{"id":3698,"date":"2021-09-21T16:29:56","date_gmt":"2021-09-21T16:29:56","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/09\/21\/begruessungsrede-zum-johannisempfang-2021-in-berlin-ekd\/"},"modified":"2021-09-21T16:29:58","modified_gmt":"2021-09-21T16:29:58","slug":"begruessungsrede-zum-johannisempfang-2021-in-berlin-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/09\/21\/begruessungsrede-zum-johannisempfang-2021-in-berlin-ekd\/","title":{"rendered":"Begr\u00fc\u00dfungsrede zum Johannisempfang 2021 in Berlin \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Verehrte G\u00e4ste aus Staat, Gesellschaft und Kirche,<\/p>\n<p>dies ist nun schon das zweite Mal, dass wir uns pandemiebedingt nicht wie sonst leibhaftig in der Franz\u00f6sischen Friedrichstadtkirche zu Vortrag, Musik und gemeinsamem Singen versammeln und dann auf dem Gendarmenmarkt feiern k\u00f6nnen. Anders jedoch als im letzten Jahr, als wir die Veranstaltung einfach haben ausfallen lassen, wagen wir in diesem Jahr einen digitalen Johannisempfang. Wir hatten Sehnsucht nach Ihnen. Hinzu kommt, dass einige von Ihnen zum letzten Mal dabei sind. In K\u00fcrze werden bekanntlich sowohl der Bundestag als auch der Rat der EKD neu gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Einen digitalen Johannisempfang wagen wir auch, weil wir alle in den letzten Monaten gute Erfahrungen mit digitaler Kommunikation gesammelt haben. Ja, wir haben auch Defizite empfunden, haben bei digitalen Sitzungen und Treffen den H\u00e4ndedruck, die Umarmung, die Pausengespr\u00e4che vermisst. Aber wir haben eben auch erlebt, dass digitale Gemeinschaft m\u00f6glich ist. Den J\u00fcngeren unter uns, den so genannten Digital Natives, mag das bereits vor der Pandemie vertraut gewesen sein, mir und vielen anderen \u00e4lteren Menschen war es eine neue Erfahrung.<\/p>\n<p>Zu einem digitalen Johannisempfang haben wir uns schlie\u00dflich entschlossen, weil die EKD auch inhaltlich etwas zum Thema Digitalisierung beizutragen hat. Nehmen Sie den biblischen Spruch dieses Monats aus der Apostelgeschichte des Lukas: \u201eMan muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.\u201c Der Grund daf\u00fcr ist nicht, dass Gott eifers\u00fcchtig w\u00e4re, sondern dass seine Gebote unser Leben und unsere Freiheit sch\u00fctzen. Aber was bedeutet das im Blick auf die rasant voranschreitende Digitalisierung aller Lebensbereiche? Was hei\u00dft es, Gott mehr zu gehorchen als den von Menschen ersonnenen Algorithmen? Wie sieht eine verantwortliche digitale Kommunikation aus? Zu diesen Fragen spricht heute Abend der Vorsitzende des Rates der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zu uns.<\/p>\n<p>Vor drei\u00dfig Jahren w\u00e4re ein digitaler Johannisempfang undenkbar gewesen. Allerdings wurde etwas anderes, was zuvor auch undenkbar schien, Wirklichkeit: die Einheit der Evangelischen Kirche in Deutschland. Mit Schreiben vom 24. Juni 1991, dem Johannistag, best\u00e4tigte der damalige Vorsitzende des Rates der EKD, Bischof Martin Kruse, dass das entsprechende Kirchengesetz am 27. Juni in Kraft treten k\u00f6nne. Er schloss seinen Brief an die Pr\u00e4ses der Synode des Bundes der Evangelischen Kirchen, Oberkonsistorialr\u00e4tin Rosemarie Cynkiewicz, mit den Worten: \u201eQuod deus bene vertat \u2013 Gott m\u00f6ge Gutes daraus wachsen lassen!\u201c Im R\u00fcckblick auf 30 Jahre vereinter EKD bekennen wir: Auch wenn noch manches zu tun bleibt \u2013 die zwanzig Gliedkirchen der EKD sind heute eine stabile Glaubens- und Lerngemeinschaft. Gott sei Dank!<\/p>\n<p>Auch wenn dieser Johannisempfang ein digitaler ist, soll es doch nicht an vertrauten Elementen fehlen. Wir haben hier vor der Franz\u00f6sischen Friedrichstadtkirche begonnen und geleiten Sie gleich in den gro\u00dfen Saal unseres Hauses auf der anderen Stra\u00dfenseite. Dort erwartet Sie neben dem Ratsvorsitzenden das Athesinus-Consort unter der Leitung von Klaus Martin Bresgott. Nat\u00fcrlich werden die S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger auch \u201eGeh aus mein Herz und suche Freud\u201c singen; gerne k\u00f6nnen Sie dort, wo Sie gerade sind, in das Lied einstimmen. Und wie immer wird es Gelegenheit zu Begegnung und Gespr\u00e4ch geben. Um Essen und Trinken m\u00fcssen Sie sich diesmal leider selbst k\u00fcmmern, aber wir sorgen daf\u00fcr, dass Sie neue und alte, in jedem Falle aber interessante Gespr\u00e4chspartner finden. Nach gut anderthalb Stunden verabschieden wir Sie dann mit einem Abendlied und einem Abendsegen.<\/p>\n<p>Vielen ist an dieser Stelle zu danken. Zun\u00e4chst Ihnen, die Sie sich als Zeichen der Verbundenheit auf das Experiment eines digitalen Johannisempfangs einlassen. Dann jenen, die f\u00fcr uns musizieren, den Berliner Bl\u00e4sern und dem schon genannten Athesinus-Consort. Ein gro\u00dfer Dank gilt allen, die diese besondere Veranstaltung m\u00f6glich gemacht haben, insbesondere unserem Verwaltungsleiter, Graf Brockdorff, bei dem die F\u00e4den zusammengelaufen sind, und seiner Stellvertreterin, Frauke Syamken, die uns technisch so voran gebracht hat. Ich w\u00fcnsche uns allen einen ertragreichen und vergn\u00fcglichen Abend!<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verehrte G\u00e4ste aus Staat, Gesellschaft und Kirche, dies ist nun schon das zweite Mal, dass wir uns pandemiebedingt nicht wie<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3699,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3698"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3698"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3698\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3700,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3698\/revisions\/3700"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3699"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3698"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3698"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3698"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}