde deutlich, dass muslimische und evangelische Verantwortliche sehr \u00e4hnliche Erfahrungen beim Thema Digitalisierung und Religion machen. Bei dem digitalen Treffen am Sonnabend, 18. September, wurden Fragen wie: \u201eWie viel religi\u00f6se Praxis ist online m\u00f6glich? Wo sind die digitalen Grenzen der gemeindlichen und seelsorgerlichen Arbeit, die vom pers\u00f6nlichen Kontakt und von der physischen Pr\u00e4senz lebt? Was wird Menschen zugemutet, wenn sie bei Hochzeiten oder Trauerf\u00e4llen, bei Taufen oder Beschneidungsfeiern ohne die reale Anwesenheit von Familien und Gemeinden auskommen m\u00fcssen?\u201c miteinander diskutiert.<\/p>\n<p>\u201eDigitale Formate k\u00f6nnen die physische Begegnung nie ersetzen\u201c, sagte der Sprecher des KRM, Erol P\u00fcrl\u00fc. \u201eGleichzeitig kann man nur dankbar daf\u00fcr sein, dass wir diese Formate jetzt haben. Man muss sich nur einen Moment klarmachen, wie schlimm es gewesen w\u00e4re, wenn wir in den Lockdown-Zeiten der Pandemie nicht einmal diese Form der Begegnung gehabt h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n<p>Virtuelle Formen des Austausches und digitale Formate b\u00f6ten vielf\u00e4ltige neue M\u00f6glichkeiten, etwa bei der Erreichbarkeit von weiteren Zielgruppen oder bei der Kommunikation mit Menschen in anderen Teilen der Welt. Das gilt auch f\u00fcr den interreligi\u00f6sen Dialog, der seit Beginn der Pandemie in vielen F\u00e4llen ins Internet verlagert wurde und so bisweilen sogar eine gr\u00f6\u00dfere Verbreitung gefunden hat als in rein analogen Veranstaltungen. Einig waren sich beide Seiten auch, dass die wissenschaftliche und theologische Forschung zu den langfristigen gesellschaftlichen und religionsgemeinschaftlichen Folgen der Digitalisierung noch am Anfang stehen. \u201eDie Digitalisierung hat unsere Gesellschaft bereits jetzt stark ver\u00e4ndert und wird sie weiter ver\u00e4ndern\u201c, sagte der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. \u201eDas Internet darf weder verteufelt, noch zum Allheilmittel erkl\u00e4rt werden. Unsere Aufgabe als Religionsgemeinschaften wird sein, auch im Digitalen, den Menschen in das Zentrum zu stellen und ihn darin zu ermutigen, ethisches Handeln als Richtschnur in sozialen Medien zu beachten.\u201c<\/p>\n<p>Ihre Sorge \u00e4u\u00dferten alle Gespr\u00e4chsbeteiligten \u00fcber die digitalen M\u00f6glichkeiten einer schnellen Verbreitung von radikalen und extremistischen Gedanken, die zur realen Gefahr f\u00fcr Leib und Leben von Menschen werden. Allen Ideologien, die einer H\u00f6herwertigkeit einer bestimmten religi\u00f6sen, ethnischen oder nationalen Menschengruppe das Wort reden, m\u00fcsse energisch widersprochen werden. Der Terror vom 11. September 2001, dem rund 3000 Menschen zum Opfer fielen, wie auch die Nachbeben dieses Anschlags ersch\u00fctterten die Welt in ihren Grundfesten. Die 20 Jahre Anti-Terrorma\u00dfnahmen weltweit \u2013 bis hin zu kriegerischen Handlungen \u2013 h\u00e4tten tiefe Gr\u00e4ben aufgerissen sowie starke Vorurteile und \u00c4ngste gesch\u00fcrt. Viele bis dahin schwer errungene Gemeinsamkeiten und Kompromisse seien ausgehebelt worden. Vergeltung und Rachegel\u00fcste seien keine guten Politikberater. Umso wichtiger sei es, dass Religionsgemeinschaften und alle Menschen guten Willens die friedensf\u00f6rdernden und konfliktpr\u00e4ventiven Kr\u00e4fte in der Gesellschaft st\u00e4rken. \u00dcberall dort, wo Gewalt oder Diskriminierung existiere, sei gemeinsamer Widerstand geboten. EKD und KRM setzen zur \u00dcberwindung gesellschaftlicher Spannungen und Polarisierungen dabei auch weiterhin auf Begegnungen und die Kraft des Dialogs.\u00a0<\/p>\n<p>Im Blick auf die Bundestagswahl am 26. September \u00e4u\u00dferten die Gespr\u00e4chsbeteiligten ihre Hoffnung, dass alle wahlberechtigten Menschen in Deutschland ihr demokratisches Recht nutzen und die M\u00f6glichkeit zur Wahl wahrnehmen &#8211; gerade auch, um Extremismus zur\u00fcckzudr\u00e4ngen.\u00a0<\/p>\n<p>An dem Treffen nahmen Vertreterinnen und Vertreter der EKD sowie der sechs im KRM verbundenen muslimischen Verb\u00e4nde teil.<\/p>\n<p>Hannover, 18. September 2021<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Annika Lukas<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>18.09.2021Pressemitteilung Digitales Spitzengespr\u00e4ch zwischen dem Koordinationsrat der Muslime und der EKD Beim diesj\u00e4hrigen Treffen zwischen Repr\u00e4sentant*innen der Evangelischen Kirche in<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":569,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3695"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3695"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3695\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3696,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3695\/revisions\/3696"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3695"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3695"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3695"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}