{"id":5083,"date":"2022-11-23T19:33:52","date_gmt":"2022-11-23T19:33:52","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/11\/23\/haus-der-religionen-ist-symbol-fuer-ganz-deutschland-ekd\/"},"modified":"2022-11-23T19:33:54","modified_gmt":"2022-11-23T19:33:54","slug":"haus-der-religionen-ist-symbol-fuer-ganz-deutschland-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/11\/23\/haus-der-religionen-ist-symbol-fuer-ganz-deutschland-ekd\/","title":{"rendered":"&#8222;Haus der Religionen&#8220; ist Symbol f\u00fcr ganz Deutschland \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Hannover (epd). Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier hat am Montag die neu gestalteten R\u00e4ume des \u201eHauses der Religionen\u201c in Hannover er\u00f6ffnet. \u201eDieses Haus ist ein Symbol f\u00fcr ein vielf\u00e4ltiges, ein offenes, ein tolerantes Deutschland\u201c, sagte Steinmeier bei einem Festakt vor rund 200 G\u00e4sten. \u201eEs strahlt \u00fcber Hannover hinaus, denn es spiegelt eine religi\u00f6se Vielfalt wider, wie wir sie nicht nur in den gro\u00dfen St\u00e4dten in Deutschland haben, sondern l\u00e4ngst auch in l\u00e4ndlichen Gebieten.\u201c Niedersachsens Ministerpr\u00e4sident Stephan Weil (SPD) sagte, das Zentrum sei \u201eeine Zierde f\u00fcr Stadt und Region und etwas, worauf das Land stolz ist\u201c.<\/p>\n<p>Das \u201eHaus der Religionen\u201c ist das bundesweit erste und bisher einzige Zentrum f\u00fcr interreligi\u00f6se und interkulturelle Bildung, das von Vertretern fast aller gro\u00dfen Weltreligionen gemeinsam getragen wird. Dort stellen sich die Gemeinschaften der Christen, Juden und Muslime, der Hindus, Buddhisten und Bahai sowie der Aleviten, Jesiden und Humanisten vor. Ihr Ziel ist, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr andere Religionen und Weltanschauungen zu entwickeln. Seit 2005 ist die Einrichtung in einem fr\u00fcheren Kirchengeb\u00e4ude ans\u00e4ssig. Durch einen Umbau hat sich die Fl\u00e4che in diesem Jahr auf rund 730 Quadratmeter verzehnfacht.<\/p>\n<p>In der Begegnung verschiedener Religionen lauerten viele Konflikte und Feindbilder, die schnell in Hass und Gewalt umschlagen k\u00f6nnten, sagte Steinmeier. Deshalb sei es wichtig, dass Religionsvertreter respektvoll miteinander sprechen k\u00f6nnten, ohne sich gegenseitig abzuwerten und auszuschlie\u00dfen: \u201eDie wechselseitige Akzeptanz und die Friedensf\u00e4higkeit der Glaubenslehren sind in einer Gesellschaft der Vielfalt ohne Alternative. Wir m\u00fcssen darauf bestehen.\u201c Zuvor hatte Steinmeier an der Ordination von f\u00fcnf Rabbinern in der Synagoge der J\u00fcdischen Gemeinde Hannover teilgenommen.<\/p>\n<p>Kernst\u00fcck der neuen R\u00e4ume im \u201eHaus der Religionen\u201c ist eine Ausstellung \u00fcber die neun Gemeinschaften. Sie stellen sich in kleinen, w\u00fcrfelf\u00f6rmigen Pavillons vor. Zahlreiche Schulklassen und andere Gruppen sollen k\u00fcnftig hier zu Gast sein und miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen. Geplant sind zudem Vortr\u00e4ge, Konzerte, Diskussionen und Lesungen. Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi betonte als eine der Mitinitiatorinnen der Einrichtung: \u201eAchtung, Respekt und Wertsch\u00e4tzung &#8211; darum geht es in unserem neuen Haus.\u201c<\/p>\n<p>In den R\u00e4umen wird k\u00fcnftig auch der Bundeskongress der R\u00e4te der Religionen seinen Sitz haben, eine Vereinigung von R\u00e4ten aus 65 St\u00e4dten. Der Umbau kostete 1,26 Millionen Euro, getragen vor allem von Land, Stadt, der Klosterkammer und den Kirchen. Steinmeier betonte zum Abschluss seiner Rede: \u201eIch hoffe, dass diesem Haus in Hannover noch viele weitere in unserem Land folgen werden.\u201c<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hannover (epd). 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