{"id":4366,"date":"2022-04-01T00:27:11","date_gmt":"2022-04-01T00:27:11","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/04\/01\/anlaufpunkt-fuer-probleme-aller-art-ekd\/"},"modified":"2022-04-01T00:27:18","modified_gmt":"2022-04-01T00:27:18","slug":"anlaufpunkt-fuer-probleme-aller-art-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/04\/01\/anlaufpunkt-fuer-probleme-aller-art-ekd\/","title":{"rendered":"Anlaufpunkt f\u00fcr Probleme aller Art \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Die Westukrainerin ist eine von Hunderten Gefl\u00fcchteten, die sich derzeit im nieders\u00e4chsischen Neustadt aufhalten. 260 waren nach Auskunft der Kommune Ende M\u00e4rz in der Stadt registriert. F\u00fcr sie hat der Kirchenkreis in kurzer Zeit die blau-gelbe Begegnungsst\u00e4tte in der leerstehenden Superintendentur von Neustadt eingerichtet. Der Treffpunkt in einer ruhigen Wohngegend wurde am 17. M\u00e4rz er\u00f6ffnet. \u201eEs geht darum, sich nicht aus den Augen zu verlieren, gemeinsam auszuruhen und Zeit miteinander zu verbringen\u201c, erl\u00e4utert die Sozialarbeiterin des evangelischen Kirchenkreises, Janet Breier, die das Angebot leitet. In der zweiten Woche h\u00e4tten rund hundert Menschen das Angebot genutzt.<\/p>\n<p>Die Anlaufstelle in Neustadt ist nach Burgdorf der zweite Treffpunkt, den der Diakonieverband Hannover-Land gemeinsam mit den Kirchenkreisen ins Leben gerufen hat. Im Kern gehe es darum, den Fl\u00fcchtlingen wieder etwas Normalit\u00e4t zu erm\u00f6glichen, sagt Breier. Zum Angebot in Neustadt geh\u00f6ren unter anderem Spielecken, K\u00fcche, Waschmaschine, R\u00fcckzugs-Raum, Laptops und ein gro\u00dfer Garten. Wer will, kann auch die Sozialberatung oder die Schwangerenberatung von Diakonie-Mitarbeitern in Anspruch nehmen. Pastoren stehen zudem als Seelsorger bereit. \u201eWichtig f\u00fcr die Gespr\u00e4che ist auch die M\u00f6glichkeit der Kinderbetreuung\u201c, betont Breier. Auch Sprachlern-Angebote sind geplant. Das gro\u00dfe Team von Ehrenamtlichen sammelt und verteilt zudem Kleider- und andere Sachspenden.<\/p>\n<p>Bei ihrer Arbeit k\u00f6nnen die Mitarbeiter auf den Erfahrungen des verst\u00e4rkten Fl\u00fcchtlingszuzugs 2015 aufbauen. \u201eAnders als 2015 m\u00f6chten die meisten wieder so schnell wie m\u00f6glich zur\u00fcck nach Hause\u201c, sagt Breier. Zudem sei die Hilfsbereitschaft unter den Deutschen diesmal noch gr\u00f6\u00dfer. \u201eIch erkl\u00e4re mir das so, dass die Ukraine dichter an uns dran ist.\u201c<\/p>\n<p>Kryzhanivska hatte das Gl\u00fcck, in Neustadt bei Bekannten von Freunden unterzukommen. Dort sei sie zufrieden, sagt sie. So gehe es jedoch nicht allen. \u201eTeppiche, M\u00f6bel, Schuhe, solche elementaren Dinge fehlen oft\u201c, erz\u00e4hlt Kryzhanivska. Auch solche Dinge versuchen Breier und ihr Team f\u00fcr die Besucher des Treffpunkts zu organisieren. \u201eIch habe von einer achtk\u00f6pfigen Familie geh\u00f6rt, in der die Mutter immer zweimal kochen muss, weil der Topf zu klein ist\u201c, sagt Kryzhanivska.<\/p>\n<p>Trotz des Krieges w\u00e4re Kryzhanivska lieber in Iwano-Frankiwsk geblieben. Als sie abreiste, lebten ihre zwei S\u00f6hne, die Schwiegert\u00f6chter und die kleine Enkelin noch in Kiew, au\u00dferdem die krebskranke Schwester. Die Familie habe sich kurz nach Kriegsbeginn zusammengesetzt und das gemeinsame Vorgehen besprochen. Da Kryzhanivska flie\u00dfend Deutsch spricht, sollte sie als erste nach Deutschland gehen. \u201eWenn sich die Lage verschlimmert, kommen meine Verwandten nach. Zum Gl\u00fcck sind sie jetzt erstmal in Iwano-Frankiwsk. Dort ist es ruhiger.\u201c<\/p>\n<p>Kryzhanivska ist froh, dass sie in Neustadt ihren Landsleuten als \u00dcbersetzerin helfen kann: \u201eWenn ich besch\u00e4ftigt bin, ist mein Leben leichter. Unsere Frauen sind hochmotiviert und m\u00f6chten alle arbeiten. Sie m\u00f6chte nicht warten und rumsitzen bis der Krieg zu Ende ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>Urs Mundt (epd)<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Westukrainerin ist eine von Hunderten Gefl\u00fcchteten, die sich derzeit im nieders\u00e4chsischen Neustadt aufhalten. 260 waren nach Auskunft der Kommune<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4367,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4366"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4366"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4368,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4366\/revisions\/4368"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}