{"id":4741,"date":"2022-08-26T14:46:46","date_gmt":"2022-08-26T14:46:46","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/08\/26\/steinmeier-wuerdigt-theologen-huber-als-moralische-instanz-ekd\/"},"modified":"2022-08-26T14:46:51","modified_gmt":"2022-08-26T14:46:51","slug":"steinmeier-wuerdigt-theologen-huber-als-moralische-instanz-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/08\/26\/steinmeier-wuerdigt-theologen-huber-als-moralische-instanz-ekd\/","title":{"rendered":"Steinmeier w\u00fcrdigt Theologen Huber als &#8222;moralische Instanz&#8220; \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Steinmeier verwies auf \u00f6ffentlich umstrittene Themen wie Sterbehilfe, bei denen sich Huber regelm\u00e4\u00dfig auch noch im Ruhestand zu Wort gemeldet hatte. Er habe immer \u201emit der Autorit\u00e4t des guten Arguments\u201c gesprochen, sagte Steinmeier. Das habe Huber zu einer wirklichen und wahrnehmbaren moralischen Instanz werden lassen, sagte Steinmeier.<\/p>\n<p>Huber war am 12. August 80 Jahre alt geworden. Der in Stra\u00dfburg geborene Theologe war Professor f\u00fcr Ethik in Marburg und Heidelberg, bevor er 1993 zum Bischof der Kirche von Berlin und Brandenburg gew\u00e4hlt wurde. Von 2003 bis 2009 war Huber zudem Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). In beiden Funktionen stie\u00df er Reformen f\u00fcr die bereits damals von Mitgliederverlust betroffene Kirche an. \u00dcberdies war Huber gefragter Experte bei ethischen Themen und geh\u00f6rte dem Deutschen Ethikrat an.<\/p>\n<p>Steinmeier hob in seiner Ansprache Hubers Bem\u00fchungen um kirchliche Reformen hervor. Kirchliche Reformen m\u00fcssten immer im Blick haben, wie die Kirche ihrer urspr\u00fcnglichen Botschaft treu bleiben und Menschen erreichen k\u00f6nne, sagte er. Ihn schmerze, dass heute immer mehr Menschen von der Kirche Abschied nehmen, sagte der Bundespr\u00e4sident. Dadurch gehe vielleicht f\u00fcr immer etwas verloren, \u201ewas man morgen nicht einfach neu erfinden kann\u201c, sagte Steinmeier, der selbst der evangelischen Kirche angeh\u00f6rt und Huber als pers\u00f6nlichen Freund bezeichnete.<br \/>In solch einer Situation helfe nur gr\u00fcndliche und r\u00fccksichtslose Aufkl\u00e4rung, sagte Steinmeier und verwies auf das Thema sexualisierte Gewalt. Erkenntnis und Ver\u00e4nderungsbereitschaft allein reichten aber nicht aus. Insbesondere brauche es \u00fcberzeugende Frauen und M\u00e4nner, die f\u00fcr sich selbst und andere da sind.<\/p>\n<p>Die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus sagte in einem Gru\u00dfwort, was Menschen ber\u00fchre und fasziniere, seien nicht zuerst die theologischen Wahrheiten, \u201eauch nicht die politischen Positionen, die wir vertreten\u201c. Es sei vielmehr die sp\u00fcrbare \u201eSuche nach plausibler Lebensgestaltung, nach einer Haltung, die Glauben und Leben verbindet\u201c.<\/p>\n<p>Die westf\u00e4lische Pr\u00e4ses w\u00fcrdigte Huber als \u201e\u00f6ffentlichen Theologen\u201c, der Theologie \u00f6ffentlich erkennbar lebe und verst\u00e4ndlich mache. \u201eDu kannst eben nicht nur Professor, Du kannst auch &#8218;Bild&#8216;-Zeitung\u201c, sagte sie. Als Pastor, Professor und Bischof h\u00e4tte er der Kirche schmerzlich gefehlt, sagte Kurschus. Auch der Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, Christian St\u00e4blein, w\u00fcrdigte Hubers Wirken f\u00fcr die Kirche. Dessen Schaffenskraft sei ein \u201eriesiges Gl\u00fcck\u201c gewesen.<\/p>\n<p>Huber bedankte sich bei vielen Wegbegleitern, die zum Gelingen beigetragen h\u00e4tten. Seine Maxime bleibe, dass die Hoffnung gr\u00f6\u00dfer sei als die Angst.<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Steinmeier verwies auf \u00f6ffentlich umstrittene Themen wie Sterbehilfe, bei denen sich Huber regelm\u00e4\u00dfig auch noch im Ruhestand zu Wort gemeldet<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4742,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4741"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4741"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4741\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4743,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4741\/revisions\/4743"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4742"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4741"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4741"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4741"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}