{"id":4654,"date":"2022-07-27T13:58:50","date_gmt":"2022-07-27T13:58:50","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/07\/27\/mangold-und-pastinaken-ekd\/"},"modified":"2022-07-27T13:58:51","modified_gmt":"2022-07-27T13:58:51","slug":"mangold-und-pastinaken-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/07\/27\/mangold-und-pastinaken-ekd\/","title":{"rendered":"Mangold und Pastinaken \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Im Kloster Ebstorf wachsen heute Gurken, Tomaten und Salatk\u00f6pfe, Bohnen und Kohlrabi, Mohrr\u00fcben und Pastinaken, Mangold und Rote Bete, Erdbeeren und Johannisbeeren &#8211; und im Gew\u00e4chshaus Gurken. Jeden Montag, Mittwoch und Freitag ist Erntetag, etwa zwei Stunden sind die Mitarbeiterinnen dann im Nutzgarten unterwegs. Obst und Gem\u00fcse werden anschlie\u00dfend auf Konvent und Angestellte verteilt, einige Sorten werden auch haltbar gemacht. \u201eGurken legen wir ein\u201c, erz\u00e4hlt Jenny Rosenberg.<\/p>\n<p>Auch um die historischen Dameng\u00e4rten k\u00fcmmert sich das Team. Die Dameng\u00e4rten stellen eine jahrhundertealte Tradition in den evangelisch gewordenen Kl\u00f6stern dar. Seit es kein gemeinschaftliches Essen mehr gab, etwa seit dem 16. und 17. Jahrhundert, erhielt jede Konventualin ein St\u00fcck Garten zur Verf\u00fcgung gestellt, oder anders gesagt: zugewiesen. Sie sollten selbst Gem\u00fcse und Fr\u00fcchte anbauen.<\/p>\n<p>\u201eDie Damen hatten von da an ihre Versorgung selbst zu regeln\u201c, sagt die Landschaftsarchitektin Inken Formann, die zur Gartenkultur der evangelischen Frauenkl\u00f6ster und Damenstifte in Norddeutschland promoviert hat. Sie leitet heute das Fachgebiet G\u00e4rten und Gartendenkmalpflege der Staatlichen Schl\u00f6sser und G\u00e4rten in Hessen. \u201eWegbereitend f\u00fcr diese Entwicklung zum privaten Haushalt war die weltoffene Haltung der Damenstifte und der gegen\u00fcber den Ordensgemeinschaften geringer ausgepr\u00e4gte Gemeinschaftsgedanke.\u201c<\/p>\n<p>Heute nutzt jedes der noch 15 bewohnten evangelischen Kl\u00f6ster in Niedersachsen die Gartenanlagen ein wenig anders. Das Kloster L\u00fcne in L\u00fcneburg zum Beispiel ist ber\u00fchmt f\u00fcr seinen Kr\u00e4utergarten, der als echtes Kleinod gilt und durch den historische Wasserl\u00e4ufe rinnen, die den Quellen des Klosterteiches entspringen.<\/p>\n<p>Im Kloster Isenhagen in Hankensb\u00fcttel bei Gifhorn liegt bis heute ein gro\u00dfer Selbstversorgergarten. Eine Hauswirtschafterin kocht wochentags ein Mittagessen f\u00fcr den gesamten Konvent und nutzt daf\u00fcr die Ernte aus dem Klostergarten. \u201eZurzeit k\u00f6nnen wir dort wie aus einem F\u00fcllhorn sch\u00f6pfen\u201c, sagt \u00c4btissin Susanne J\u00e4ger. Au\u00dferdem pflege jede Konventualin in historischer Tradition ihren eigenen kleinen Damengarten als Ziergarten. \u201eDies z\u00e4hlt zum Prinzip des ora et labora, bete und arbeite.\u201c<\/p>\n<p>Die Kl\u00f6ster Ebstorf, L\u00fcne, Medingen und Isenhagen z\u00e4hlen zu den sechs sogenannten L\u00fcneburger Kl\u00f6stern. In diesen fr\u00fcheren katholischen Frauenkl\u00f6stern leben heute Gemeinschaften alleinstehender, evangelischer Frauen unter Leitung einer \u00c4btissin. Die Kl\u00f6ster werden finanziell getragen von der Klosterkammer Hannover, einer Sonderbeh\u00f6rde des Landes Niedersachsen.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>Von Carolin George (epd)<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Kloster Ebstorf wachsen heute Gurken, Tomaten und Salatk\u00f6pfe, Bohnen und Kohlrabi, Mohrr\u00fcben und Pastinaken, Mangold und Rote Bete, Erdbeeren<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4655,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4654"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4654"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4654\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4656,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4654\/revisions\/4656"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4655"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4654"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4654"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4654"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}