{"id":5086,"date":"2022-11-24T12:32:49","date_gmt":"2022-11-24T12:32:49","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/11\/24\/themenheft-zum-sonntag-reminiszere-2023-erschienen-ekd\/"},"modified":"2022-11-24T12:32:51","modified_gmt":"2022-11-24T12:32:51","slug":"themenheft-zum-sonntag-reminiszere-2023-erschienen-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2022\/11\/24\/themenheft-zum-sonntag-reminiszere-2023-erschienen-ekd\/","title":{"rendered":"Themenheft zum Sonntag Reminiszere 2023 erschienen \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p class=\"EKDFlietext\">In vielen L\u00e4ndern der Welt werden Christinnen und Christen verfolgt, bedr\u00e4ngt und in ihrer Religionsfreiheit eingeschr\u00e4nkt. Aus diesem Grund ruft die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) seit 2010 am Sonntag Reminiszere Kirchen und Gemeinden dazu auf, f\u00fcr bedr\u00e4ngte und verfolgte Glaubensgeschwister zu beten und sich auch auf andere Weise f\u00fcr diese einzusetzen. Dazu erscheint j\u00e4hrlich eine Publikation, die ein bestimmtes Land in den Blick nimmt. Am 5. M\u00e4rz 2023 steht \u00c4thiopien im Fokus.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Das Materialheft bietet Hintergrundtexte, Interviews und aktuelle Informationen zu Kirche und Gesellschaft, Politik und Geschichte, sowie liturgisches Material zur Gottesdienstgestaltung. Fotos von Menschen, religi\u00f6sen St\u00e4tten und Ikonen zeigen den spirituellen und kulturellen Reichtum der \u00e4thiopischen Christenheit, deren Anf\u00e4nge bis ins vierte Jahrhundert zur\u00fcckreichen. Deutlich wird aber auch, wie sehr die Menschen und dieses kulturelle Erbe durch den Krieg in Tigray und die damit verbundene humanit\u00e4re Katastrophe bedroht sind.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">\u201e\u00c4thiopien ist eines der \u00e4ltesten christlichen L\u00e4nder und hat ein ungemein reiches spirituelles und kulturelles Erbe. Gleichzeitig ist \u00c4thiopien heute ein geschundenes und verwundetes Land\u201c, sagt EKD-Auslandsbisch\u00f6fin Petra Bosse-Huber. Durch D\u00fcrre, Hunger und j\u00fcngst den Krieg in der n\u00f6rdlichen Region Tigray h\u00e4tten Hunderttausende ihr Leben verloren. 2,5 Millionen Menschen seien auf der Flucht und bedeutende Kirchen und Kl\u00f6ster durch den Krieg gef\u00e4hrdet. \u201eDie Ursachen f\u00fcr die Konflikte sind hochkomplex und von au\u00dfen oft nur schwer zu durchschauen. Dass es aber zu einer humanit\u00e4ren Katastrophe gekommen ist, ist ein Skandal!\u201c, sagt Bosse-Huber. Es sei bitter, dass auf allen Seiten der K\u00e4mpfe auch Christinnen und Christen beteiligt seien. \u201eBeten wir f\u00fcr sie und bitten wir mit ihnen um Rettung, um Vers\u00f6hnung, um Frieden. Danke, wenn Sie in Ihren Kirchen und Gemeinden f\u00fcr \u00c4thiopien beten und die Menschen wissen lassen, dass sie nicht vergessen sind\u201c, so die EKD-Auslandsbisch\u00f6fin.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Die Publikation ist online abrufbar unter https:\/\/www.ekd.de\/reminiszere2023 und wird ebenfalls als Printausgabe kostenfrei abgegeben. Bitte wenden Sie sich an veronique.mussmann@ekd.de.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\"><strong>Hintergrund \u00c4thiopien<\/strong><br \/>Das Christentum hat eine lange Geschichte in \u00c4thiopien. Wertvolle Handschriften, Ikonen, ein lebendiges kl\u00f6sterliches Leben und die selbstverst\u00e4ndliche Integration religi\u00f6ser Symbole und Feste in den Alltag der Menschen zeugen noch heute davon. Laut der \u00e4thiopischen Tradition breitete sich das Christentum in dem Land am Horn von Afrika bereits in der apostolischen Zeit aus, und zwar dank dem \u201e\u00e4thiopischen K\u00e4mmerer\u201c, der durch den Apostel Philippus getauft wurde (Apg 8,26\u201340). Vom vierten Jahrhundert bis 1974 blieb das Christentum Staatsreligion. Auch heute bekennt sich die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung \u00c4thiopiens (etwa 60 Prozent) zum christlichen Glauben. \u00c4hnlich wie das Christentum blickt auch der Islam auf eine lange Geschichte in \u00c4thiopien zur\u00fcck. Noch zu Lebzeiten des Propheten Mohammed soll eine Gruppe von Muslimen im Jahr 615 nach \u00c4thiopien geflohen und dort f\u00fcr mehrere Jahre Zuflucht gefunden haben. Heute ist der Islam die zweitgr\u00f6\u00dfte Religion des Landes. Etwa ein Drittel der gut 80\u00a0Millionen \u00c4thiopierinnen und \u00c4thiopier sind muslimischen Glaubens. Das Zusammenleben von Christen und Muslimen funktioniert im Gro\u00dfen und Ganzen.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Konflikte und Kriege entz\u00fcnden sich in \u00c4thiopien h\u00e4ufig an ethnischen Grenzen. Bis heute spielt die ethnische Abstammung eine wichtige Rolle, wobei sie nicht als alleinige Erkl\u00e4rung f\u00fcr die j\u00fcngsten kriegerischen Entwicklungen in mehreren Regionalstaaten herangezogen werden darf. Vielmehr ist die Frage der Ethnizit\u00e4t oft nur ein Brandbeschleuniger bei Machtk\u00e4mpfen zwischen einem modernistischen Zentralstaat und Regionen, die bis ins 19. Jahrhundert selbstst\u00e4ndig waren. So jetzt auch wieder im Krieg in Tigray. Das Heft geht auf diese komplexen Zusammenh\u00e4nge ein und m\u00f6chte das Interesse und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr dieses Land wecken und zum Gebet f\u00fcr die Menschen in \u00c4thiopien aufrufen.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Hannover, 24. November 2022<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Pressestelle der EKD<br \/>Annika Lukas<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In vielen L\u00e4ndern der Welt werden Christinnen und Christen verfolgt, bedr\u00e4ngt und in ihrer Religionsfreiheit eingeschr\u00e4nkt. 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