{"id":4012,"date":"2021-12-21T13:42:43","date_gmt":"2021-12-21T13:42:43","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/12\/21\/wo-die-menschenwuerde-mit-fuessen-getreten-wird-duerfen-wir-nicht-gleichgueltig-und-leise-werden-ekd\/"},"modified":"2021-12-21T13:42:45","modified_gmt":"2021-12-21T13:42:45","slug":"wo-die-menschenwuerde-mit-fuessen-getreten-wird-duerfen-wir-nicht-gleichgueltig-und-leise-werden-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2021\/12\/21\/wo-die-menschenwuerde-mit-fuessen-getreten-wird-duerfen-wir-nicht-gleichgueltig-und-leise-werden-ekd\/","title":{"rendered":"Wo die Menschenw\u00fcrde mit F\u00fc\u00dfen getreten wird, d\u00fcrfen wir nicht gleichg\u00fcltig und leise werden \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"21.12.2021 12:00\" class=\"article--time\">21.12.2021<\/time><strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">EKD-Spitzenvertreterinnen schicken zu Weihnachten Briefe an politische Gefangene in Belarus<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p>Die drei Spitzenvertreterinnen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) \u2013 die Ratsvorsitzende, Pr\u00e4ses Annette Kurschus, die Pr\u00e4ses der Synode Anna-Nicole Heinrich und die stellvertretende Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs schreiben Briefe an politische Gefangene in Belarus. \u201eDas Schicksal der vielen politischen Gefangenen in Belarus geht uns nah. 927 Inhaftierte sind es aktuell, fast t\u00e4glich werden es mehr\u201c, sagt die Ratsvorsitzende Kurschus. Diese Menschen w\u00fcrden zu jahrelangen Haftstrafen verurteilt und d\u00fcrften nicht in Vergessenheit geraten. \u201eMit unseren Briefen jetzt zu Weihnachten schicken wir ihnen Liebe und Hoffnung in die Einsamkeit der Haft \u2013 und hoffen, dass viele Menschen sich uns anschlie\u00dfen und ebenfalls Briefe nach Belarus schicken\u201c, so Kurschus. Jedes Zeichen der Solidarit\u00e4t f\u00fcr Belarus sei wichtig: \u201eWo die W\u00fcrde des Menschen, die Menschen selbst, so brutal mit F\u00fc\u00dfen getreten werden, d\u00fcrfen wir nicht gleichg\u00fcltig und leise werden.\u201c<\/p>\n<p>In den vergangenen Wochen und Monaten sind zahlreiche Personen in politisch motivierten Strafprozessen zu langj\u00e4hrigen Haftstrafen verurteilt worden. So wurde beispielsweise der belarussische Blogger und Oppositionelle Sergej Tichanowski am 14. Dezember 2021 zu 18 Jahren Haft verurteilt. Hunderte weitere Menschen, die in Untersuchungshaft sitzen und gegen die ein Prozess l\u00e4uft, erwarten \u00e4hnliche Urteile.<\/p>\n<p>Die Ratsvorsitzende Kurschus schrieb in ihrem Brief an Vol\u2019ha Zalatar: \u201eIch m\u00f6chte, dass Sie gerade jetzt zu Weihnachten wissen, dass Sie nicht vergessen sind! Viele Menschen in unserer Kirche denken an Sie. Wir sind bewegt von Ihrem Mut und Ihrem Gottvertrauen und hoffen und beten alle, dass Sie bald freigelassen werden \u2013 und auch die vielen anderen Inhaftierten.\u201c Die Sozialwissenschaftlerin und mehrfache Mutter Vol\u2019ha Zalatar (geboren 1983) hatte seit dem Sp\u00e4tsommer 2020 kleine Nachbarschaftsfeste organisiert. Zehn bis 20 Bewohner des Viertels kamen zusammen, sprachen beim Picknick \u00fcber ihren Alltag und die bewegte politische Lage nach der gef\u00e4lschten Wahl. Zalatar wurde verhaftet, im Gef\u00e4ngnis schwer misshandelt und wegen \u201eBildung einer extremistischen Gruppierung\u201c und der \u201eOrganisation von Veranstaltungen zur St\u00f6rung der \u00f6ffentlichen Ordnung\u201c zu vier Jahren Strafkolonie verurteilt.<\/p>\n<p>Pr\u00e4ses Anna-Nicole Heinrich schrieb an die Studentin und Aktivistin Alana Hebremaryjam: \u201eDu hast in den Verh\u00f6ren nicht gelogen, weil Du f\u00fcr Wahrhaftigkeit k\u00e4mpfst und keine Heuchlerin vor Dir selbst und Deinen Freunden sein wolltest. Du bist Du geblieben. Das finde ich enorm beeindruckend! Ich hoffe sehr, dass mein Brief bei Dir ankommt \u2013 und damit meine W\u00fcnsche und meine gro\u00dfe Hoffnung, dass Du Deine Kraft und Deinen Mut nicht verlierst!\u201c Hebremaryjam (geboren 1997) setzt sich seit Jahren f\u00fcr Demokratie, Jugendbeteiligung und Hochschulpolitik ein. Sie ist die erste schwarze Frau in Belarus, die bei einer Parlamentswahl kandidierte. Wegen Landfriedensbruch wurde sie im Juli 2021 zu zweieinhalb Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt.<\/p>\n<p>Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs schickte ihren Brief an den B\u00fcrgerrechtler Ales Bjaljazki: \u201eIhre Familie, Ihr Land und wir alle brauchen Menschen wie Sie, die f\u00fcr die Freiheit und die Menschenrechte einstehen. Nun schreibe ich Ihnen ins Gef\u00e4ngnis, der nichts weiter getan hat, als \u2013 ausgerechnet! \u2013 f\u00fcr unschuldig Inhaftierte die Stimme zu erheben, ihre Namen zu sagen und an das Recht zu erinnern. Ich schreibe Ihnen heute, was Sie \u00fcber die Jahre so vielen Gefangenen immer wieder gesagt haben: Ich m\u00f6chte, dass Sie wissen, dass Sie nicht vergessen sind!<\/p>\n<p>Geben Sie nicht auf \u2013 hier drau\u00dfen sind Menschen, die an Sie denken und auf Sie warten. Ich hoffe sehr, dass meine Zeilen Sie erreichen \u2013 und damit meine W\u00fcnsche und meine gro\u00dfe Hoffnung, dass Sie Ihre Kraft und Ihren Mut nicht verlieren!\u201c<\/p>\n<p>Bjaljazki (geboren 1962) ist Gr\u00fcnder des belarussischen Menschenrechtszentrums Vjasna (\u201eFr\u00fchling\u201c), einer EKD-Partnerorganisation. Er wurde f\u00fcr seine Arbeit unter anderem mit dem alternativen Nobelpreis und dem Sacharow-Preis des Europaparlaments ausgezeichnet. Vjasna ist seit Juli 2020 als extremistische Organisation eingestuft und offiziell verboten, Bjaljazki droht eine lange Haft.<\/p>\n<p>Die Website www.100xSolidarit\u00e4t.de dokumentiert die Schicksale aller Inhaftierten und bietet die M\u00f6glichkeit, unkompliziert eine Briefvorlage zu erstellen und abzuschicken.<\/p>\n<p>Den Wortlaut der Briefe finden Sie unter www.ekd.de\/menschenrechte-belarus.<\/p>\n<p>Hannover, 21. Dezember 2021<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--downloads download\">\n<figure class=\"image image__float\" style=\"z-index: 4; position: relative;\"><picture><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20210908_logo-100xsolidaritaet-red-print-400_rdax_263x131_60.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20210908_logo-100xsolidaritaet-red-print-400_rdax_60.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20210908_logo-100xsolidaritaet-red-print-400_rdax_60.jpg 3x\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_789_x\/20210908_logo-100xsolidaritaet-red-print-400_rdax_263x131_60.jpg\" alt=\"Logo100 x Solidarit\u00e4t\" title=\"Logo100 x Solidarit\u00e4t\"\/><\/source><\/picture>\n<\/figure>\n<p><h3 class=\"primus--sub-headline\">100 x Solidarit\u00e4t<\/h3>\n<\/p>\n<p><strong>Gemeinsam f\u00fcr die Freiheit<br \/>Solidarit\u00e4t mit den politischen Gefangenen in Belarus<\/strong><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>21.12.2021Pressemitteilung EKD-Spitzenvertreterinnen schicken zu Weihnachten Briefe an politische Gefangene in Belarus Die drei Spitzenvertreterinnen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4013,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4012"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4012"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4014,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4012\/revisions\/4014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4013"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}