{"id":5566,"date":"2023-04-09T15:20:46","date_gmt":"2023-04-09T15:20:46","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/04\/09\/seidenpapier-ueber-dem-altar-ekd\/"},"modified":"2023-04-09T15:20:48","modified_gmt":"2023-04-09T15:20:48","slug":"seidenpapier-ueber-dem-altar-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/04\/09\/seidenpapier-ueber-dem-altar-ekd\/","title":{"rendered":"Seidenpapier \u00fcber dem Altar \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Morgners seidiges Werk ist Teil des Kunstprojektes \u201ePassion\u201c im Rahmen des sogenannten \u201ePurple Path\u201c, ein Skulpturen- und Kunstweg der europ\u00e4ischen Kulturhauptstadt Chemnitz 2025. Zum Start in diesem Jahr gibt es au\u00dfer in Freiberg auch in Chemnitz eine Altarverh\u00fcllung. Die Berliner K\u00fcnstlerin Sabine Herrmann schuf dazu f\u00fcr die katholische Propsteikirche St. Johannes Nepomuk ein Fastentuch mit dem Titel \u201eZeuginnen ohne Text\u201c.<\/p>\n<p>2024 und 2025 soll es weitere Aktionen in der Passions- und Fastenzeit geben. Derzeit w\u00fcrden Kirchen in Chemnitz und im Umland ausgesucht, sagt Kulturhauptstadt-Pfarrer Holger Bartsch. Im n\u00e4chsten Jahr sollen es maximal f\u00fcnf Orte werden. Insgesamt seien etwa zw\u00f6lf Fastent\u00fccher geplant &#8211; gestaltet mit den Mitteln der Malerei, Zeichnung, Fotografie oder als Installation.<\/p>\n<p>\u201eWir wollen regionale, aber auch \u00fcberregional bekannte K\u00fcnstler ansprechen\u201c, sagt Bartsch. Mit der Altarverh\u00fcllung werde ein sensibler und zugleich zentraler Raum eines Kirchengeb\u00e4udes gew\u00fcrdigt. Die Kunstwerke lenkten auf besondere Weise die Aufmerksamkeit auf diese Mitte. Es gebe keine Vorgaben f\u00fcr die Gestaltung der Werke, sagt Bartsch. Der religi\u00f6se Begriff \u201ePassion\u201c schlie\u00dfe auch die k\u00fcnstlerische Leidenschaft mit ein.<\/p>\n<p>Morgner hatte sein Fastentuch schon vor einigen Jahren fertiggestellt. Damals habe er noch nicht einmal gewusst, ob und wo es h\u00e4ngen wird, sagt der heute 80-j\u00e4hrige K\u00fcnstler. Er habe \u201eso ein Werk einfach mal machen\u201c wollen. Danach habe es bei ihm auf dem Schrank gelegen. Umso mehr freue er sich, dass es jetzt im Freiberger Dom \u00f6ffentlich zu sehen ist &#8211; \u00fcber dem Altar von 1560 und neben der ber\u00fchmten Tulpenkanzel aus dem fr\u00fchen 16. Jahrhundert. An so einem prominenten Ort ausstellen zu d\u00fcrfen, sei eine gro\u00dfe Ehre.<\/p>\n<p>\u00dcber die Pr\u00e4sentation mit dem Titel \u201eEcce Homo &#8211; Siehe, der Mensch!\u201c freut sich Morgner. Auch Besucherinnen und Besuchern gef\u00e4llt es offenbar. Sie h\u00e4tten ihm schon viele positive R\u00fcckmeldungen gegeben, erz\u00e4hlt der Chemnitzer. Das sei keinesfalls selbstverst\u00e4ndlich f\u00fcr einen K\u00fcnstler.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Fastentuch habe er das d\u00fcnnste Seidenpapier verwendet, das es gebe. Das gesamte Werk wiegt nur etwa ein Kilogramm. Die Knitterfalten der Seidenbl\u00e4tter sollen Narben des Lebens symbolisieren. Der Farbverlauf f\u00fchrt vom Dunkel unten ins Helle nach oben &#8211; ein Synonym f\u00fcr die Auferstehung Jesu und die Weite des Himmels.<\/p>\n<p>\u201eIn dieser einfachen Arbeit stecken alle Erfindungen meines Lebens\u201c, sagt Morgner. Bekannt ist er f\u00fcr Darstellungen von gebeugten und geschundenen, aber auch von aufrechten und stolzen Menschen. Seine Figuren stehen f\u00fcr Leidensf\u00e4higkeit und Widerstand, f\u00fcr die Kraft des Menschen. Daf\u00fcr hat der 1942 in Chemnitz geborene K\u00fcnstler markante und abstrahierte Formen gefunden, die in vielen seiner Werke auftauchen. Zu seinem Markenzeichen ist das Motiv des \u201eSchreitenden\u201c geworden, das er \u00fcber Jahre weiterentwickelte.<\/p>\n<p>Noch bis zum fr\u00fchen Ostermorgen verh\u00fcllt Morgners Fastentuch den Altar im Freiberger Dom. In der Osternachtfeier soll es abgenommen werden.<\/p>\n<p class=\"md-authorline\" style=\"margin-left:0cm; margin-right:0cm; text-align:right\"><em>Von Katharina R\u00f6gner (epd)<\/em><\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Morgners seidiges Werk ist Teil des Kunstprojektes \u201ePassion\u201c im Rahmen des sogenannten \u201ePurple Path\u201c, ein Skulpturen- und Kunstweg der europ\u00e4ischen<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":5567,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5566"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5566"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5566\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5568,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5566\/revisions\/5568"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/5567"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5566"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5566"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5566"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}