{"id":449,"date":"2020-03-22T18:57:31","date_gmt":"2020-03-22T18:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/?p=449"},"modified":"2020-03-24T16:05:23","modified_gmt":"2020-03-24T16:05:23","slug":"keine-seenotrettung-wegen-corona-pandemie-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/03\/22\/keine-seenotrettung-wegen-corona-pandemie-ekd\/","title":{"rendered":"Keine Seenotrettung wegen Corona-Pandemie \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"\n<div id=\"\">\n<p>Frankfurt a.M. (epd). Die Corona-Pandemie verhindert derzeit den Einsatz von Seenotrettungsschiffen auf dem Mittelmeer. \u201eEs ist kein einziges privates Rettungsschiff im Mittelmeer, obwohl weiter Fl\u00fcchtlingsboote in Seenot sind\u201c,\u00a0sagte Ruben Neugebauer von der Organisation Sea-Watch am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). Die Helfer seien durch die Ma\u00dfnahmen gegen das Virus extrem eingeschr\u00e4nkt. \u201eAn der Werft in Messina, an der die &#8218;Sea-Watch 3\u201e liegt, sind die L\u00e4den f\u00fcr Ersatzteile geschlossen.\u201c Auch k\u00f6nne wegen der Reisebeschr\u00e4nkungen kaum eine Crew zusammengestellt werden. \u201eEs w\u00e4re aber sehr wichtig, dass Rettungsschiffe in Einsatz w\u00e4ren.\u201c<\/p>\n<p>Laut der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration (IOM) wurden in den vergangenen Tagen Hunderte Fl\u00fcchtlinge, die \u00fcber das Mittelmeer nach Europa wollten, zur\u00fcck nach Libyen gebracht. Dort erwartet sie die Inhaftierung in Lagern, in denen Gewalt, Folter und Menschenhandel herrschen. Die Organisation Alarm Phone, die einen Notruf f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge im Mittelmeer betreibt, berichtet immer wieder von verschwundenen Booten und vermissten Personen.<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Rettungsorganisation Sea-Eye mit ihrem Schiff \u201eAlan Kurdi\u201c\u00a0sind die Reisebeschr\u00e4nkungen ein gro\u00dfes Problem. \u201eUnsere Besatzungen bestehen immer aus Menschen aus mindestens sechs Nationen, im Moment ist es nahezu unm\u00f6glich, Crews zusammenzusetzen\u201c, erl\u00e4utert Sprecher Gorden Isler. Wegen der Corona-Krise br\u00e4chen zudem die Spenden ein. \u201eF\u00fcr eine kleine Organisation wie uns ist das definitiv existenzbedrohend.\u201c\u00a0Die \u201eAlan Kurdi\u201c\u00a0liege derzeit im Hafen der spanischen Stadt Burriana und w\u00e4re demn\u00e4chst nach einer Wartung einsatzbereit. \u201eIn den n\u00e4chsten Tagen entscheidet sich, wie es mit Sea-Eye weitergeht.\u201c<\/p>\n<p>Auch die \u201eOcean Viking\u201c\u00a0von \u00c4rzte ohne Grenzen und SOS M\u00e9diterran\u00e9e kann nicht auf das Mittelmeer. \u201eWir sind bestrebt, unseren lebensrettenden Einsatz so schnell wie m\u00f6glich wieder aufzunehmen\u201c, erkl\u00e4rten die Organisationen. Doch die Ausnahmesituation wegen der Corona-Pandemie lasse eine sofortige R\u00fcckkehr in das zentrale Mittelmeer im Moment nicht zu. Die \u201eOcean Viking\u201c\u00a0bleibe vorerst in einem Mittelmeerhafen stationiert. Das Schiff hatte am 23. Februar 276 Gerettete zum sizilianischen Hafen Pozzallo gebracht und war dort in Quarant\u00e4ne genommen worden, die Anfang der Woche endete.<\/p>\n<p>Auch die \u201eSea-Watch 3\u201c\u00a0war nach der Anlandung von 194 Fl\u00fcchtlingen im sizilianischen Hafen von Messina in Quarant\u00e4ne genommen worden. Die Ma\u00dfnahmen gegen die Corona-Ausbreitung seien sinnvoll und n\u00f6tig, betonte Neugebauer. Die Planung m\u00f6glicher Rettungseins\u00e4tze werde jedoch auch dadurch erschwert, dass die Schiffe nach einem Einsatz sofort wieder isoliert w\u00fcrden. \u201eWir w\u00fcrden aber gerne vermeiden, dass dann auf einmal alle Schiffe gleichzeitig in Quarant\u00e4ne sind.\u201c<\/p>\n<p>Deshalb koordinierten sich die verschiedenen Organisationen noch enger als bisher, um zu erreichen, dass zumindest ein Schiff auf das Mittelmeer kann und im Anschluss ein weiteres. \u201eAber die Ma\u00dfnahmen \u00e4ndern sich t\u00e4glich, es ist also fraglich, ob ein Schiff zum vorgesehenen Startpunkt fertig ist.\u201c\u00a0Dazu kommt, dass auch das Aufkl\u00e4rungsflugzeug \u201eMoonbird\u201c\u00a0der Organisation blockiert ist. \u201eWegen des Landeverbots auf Malta k\u00f6nnen wir dort nicht tanken.\u201c<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurt a.M. (epd). 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