{"id":4320,"date":"2022-03-17T13:26:33","date_gmt":"2022-03-17T13:26:33","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/03\/17\/evangelische-journalistenschule-in-berlin-schliesst-ekd\/"},"modified":"2022-03-17T13:26:41","modified_gmt":"2022-03-17T13:26:41","slug":"evangelische-journalistenschule-in-berlin-schliesst-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/03\/17\/evangelische-journalistenschule-in-berlin-schliesst-ekd\/","title":{"rendered":"Evangelische Journalistenschule in Berlin schlie\u00dft \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Allerdings werde sich das GEP weiterhin in der journalistischen Aus- und Fortbildung engagieren. F\u00fcr bis zu f\u00fcnf junge Menschen werde ab 2023 ein 24-monatiges Volontariat in Frankfurt am Main angeboten. Die Ausbildung werde geleitet von Ursula Ott, der Chefredakteurin von \u201echrismon\u201c, und erstrecke sich \u00fcber alle Medien und Dienstleistungen im GEP. \u201eUm bislang wenig reflektierte Themen von Lebensformen und Lebensbedingungen in Deutschland wie in anderen L\u00e4ndern in den Blick zu nehmen, werden Interessierte mit Migrationsgeschichte zu einer Bewerbung ausdr\u00fccklich ermutigt\u201c, hie\u00df es.<\/p>\n<p>Der Schulbetrieb an der EJS war bereits seit Ende 2020 ausgesetzt, die Fortf\u00fchrung der Ausbildungseinrichtung seitdem offen. Das GEP ist die zentrale Medieneinrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Landeskirchen und Werke sowie der evangelischen Freikirchen. Zu ihr geh\u00f6ren unter anderem die Zentralredaktion des Evangelischen Pressedienstes (epd), das evangelische Monatsmagazin \u201echrismon\u201c, digitale Marken wie \u201eevangelisch.de\u201c und das Netzwerk \u201eyeet\u201c sowie die evangelische Rundfunkarbeit.<\/p>\n<p>Der GEP-Aufsichtsrat wies nach seiner Sitzung am Mittwoch darauf hin, dass mit dem Sparkurs infolge sinkender Kirchenmitgliedszahlen und Steuereinnahmen alle Bereiche des Unternehmens belastet w\u00fcrden. Ziel sei es, den Kostenabbau ohne betriebsbedingte K\u00fcndigungen umzusetzen. Das wolle der Aufsichtsrat nicht gef\u00e4hrden, so bedauerlich eine Einstellung der EJS auch sei.<\/p>\n<p>Das EJS-Teilprojekt \u201eAmal\u201c werde \u201emithilfe von Sponsoren und unterst\u00fctzenden Organisationen\u201c fortgesetzt, hie\u00df es. \u201eAmal, Berlin!\u201c und \u201eAmal, Hamburg!\u201c sind Internetplattformen mit Nachrichten aus Berlin und Hamburg auf Arabisch, Farsi\/Dari und Deutsch. Im GEP angestellte Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, Afghanistan, \u00c4gypten und dem Iran berichten dort f\u00fcr Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland und Landsleute in ihrer Heimat.<\/p>\n<p>Die EJS war 1995 gegr\u00fcndet worden, der 13. Ausbildungsjahrgang war der letzte an der Schule. Nach Bekanntwerden der Schlie\u00dfungspl\u00e4ne im Februar 2020 hatten Absolventen und prominente Unterst\u00fctzer der EJS eine Kampagne zum Erhalt der Schule gestartet und das Gespr\u00e4ch mit dem GEP und der EKD \u00fcber alternative Ausbildungskonzepte und Finanzierungsm\u00f6glichkeiten gesucht.<\/p>\n<p>Der in diesem Jahr in den Ruhestand gehende EJS-Leiter Oscar Tiefenthal bezeichnet den Schlie\u00dfungsbeschluss als \u201everheerendes Signal\u201c. Die Vorsitzende des Freundeskreises, Natascha Gillenberg, nannte die Schule \u201eeine der wichtigsten Ausbildungsst\u00e4tten f\u00fcr Journalismus\u201c. Die Entscheidung zu deren Schlie\u00dfung entspreche \u201eweder den Herausforderungen dieser Zeit noch dem, was wir als Kirche beitragen k\u00f6nnen\u201c.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allerdings werde sich das GEP weiterhin in der journalistischen Aus- und Fortbildung engagieren. 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