{"id":4988,"date":"2022-11-06T12:41:57","date_gmt":"2022-11-06T12:41:57","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/11\/06\/von-gottes-verheissung-befluegelt-ekd\/"},"modified":"2022-11-06T12:41:58","modified_gmt":"2022-11-06T12:41:58","slug":"von-gottes-verheissung-befluegelt-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/11\/06\/von-gottes-verheissung-befluegelt-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eVon Gottes Verhei\u00dfung befl\u00fcgelt\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"06.11.2022 11:00\" class=\"article--time\">06.11.2022<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">In ihrem ersten Bericht als Ratsvorsitzende vor der EKD-Synode nimmt Pr\u00e4ses Kurschus Stellung zu den tiefen Krisen der Gegenwart<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p>Zum Auftakt der in Magdeburg tagenden Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat Pr\u00e4ses Annette Kurschus am heutigen Sonntag (6. November) ihren ersten Bericht als Ratsvorsitzende gehalten. Darin unterstrich sie den Willen der Kirche, sich aus vertrauten Denkmustern und bew\u00e4hrten Traditionen hinauszubewegen, \u201ehinein in ungesichertes Gel\u00e4nde, dahin, wo das Klima f\u00fcr die Kirche wie f\u00fcr die Gesellschaft rauer und die Gefahren bedrohlicher werden.\u201c Dabei sei die Kirche \u201enicht von Sorge und Angst getrieben, sondern von Gottes Verhei\u00dfung befl\u00fcgelt\u201c, so Kurschus. \u201eDarum geht\u2018s: Uns erreichen lassen von einer anderen, von Gottes Stimme \u2013 und uns getrost ins Tiefe wagen. Dahin, wo nach menschlichem Ermessen kein Grund ist \u2013 und wo es f\u00fcr uns doch umso gewisser den Grund gibt, der gelegt ist, Christus\u201c, so die Ratsvorsitzende: \u201eEs sind die tiefen Krisen, die unsere Gegenwart sch\u00fctteln.\u201c<\/p>\n<p>Mit Blick auf den v\u00f6lkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine sagte Kurschus: \u201eDie Krise, die der Krieg in der Ukraine ausl\u00f6st, ist so tief, dass sie alles, auch uns Kirchen in Deutschland, unweigerlich ansaugt und fordert.\u201c Und f\u00fcgte hinzu: \u201eWir sind nicht Kriegspartei, aber wir sind parteilich f\u00fcr die unendlich leidenden Menschen in der Ukraine. Wir helfen den Gefl\u00fcchteten, die zu uns kommen, froh, dass die Bundesregierung zumindest ihnen die T\u00fcren weit \u00f6ffnet, und mit dem Wunsch, dass auch Gefl\u00fcchtete aus anderen Regionen der Welt solche Erleichterungen bekommen\u201c, so Kurschus.<\/p>\n<p>Rolle der Kirche sei aber auch, die Geschwindigkeit zu drosseln, wo die Ereignisse sich \u00fcberst\u00fcrzen und \u201eDilemmata zu formulieren, wo es vermeintlich nur richtig oder falsch gibt.\u201c Zur Solidarit\u00e4t mit der Ukraine und zu ihrer milit\u00e4rischen Unterst\u00fctzung m\u00fcsse zwingend hinzukommen, in aller M\u00fchsamkeit Wege zu einem Waffenstillstand zu suchen. \u201eWer, wenn nicht wir Kirchen, hat die Freiheit zu fordern, was unm\u00f6glich scheint und doch so buchst\u00e4blich Not-wendig ist? Der Ruf nach diplomatischen Bem\u00fchungen, um einen Waffenstillstand zu erm\u00f6glichen, ist weder herzlos noch ignorant gegen\u00fcber den Menschen in der Ukraine. Im Gegenteil. Er ist n\u00fcchtern realistisch und h\u00f6chst aufmerksam f\u00fcr die Gefahr einer weiteren Eskalation des Krieges\u201c, so die Ratsvorsitzende.<\/p>\n<p>Stellung bezog Kurschus in ihrem Ratsbericht auch zur Klimafrage: \u201eKriege, Hunger, Terror \u2013 all diese Gei\u00dfeln der Menschheit k\u00f6nnen Millionen Menschenleben ausl\u00f6schen. Die ungebremste Erderhitzung aber setzt die Bedingung der M\u00f6glichkeit menschlichen Lebens \u00fcberhaupt aufs Spiel. Sie schr\u00e4nkt auch die M\u00f6glichkeiten ein, \u00fcberhaupt noch Politik zu machen, denn Politik im Sinne von Demokratie braucht Entscheidungsspielr\u00e4ume. Wo aber die nat\u00fcrlichen Bedingungen immer mehr Sach- und Handlungszw\u00e4nge schaffen, werden diese Spielr\u00e4ume immer enger.\u201c Klima- und Sicherheitspolitik d\u00fcrfe aber nie zu Lasten, sondern m\u00fcsse stets zugunsten der Armen in aller Welt und auch zugunsten der Armen in unserem Land geschehen. \u201eArmut und Gerechtigkeit, Gerechtigkeit und Barmherzigkeit: das sind die Kernthemen der Heiligen Schrift. Armut ist ein Mangel an Gerechtigkeit. Almosen sind gut, reichen aber nicht. Jeder Mensch hat ein Recht auf Hilfe, dem Schicksal der Armut zu entkommen\u201c, so Kurschus. \u201eWir werden unsere beiden Ziele \u00fcbereinander bringen: Energie sparen und W\u00e4rme austeilen. Im kommenden Winter wird man nicht nur kritisch auf die Raumtemperatur blicken. Der \u00f6ffentliche Blick wird sich auch darauf richten, ob Kirche und Diakonie entschlossen und gemeinsam etwas daf\u00fcr tun, dass arme Menschen gut durch den Winter kommen. Viele Gemeinden und Einrichtungen sind l\u00e4ngst hoch kreativ dabei\u201c<\/p>\n<p>Die EKD-Ratsvorsitzende sprach in ihrem Bericht auch das Thema sexualisierte Gewalt an. Die evangelische Kirche werde aktiv Sorge daf\u00fcr tragen, immer neue Verbrechen an menschlicher W\u00fcrde zu verhindern. \u201eDie Synode hat sich dazu verpflichtet, genau und verbindlich hinzuschauen, wo es um die Verletzung der sexuellen Selbstbestimmung geht. Der Rat hat dieses leidvolle und schuldbeladene Thema ganz vorne auf die Agenda seiner Leitungsverantwortung gestellt.\u201c Dennoch sei die evangelische Kirche \u201el\u00e4ngst nicht an dem selbstgesteckten Ziel angekommen, wo Schutzkonzepte allerorten selbstverst\u00e4ndliche Grundlage sind und wo Intervention und Aufarbeitung einge\u00fcbten Verfahren nach professionellen Standards folgen, die betroffene Personen beteiligen und auf die sich alle Beteiligten verlassen k\u00f6nnen.\u201c Dies alles sei deutlich geworden in pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen mit Betroffenen. \u201eWir werden unseren Austausch fortsetzen, das haben wir gemeinsam bekr\u00e4ftigt. Es darf uns einfach nicht in Ruhe lassen.\u201c Das neue Format des Beteiligungsforums stelle sicher, dass betroffene Menschen ma\u00dfgeblich einbezogen werden in s\u00e4mtliche synodalen Entscheidungen, die das Thema sexualisierte Gewalt betreffen. \u201eIch halte das f\u00fcr einen wichtigen und zukunftsweisenden Schritt\u201c, so Kurschus.<\/p>\n<p>Der gesamte m\u00fcndliche Bericht der EKD-Ratsvorsitzenden, Pr\u00e4ses Annette Kurschus, ist abrufbar unter www.ekd.de\/ratsbericht.<\/p>\n<p><em style=\"font-style:italic\">Die Tagung der EKD-Synode kann im Livestream mitverfolgt werden unter www.ekd.de\/stream.<\/em><\/p>\n<p>Magdeburg, 6. November 2022<\/p>\n<p>Pressetelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<p><em style=\"font-style:italic\">\u00dcber die Synode der EKD: Die Synode der EKD ist neben Rat und Kirchenkonferenz eines der drei Leitungsorgane der EKD. Sie tagt vom 6. bis 9. November in Magdeburg. Nach der Grundordnung der EKD besteht die 13. Synode aus 128 Mitgliedern. Zu den Aufgaben der Synode z\u00e4hlen die Erarbeitung von Kundgebungen und Beschl\u00fcssen zu Fragen der Zeit sowie die Begleitung der Arbeit des Rates der EKD durch Richtlinien. Die Synode ber\u00e4t und beschlie\u00dft aber auch den Haushalt und die Kirchengesetze. Geleitet wird die Synode vom Pr\u00e4sidium unter dem Vorsitz von Pr\u00e4ses Anna-Nicole Heinrich. Sie ist zugleich Mitglied des 15-k\u00f6pfigen Rates der EKD. Vorsitzende des Rates der EKD ist Annette Kurschus. Die EKD ist die Gemeinschaft von 20 lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen. 19,7 Millionen evangelische Christinnen und Christen in Deutschland geh\u00f6ren zu einer der 12.900 Kirchengemeinden.<\/em><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>06.11.2022 Pressemitteilung In ihrem ersten Bericht als Ratsvorsitzende vor der EKD-Synode nimmt Pr\u00e4ses Kurschus Stellung zu den tiefen Krisen der<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":569,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4988"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4988"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4989,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4988\/revisions\/4989"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}