{"id":5514,"date":"2023-03-29T07:36:04","date_gmt":"2023-03-29T07:36:04","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/03\/29\/245-millionen-euro-an-rund-24-000-betroffene-ausgezahlt-ekd\/"},"modified":"2023-03-29T07:36:05","modified_gmt":"2023-03-29T07:36:05","slug":"245-millionen-euro-an-rund-24-000-betroffene-ausgezahlt-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/03\/29\/245-millionen-euro-an-rund-24-000-betroffene-ausgezahlt-ekd\/","title":{"rendered":"245 Millionen Euro an rund 24.000 Betroffene ausgezahlt \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"28.03.2023 12:50\" class=\"article--time\">28.03.2023<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">Stiftung Anerkennung und Hilfe erreicht ihre Ziele und Zwecke <\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p>Bund, L\u00e4nder und Kirchen errichteten zum 1. Januar 2017 die Stiftung Anerkennung und Hilfe, um Betroffene zu unterst\u00fctzen, die zwischen 1949 und 1975 als Kinder oder Jugendliche in der Bundesrepublik Deutschland bzw. zwischen 1949 und 1990 in der DDR in station\u00e4ren Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie Leid und Unrecht erfahren haben und heute noch an den Folgen leiden.<\/p>\n<p>Ziele der Stiftung waren,<\/p>\n<ul>\n<li>die damaligen Verh\u00e4ltnisse und Geschehnisse \u00f6ffentlich anzuerkennen,<\/li>\n<li>wissenschaftlich aufzuarbeiten und<\/li>\n<li>das den Betroffenen widerfahrene Leid und Unrecht durch Gespr\u00e4che individuell anzuerkennen. Als Bestandteil der individuellen Anerkennung konnten Betroffene finanzielle Anerkennungs- und Unterst\u00fctzungsleistungen erhalten. Damit sollte ein Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen geleistet werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Errichter der Stiftung haben am 28. M\u00e4rz 2023 festgestellt, dass die Stiftung nach \u00fcber sechs Jahren Stiftungslaufzeit ihre Zwecke und Ziele erreicht hat. Entsprechend der Satzung und der Verwaltungsvereinbarung zwischen den Errichtern wurde deshalb die Beendigung der Stiftung beschlossen. Ihr ist es gelungen, gesellschaftliche Aufmerksamkeit f\u00fcr die Stiftungsanliegen zu wecken. Das von den Betroffenen erlittene Leid und Unrecht wurde \u00f6ffentlich, individuell und wissenschaftlich aufgearbeitet und anerkannt.<\/p>\n<p>Sch\u00e4tzungsweise bis zu 256.000 Kinder und Jugendliche waren in der Zeit von 1949 bis 1975 in der alten Bundesrepublik und von 1949 bis 1990 in der DDR zeitweise station\u00e4r in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder der Psychiatrie untergebracht. Durch die Erkenntnisse der Stiftung wissen wir, wie es den Kindern und Jugendlichen in diesen Einrichtungen ergangen ist und mit welchen Folgen sie Zeit ihres Lebens zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n<p>Die Stiftung hat rund 245 Mio. Euro an 23.837 Betroffene ausgezahlt, weil sie k\u00f6rperliche, psychische sowie sexualisierte Gewalt, ungerechtfertigte medizinische und therapeutische Ma\u00dfnahmen und anderes Leid und Unrecht \u00fcber sich ergehen lassen mussten und heute noch an Folgewirkungen leiden. Den Errichtern der Stiftung war es in der gesamten Stiftungslaufzeit wichtig, m\u00f6glichst alle Betroffenen zu erreichen. Alle Personen, die sich innerhalb der Anmeldefrist gemeldet und die Voraussetzungen erf\u00fcllt haben, haben finanzielle Anerkennungs- und Unterst\u00fctzungsleistungen der Stiftung erhalten.<\/p>\n<p>Die Stiftung hat neben der Aufarbeitung und Anerkennung Impulse f\u00fcr das Wachhalten der Erinnerung an das Geschehene gegeben. Vor allem die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung, aber auch die von Betroffenen mitentwickelte Initiative, Gedenktafeln an Einrichtungen anzubringen und damit eine Auseinandersetzung mit dem oftmals belastenden Thema anzusto\u00dfen, bereichern die vielerorts stattfindende Aufarbeitung und f\u00fchren zu neuen Initiativen.<\/p>\n<p>Trotz grundlegend ver\u00e4nderter Rahmenbedingungen gilt es heute wie in Zukunft, das Wissen pr\u00e4sent zu halten und wachsam zu bleiben, damit Fehlverhalten und Missst\u00e4nde erst gar nicht entstehen. Es gilt, aus der W\u00fcrdigung der Opfer heraus f\u00fcr unser Verhalten in der Zukunft zu lernen. Alle Beteiligten, das hei\u00dft die Politik, die Einrichtungstr\u00e4ger, die Aufsicht, die Leistungstr\u00e4ger, die Einrichtungen vor Ort sowie die Berufsverb\u00e4nde und (Aus-) Bildungsst\u00e4tten sind aufgefordert, sich mit den Erkenntnissen der Stiftung auseinanderzusetzen und Schl\u00fcsse f\u00fcr ihre Arbeit daraus zu ziehen.<\/p>\n<p><strong>Hinweise:<\/strong><br \/>Alle Hintergrundinformationen einschlie\u00dflich eines Abschlussberichts zu der Stiftung Anerkennung und Hilfe erhalten Sie auf der Internetseite des BMAS<\/p>\n<p>Hannover, 28. M\u00e4rz 2023<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.03.2023 Pressemitteilung Stiftung Anerkennung und Hilfe erreicht ihre Ziele und Zwecke Bund, L\u00e4nder und Kirchen errichteten zum 1. 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