{"id":5432,"date":"2023-03-08T15:46:19","date_gmt":"2023-03-08T15:46:19","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/03\/08\/junge-gemeinde-am-puls-ekd\/"},"modified":"2023-03-08T15:46:21","modified_gmt":"2023-03-08T15:46:21","slug":"junge-gemeinde-am-puls-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/03\/08\/junge-gemeinde-am-puls-ekd\/","title":{"rendered":"Junge Gemeinde am Puls \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Marburg. Unpassender h\u00e4tte der Zeitpunkt f\u00fcr eine Gemeindegr\u00fcndung kaum sein k\u00f6nnen. \u201eWir hatten gerade unseren ersten Gottesdienst gefeiert, da kam der Lockdown\u201c, erz\u00e4hlt Hans Christian Gra\u00df. Doch mittlerweile z\u00e4hle das kirchliche Start-Up \u201eUND Marburg\u201c mehr als 350 Mitwirkende und Teilnehmende, so der Erzieher und Theologe. \u201eDas ist total sch\u00f6n zu erleben.\u201c<\/p>\n<p>Anfang 2020 l\u00f6ste sich die Initiativgruppe von einer bekannten gr\u00f6\u00dferen Freikirche in Marburg. \u201eWir wollten etwas Neues ausprobieren, Gemeinde n\u00e4her an den Puls bringen und theologisch weiterdenken\u201c, sagt der 39-j\u00e4hrige verheiratete Familienvater. \u201eEs ging uns nicht nur um neue Gottesdienstformate, sondern um neue Orte zur Begegnung und die Sichtbarkeit von Kirche insgesamt. Wir wollen dahin, wo die Leute ihre Freizeit verbringen und damit Kirche zu den Menschen bringen.\u201c<\/p>\n<p>Doch wie entsteht eine Gemeinde, wenn interessante Orte wegen der Pandemie geschlossen und pers\u00f6nliche Begegnungen kaum m\u00f6glich sind?<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n<p>    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/20180322_Thinkstock_thanasus_smartphone_1875_rdax_625x352_60.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/20180322_Thinkstock_thanasus_smartphone_1875_rdax_1250x704_60.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/20180322_Thinkstock_thanasus_smartphone_1875_rdax_60.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/20180322_Thinkstock_thanasus_smartphone_1875_rdax_360x203_70.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/20180322_Thinkstock_thanasus_smartphone_1875_rdax_720x406_70.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/20180322_Thinkstock_thanasus_smartphone_1875_rdax_1080x608_70.jpg 3x\"><\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">Die Digitalisierung ist eine Daueraufgabe f\u00fcr die Evangelische Kirche \u2013 in allen Bereichen und auf vielen Ebenen. Die Stabsstelle Digitalisierung vernetzt und f\u00f6rdert Digitalisierung in den Gliedkirchen, sie greift Impulse von Ehrenamtlichen, Gemeinden und Institutionen auf und gibt eigene Impulse. Hier finden Sie Themen und Reflexionen zum Mega-Trend Digitalisierung!<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<h3>Bei \u201eUND Marburg\u201c treffen sich junge Familien mit Kindern<\/h3>\n<p>\u201eViele Gemeinden entwickelten damals gerade ein Online-Setup und begannen, ihre Gottesdienste zu streamen. Davon haben wir viele Ideen.\u201c Auch \u201eUND Marburg\u201c ging ins Internet und probierte aus. Schon bald gesellten sich zu den Online-Gottesdiensten auch Gebetstreffen und Begegnungen per Zoom. \u201eWir wollten ein gutes Grundgef\u00fchl vermitteln, Impulse geben und Halt.\u201c<\/p>\n<p>Das kam an. Mehr und mehr Menschen wurden auf die neue Glaubens-Initiative aufmerksam. F\u00fcr weiteren Schub sorgte \u201eCommuni\u201c, eine digitale Informations- und Kontaktb\u00f6rse f\u00fcr Vereine, Organisationen und Gemeinden. Mit Hilfe dieser App k\u00f6nnen sich neue Mitglieder vorstellen, Infos austauschen oder wie mit einem Zettel an einem \u201eSchwarzen Brett\u201c um Unterst\u00fctzung bitten. Das machte es leichter, auch \u00fcber Entfernungen Kontakte zu kn\u00fcpfen. \u201eEs entstand schnell viel Kommunikation\u201c, erz\u00e4hlt Gra\u00df. Und zum anfangs \u00fcberschaubaren Freundes-Kreis gesellten sich bald Freunde von Freunden und Bekannte aus dem Umfeld, auch Familien mit Kindern. \u201eIm ersten Jahr waren wir schon 100 Leute.\u201c Darunter seien auch viele gewesen, die mit Kirche bisher wenig anzufangen wussten.<\/p>\n<h3>Die kleine Gemeinde feiert Gottesdienste auf dem Sportplatz<\/h3>\n<p>Wann immer es ging, zog es die kleine Gemeinde hinaus ins Freie. Sie feierte Kinderkirche auf einem Spielplatz in Marburg, als es wegen Corona noch wenige Begegnungsm\u00f6glichkeiten gab. Schlie\u00dflich ging es der christlichen Gruppierung um Sichtbarkeit. \u201eWir haben den Bollerwagen mit Spielzeug vollgepackt und sind losgezogen. Da sind dann automatisch Leute dazugekommen\u201c, sagt Gra\u00df, der erst als Erzieher und Jugendreferent in Gemeinden gearbeitet hat, bevor er an der CVJM-Hochschule in Kassel Theologie und Soziale Arbeit studiert hat.<\/p>\n<p>Ab 2021 begann \u201eUND Marburg\u201c seine Gottesdienste alle zwei Wochen auf Sport- und Grillpl\u00e4tzen zu feiern. \u201eWir hatten Picknick-Decken dabei. Das war ein famili\u00e4res Setting\u201c, sagt Gra\u00df r\u00fcckblickend. F\u00fcr die Gottesdienste, die immer noch im Internet \u00fcbertragen wurden, hatte die Gruppe in der Zwischenzeit ein Studio mit Kameras, Licht-, Ton- und Videotechnik in einer Lagerhalle eingerichtet.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n<h3>Die junge Gemeinde wuchs und professionalisierte sich<\/h3>\n<p>Mitte 2022 wurden \u201eechte\u201c Begegnungen wieder leichter, \u201eUND Marburg\u201c wuchs und professionalisierte sich weiter: Die Gemeinde siedelte mit ihren Gottesdiensten in den \u201eLokschuppen Marburg\u201c \u00fcber, einem neuen Kulturtreff in der Universit\u00e4tsstadt. \u201e30 bis 40 Mitarbeitende sorgen seitdem f\u00fcr einen reibungslosen Ablauf der Gottesdienste, die wir seit September auch vor Ort feiern\u201c, sagt Gra\u00df. Auf der vier Mal 13 Meter gro\u00dfen B\u00fchne m\u00fcsse geprobt werden, wo die Kameras stehen und ob der Sound stimme. Auch er habe sich an die gro\u00dfe B\u00fchne erst gew\u00f6hnen m\u00fcssen. Als Mit-Produzent der Gottesdienste und einer der Prediger wolle er schlie\u00dflich authentisch sein.<\/p>\n<h3>Alle sollen sich gut aufgenommen f\u00fchlen<\/h3>\n<p>Vor Ort sind laut Gra\u00df mittlerweile rund 250 Menschen dabei und mehr als 70 w\u00fcrden den Stream verfolgen. Mittlerweile ist \u201eUND Marburg\u201c sogar Teil der Evangelischen Kirche Kurhessen-Waldeck, Gra\u00df offiziell Pr\u00e4dikant. Die Landeskirche und die EKD w\u00fcrden die Initiative, die auf Spenden angewiesen ist, mit Zusch\u00fcssen f\u00f6rdern. Es sind vor allem die hybriden Gottesdienste mit ihrer Verschmelzung der analogen und digitalen Welt, die die junge Gemeinde zu einer Ausnahmeerscheinung in der Landeskirche machen.<\/p>\n<p>Die Form ist immer wieder gepr\u00e4gt von Experimenten. \u201eWir wollen, dass sich alle gut aufgenommen f\u00fchlen\u201c, so Gra\u00df. Vor Beginn des Gottesdienstes k\u00f6nne man Kaffee trinken oder auf einer Spielekonsole spielen. An die Internetgemeinde w\u00fcrden LED-Lichter erinnern. Es gehe insgesamt locker zu. \u201eWir wollen einen stressfreien Sonntag.\u201c Neben Pop-Musik, Gebeten und der Predigt gebe es Interviews, kleine Theaterst\u00fccke und Videos. \u201eEs soll nicht statisch oder pastoral sein. Da probieren wir viel aus.\u201c F\u00fcr die Kinder und interessierte Eltern gibt es mit \u201ekunterbunt\u201c parallel einen extra Kindergottesdienst.<\/p>\n<h3>W\u00e4hrend der Predigt Kaffee trinken und kreativ werden<\/h3>\n<p>Wert legt das Team bei \u201eUND Marburg\u201c auch darauf, dass die Teilnehmenden w\u00e4hrend der Gottesdienste auf das Geh\u00f6rte reagieren k\u00f6nnen. \u201eUns geht es um Resonanz\u201c, betont Gra\u00df. So k\u00f6nnten sich die Teilnehmenden zwischendurch zur\u00fcckziehen, umhergehen, nachdenken oder kreativ werden und malen oder einfach einen Kaffee trinken, wenn ihnen danach sei. Im Anschluss seien alle zu einem B\u00fcffet eingeladen.<\/p>\n<p>Im Wechsel zu den Gottesdiensten gebe es \u201eCommunity-Sonntage\u201c, \u00f6ffentliche Angebote in kleineren Gruppen, erz\u00e4hlt Gra\u00df. \u201eDas reicht vom Brunch bis zum Brotbacken und Filmgucken. Denn auch das ist Kirche.\u201c<br \/>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Angebote von \u201eUND Marburg\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>Infos \u00fcber die Gemeinde-App\u00a0<\/strong><\/p>\n<hr\/>\n<p>Die Evangelische Kirche in Deutschland unterst\u00fctzt innovative digitale Projekte und will damit den Wandel der Kirche hin zu mehr digitalen Angeboten f\u00f6rdern. Dazu gibt es den\u00a0Digital-Innovationsfonds, der eine Million Euro umfasst. Weitere innovative Projekte, aber auch Informationen zur Antragsstellung finden Sie auf der EKD-Seite zum Fonds.\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marburg. 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