{"id":4895,"date":"2022-10-18T09:11:36","date_gmt":"2022-10-18T09:11:36","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/10\/18\/du-bist-nicht-allein-in-der-fremde-ekd\/"},"modified":"2022-10-18T09:11:38","modified_gmt":"2022-10-18T09:11:38","slug":"du-bist-nicht-allein-in-der-fremde-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/10\/18\/du-bist-nicht-allein-in-der-fremde-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eDu bist nicht allein in der Fremde!\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Der Impuls zum Bau der Kapelle sei von Gastarbeitern ausgegangen, berichtet der katholische Flughafenpfarrer Edward Fr\u00f6hling. Aus einem Gebetsraum zun\u00e4chst f\u00fcr Besch\u00e4ftigte habe sich ein kirchliches Netzwerk auch f\u00fcr Reisende, Fl\u00fcchtlinge und Obdachlose auf dem Flughafen entwickelt. Inzwischen gibt es in zwei Terminals zehn Gebetsr\u00e4ume f\u00fcr Christen, Muslime und Juden sowie zwei neutrale R\u00e4ume der Stille. Nach und nach gr\u00fcndeten die Kirchen am Flughafen auch den Kirchlichen Sozialdienst, die Aufsuchende Sozialarbeit, den Fl\u00fcchtlingsdienst und die Abschiebebeobachtung.<\/p>\n<p>Die Seelsorger am Flughafen verhelfen auch zu gl\u00fccklichen Erfahrungen, wie Fr\u00f6hling erz\u00e4hlt: Am Ostersonntagmorgen war eine Gro\u00dfmutter mit sieben Kindern und Jugendlichen aus der Ukraine am Flughafen gestrandet. Sie hatten Flugkarten nach Irland, aber vom Flughafen Frankfurt-Hahn im rheinland-pf\u00e4lzischen Hunsr\u00fcck aus. Die Einladung der Hilflosen zum Gottesdienst und das gemeinsame Essen hinterher habe eine \u201eOstererfahrung\u201c bewirkt: \u201eDie Trauer der Fl\u00fcchtlingsgruppe und ihr Gef\u00fchl der Verlorenheit wichen einer Ruhe und Freude.\u201c Nach einer Woche in der Fl\u00fcchtlingsunterkunft konnte die Gruppe nach Irland weiterfliegen.<\/p>\n<p>Schwierig bleibe das Anliegen, Seelsorge f\u00fcr die Besch\u00e4ftigten des Flughafens anzubieten, r\u00e4umt Pfarrerin Kl\u00fcnemann ein. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiteten oft ohne Pausen in Schichten und h\u00e4tten kaum Zeit f\u00fcr die Seelsorge. Toll sei aber, dass der Flughafenbetreiber Fraport \u201eReligion als Teil des Menschseins\u201c begreife und R\u00e4ume zur Besinnung und zum Gebet bereitstelle. \u201eWir sind anders als alle anderen, wir haben Zeit\u201c, beschreibt Kl\u00fcnemann die Sonderstellung der Seelsorger. Dies sch\u00e4tzt auch der Flughafenbetreiber.<\/p>\n<p>Am Flughafen tr\u00e4fen t\u00e4glich Menschen unterschiedlichster Herkunft, Religion und Kultur aufeinander, erkl\u00e4rt die Fraport AG. Wer in der Hektik des Alltags und des Reisens ein vertrauliches Gespr\u00e4ch suche, Hilfe ben\u00f6tige oder ein hoffnungsvolles Wort brauche, k\u00f6nne sich an die Flughafenseelsorge wenden. Sie k\u00fcmmere sich jeden Tag darum, Menschen auf ihrem Weg Halt zu geben und trage damit zu einer guten Reise bei. Auch die Bundespolizeidirektion am Flughafen lobt die Seelsorge: \u201eSie ist als wichtiger Baustein am Flughafen nicht mehr wegzudenken.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr Dienstag (18. Oktober) haben Kl\u00fcnemann und Fr\u00f6hling zu einer \u00f6kumenischen Jubil\u00e4umsfeier eingeladen. Zu Gottesdienst und Empfang werden G\u00e4ste von Kirchen, Fraport, Betriebsr\u00e4ten, Bundespolizei und Fluggesellschaften erwartet. Die evangelische Pfarrerin und ihr katholischer Kollege am Flughafen blicken nach vorn: \u201eDie Kirche w\u00e4chst hier\u201c, sagt Fr\u00f6hling. Die Beziehungen zu anderen Religionen sollten st\u00e4rker werden, erg\u00e4nzt Kl\u00fcnemann: \u201eWir entwickeln uns zu einem Team von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Nationalit\u00e4t und Religion\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\"><em>Von Jens Bayer-Gimm (epd)<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Impuls zum Bau der Kapelle sei von Gastarbeitern ausgegangen, berichtet der katholische Flughafenpfarrer Edward Fr\u00f6hling. Aus einem Gebetsraum zun\u00e4chst<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4896,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4895"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4895"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4895\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4897,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4895\/revisions\/4897"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4896"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4895"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4895"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4895"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}