{"id":5751,"date":"2023-06-14T16:23:19","date_gmt":"2023-06-14T16:23:19","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/06\/14\/13-06-2023-zum-70-geburtstag-von-juergen-kaiser\/"},"modified":"2023-06-14T16:23:19","modified_gmt":"2023-06-14T16:23:19","slug":"13-06-2023-zum-70-geburtstag-von-juergen-kaiser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/06\/14\/13-06-2023-zum-70-geburtstag-von-juergen-kaiser\/","title":{"rendered":"13.06.2023 Zum 70. Geburtstag von J\u00fcrgen Kaiser"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.elk-wue.de\/\" \/><\/p>\n<div id=\"c43338\">\n<header>\n<h2 class=\"b_is-headline\">Zum 70. Geburtstag von J\u00fcrgen Kaiser<\/h2>\n<h3>Der Pfarrer, Journalist und Medienpionier ist auch im Ruhestand aktiv<\/h3>\n<\/header>\n<p>Stuttgart. Der bekannte Pfarrer und Journalist J\u00fcrgen Kaiser feiert am 16. Juni in Stuttgart-Feuerbach seinen 70. Geburtstag. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl gratuliert dem Medienpionier und w\u00fcnscht dem ehemaligen Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Ev. Medienhauses in Stuttgart Gottes Segen. \u00dcber mehrere Jahrzehnte hinweg habe Kaiser die w\u00fcrttembergische Landeskirche in den Medien pr\u00e4sent und wahrnehmbar gehalten, begabte Nachwuchskr\u00e4fte gef\u00f6rdert und sich engagiert auch in neue Medienbereiche hineingewagt, hob Gohl hervor. Er w\u00fcnsche J\u00fcrgen Kaiser weiterhin Gesundheit und viel Freude bei seinen zahlreichen Unternehmungen.<\/p>\n<p>Kaiser ist in Gr\u00f6tzingen (heute Aich) geboren und in Wendlingen aufgewachsen. Bereits mit 17 Jahren hat er seinen ersten Artikel f\u00fcr die N\u00fcrtinger\/Wendlinger Zeitung geschrieben und zu seiner \u00dcberraschung, wie er erkl\u00e4rt, daf\u00fcr auch ein Honorar von 9 DM erhalten. Dem Schreiben ist er bis heute treu geblieben. Seine in der Diakonie-Zeitschrift \u201eKonsequenzen\u201c begonnene Reihe \u201eSo isch noh au wieder\u201c wurde ab 2015 als Buchreihe ver\u00f6ffentlicht. Mittlerweile sind acht B\u00e4nde der \u201eSchwabengeschichten\u201c im Evangelischen Verlag Stuttgart erschienen.<\/p>\n<p>Geschichten erz\u00e4hlen habe er in der Kinderkirche und der Jugendarbeit gelernt, verr\u00e4t Kaiser. Auch mit seinem damaligen Geistlichen, dem sp\u00e4teren Pr\u00e4laten Paul Dietrich, habe er viel diskutiert. Dieser habe ihn zum Theologiestudium aufgefordert und ins Evangelische Stift in T\u00fcbingen verwiesen. In seinen weiteren Studienorten habe er wertvolle kulturelle und theologische Erfahrungen sammeln k\u00f6nnen, in G\u00f6ttingen das Luthertum und in Edinburgh dank Studenten aus aller Welt und theologischer Differenzen tiefe, ernsthafte Glaubens\u00fcberzeugungen kennengelernt. Echte Horizonterweiterungen, wie Kaiser betont. Nach seinem Examen 1979 trat er sein Vikariat in L\u00f6chgau an und wurde sofort auch Chefredakteur der Vikarszeitschrift \u201eUnstand\u201c. Das habe ihm einige heikle Gespr\u00e4che mit der Kirchenleitung eingehandelt, da die anderen Autoren ihre Artikel anonym verfassten und immer alles Kritische auf ihn zur\u00fcckfiel. Als er sich dann pers\u00f6nlich gegen den Abriss einer ehemaligen Synagoge in Freudental einsetzte, die heute als ein P\u00e4dagogisch-Kulturelles Centrum genutzt wird, und auch noch einen schriftlichen Einspruch gegen den Bau von Neckar-Westheim II einreichte, habe sich das kritische Verh\u00e4ltnis zu seinem damaligen Dekan nicht gerade verbessert, erinnert sich Kaiser.<\/p>\n<p>Kaiser wollte sich deshalb journalistisch weiterbilden und erhielt daf\u00fcr ein Stipendium vom \u00d6kumenischen Rat der Kirchen. Nach Boston sollte es gehen, Kaiser war inzwischen in Rommelshausen im Pfarrdienst t\u00e4tig, da wurde das Stipendium abgesagt. Oberkirchenrat Walter Arnold wollte sein Talent ebenfalls f\u00f6rdern und wies ihn auf den Studiengang in Hohenheim hin. Kaiser wurde beurlaubt und schaffte den Studiengang in nur drei Semestern, indem er die vorgeschriebenen Praktika nebenher machte und oft auch nachts arbeitete. Seinen Abschluss als Diplomjournalist schaffte er dennoch als Jahrgangsbester. Deshalb bot ihm Hohenheim sp\u00e4ter an, angehende Journalistinnen und Journalisten zu unterrichten. Kaiser wiederum erkannte die gro\u00dfe Chance, fr\u00fch Talente sichten zu k\u00f6nnen und diese als Volont\u00e4re f\u00fcrs Ev. Medienhaus zu gewinnen.<\/p>\n<p>Es war wiederum Arnold, der ihn nach dem Journalistikstudium in eine Runde von Pfarrerinnen und Pfarrern berief, die in Zusammenarbeit mit den neuen Privatsendern kirchliche Formate entwickeln und versehen sollten. 1986 war das nur ein 50%-Auftrag neben dem Gemeindepfarramt, f\u00fcr ihn bei den Sendern in der Pr\u00e4latur Stuttgart, berichtet Kaiser. \u201eDa Oberkirchenrat Arnold merkte, wie uns dieses Nebeneinander \u00fcberforderte, lud er uns zusammen mit den Ehepartnern ein, um sich selbst im Gespr\u00e4ch mit allen ein Bild zu verschaffen. Danach wurden die Stellen in 100%-Dienstauftr\u00e4ge ver\u00e4ndert\u201c, erz\u00e4hlt Kaiser.<\/p>\n<p>Es folgte die Gr\u00fcndung der Evangelischen Rundfunkagentur (ERA) und die Zusammenf\u00fchrung im Ev. Pressehaus in Stuttgart. Kurz darauf stieg die Landeskirche mit einem eigenen Magazin auch bei den privaten Fernsehsendern ein. Nach ersten Schwierigkeiten wurde Kaiser diese Aufgabe verantwortlich \u00fcbertragen und die IMATEL GmbH gegr\u00fcndet. 1999 wurden alle Medienaktivit\u00e4ten in der Ev. Medienhaus GmbH geb\u00fcndelt und Kaiser einer der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Als solcher stieg er 2006 mit einer Beteiligung, die deutlich mehr Sendezeit und Reichweite verschaffte und verschiedene Formate erm\u00f6glichte, beim regionalen Fernsehsender BW Family TV mit ein. Wegen der gesteigerten Bewegtbild-Produktion gr\u00fcndete er bald auch die Videoplattform www.kirchenfernsehen.de und entwickelte mit dem Ev. Medienhaus auch erste Social Media Konzepte und Aktivit\u00e4ten f\u00fcr Sch\u00fclerVZ, StudiVZ und Facebook. Viele seiner ehemaligen Volont\u00e4re aus dem Ev. Medienhaus sind heute bei gro\u00dfen Sendern t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Als ein letztes Highlight seines Berufslebens sieht Kaiser die w\u00fcrttembergische Pr\u00e4senz im Jahr 2017 bei der Reformationsausstellung in Wittenberg. \u00dcber mehrere Monate hinweg wurden dort an historischer St\u00e4tte in der Wittenberger Schmiede, in der das ber\u00fchmte \u201eSchwerter zu Pflugscharen\u201c-Friedenssymbol entstand, tausende G\u00e4ste begr\u00fc\u00dft, die fr\u00f6hlich \u00fcber den evangelischen Glauben diskutierten.<\/p>\n<p>In seinem Ruhestand engagiert sich Kaiser ehrenamtlich in seinem Wohnviertel als Stiftungsratsvorsitzender der Feuerbacher Stiftung \u201eZeit f\u00fcr Menschen\u201c und als zweiter stellvertretender Vorsitzender des B\u00fcrgervereins Feuerbach. Das soziale Engagement und das Zusammenf\u00fchren der Menschen liege ihm am Herzen. Seine Frau Christine M\u00fcller-Kaiser, sie war Lehrerin und ist inzwischen ebenfalls im Ruhestand, habe daf\u00fcr Verst\u00e4ndnis. Es bliebe jetzt schon auch Zeit f\u00fcr die beiden erwachsenen Kinder, die weiter weg wohnen, und die drei Enkel, f\u00fcr die er der \u201eSp\u00e4tzles-Opa\u201c sei. Bei ihm lernen sie schw\u00e4bisch \u201eschw\u00e4tze\u201c und kochen. Seinen runden Geburtstag feiert Kaiser mit Familie, Freunden und vielen Weggef\u00e4hrten. Statt Geschenken w\u00fcnscht er sich Spenden f\u00fcr die Schneller-Schulen im Libanon und Jordanien. Etwas miteinander teilen, das bereite ihm die gr\u00f6\u00dfte Freude, begr\u00fcndet Kaiser sein aktuelles Engagement.<\/p>\n<p>Dan Peter<br \/>Sprecher der Landeskirche<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum 70. Geburtstag von J\u00fcrgen Kaiser Der Pfarrer, Journalist und Medienpionier ist auch im Ruhestand aktiv Stuttgart. 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