{"id":4626,"date":"2022-07-19T13:59:46","date_gmt":"2022-07-19T13:59:46","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/07\/19\/mit-solidaritaet-schwere-zeiten-meistern-ekd\/"},"modified":"2022-07-19T13:59:48","modified_gmt":"2022-07-19T13:59:48","slug":"mit-solidaritaet-schwere-zeiten-meistern-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/07\/19\/mit-solidaritaet-schwere-zeiten-meistern-ekd\/","title":{"rendered":"Mit Solidarit\u00e4t schwere Zeiten meistern \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Aschau (epd). In den vergangenen Jahren sollte es einfach nichts werden, mit dem Beten am Berg. Entweder Corona oder Regenwetter durchkreuzten Jahr f\u00fcr Jahr die Pl\u00e4ne der Veranstalter. Doch an diesem Sonntag war es endlich wieder so weit: Die Kampenwand rief &#8211; und die Menschen kamen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den M\u00fcnchner Regionalbischof Christian Kopp und die Rosenheimer Dekanin Dagmar H\u00e4fner-Becker war es ihr erster Kampenwand-Gottesdienst mit Panoramablick &#8211; beide traten ihr Amt kurz vor oder w\u00e4hrend der Pandemie an.Begleitet von den Hafenstoaner Alphornbl\u00e4sern und Posaunench\u00f6ren des Kirchenkreises warb Kopp in seiner Festpredigt f\u00fcr solidarisches Teilen als Beitrag der Christen f\u00fcr eine friedliche Welt.<\/p>\n<p>Die Orientierung am Gemeinwohl sei \u201ein der christlichen DNA angelegt &#8211; aber nicht in der DNA des Menschen an sich\u201c, sagte der Theologe vor der malerischen Kulisse des Kampenwandkamms. Es sei deshalb die Aufgabe von Christinnen und Christen, Geschichten zu erz\u00e4hlen, wie Miteinanderteilen funktioniere. Grundlage von Kopps Predigt war das biblische Gleichnis der Brotvermehrung: Die Geschichte erz\u00e4hlt, wie 5.000 Menschen von f\u00fcnf Broten satt wurden.<\/p>\n<p>\u201eMan f\u00fchlte sich in dieser gro\u00dfartigen Natur tats\u00e4chlich wie in die Zeit von Jesus zur\u00fcckversetzt, bei der Speisung der 5.000 am Berg\u201c, sagt Silvio Kalauka aus Bernau nach dem Gottesdienst: \u201eSo als w\u00e4re er auch tats\u00e4chlich anwesend.\u201c<\/p>\n<p>Kopp nahm auch Bezug auf die Energiekrise: Derzeit w\u00fcrde die Bev\u00f6lkerung mit Blick auf den Winter auf schwere Zeiten eingeschworen. Er nehme das ernst, sagte der Theologe, fordere aber in der Debatte um Einsparungen \u201eden richtigen Ton\u201c. Schon jetzt k\u00f6nnten sich zu viele das Leben nicht mehr leisten. \u201eWenn jetzt neben den Lebensmittelpreisen auch die Energiekosten noch viel mehr steigen, wird das schwer &#8211; f\u00fcr zu viele\u201c, sagte der Regionalbischof. Der Rat, kalt zu duschen, helfe da nicht weiter. Gefragt seien vielmehr staatliche Hilfen und \u201edie Solidarit\u00e4t derer, die viel haben, mit denen, die wenig haben\u201c.<\/p>\n<p>\u201eIch bin extra heute hier hochgekommen\u201c, erz\u00e4hlt Gottesdienst-Teilnehmerin Erika Goldhammer aus M\u00fcnchen. F\u00fcr sie sei die Kombination von Bergerlebnis, Chiemsee-Blick und die Gemeinschaft beim Gottesdienst \u201eein sehr ber\u00fchrendes Ereignis\u201c gewesen.<\/p>\n<p>\u201eErfunden\u201c hatte den Kampenwand-Gottesdienst 1979 der damalige M\u00fcnchner Regionalbischof Theodor Glaser. Seither nimmt der Trend zum Gottesdienst in luftiger H\u00f6he laut bayerischer evangelischer Kirche stetig zu: Wurden 1982 erst 30 Berggottesdienste in den oberbayerischen und Allg\u00e4uer Alpen angeboten, waren es 1989 schon \u00fcber 80 und 1997 \u00fcber 150 Veranstaltungen. Im Jahr 2000 wurde schlie\u00dflich die 300er-Marke geknackt, mit mehr als 15.000 Teilnehmern und mehr als 100 Pfarrern im Einsatz.<\/p>\n<p>Gottesdienst-Teilnehmerin Claudia Preu\u00dfe aus Th\u00fcringen ist gerade im Urlaub hier. \u201eEs hat gutgetan, hier bei der Andacht innezuhalten, die Gemeinschaft zu erleben, zu sich zu finden und sich mit Fragen nach der Seele und warum ich in der Kirche bin, zu besch\u00e4ftigen\u201c, beschreibt sie: \u201eein G\u00e4nsehautmoment.\u201c\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aschau (epd). In den vergangenen Jahren sollte es einfach nichts werden, mit dem Beten am Berg. 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