{"id":5838,"date":"2023-07-12T12:55:41","date_gmt":"2023-07-12T12:55:41","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/07\/12\/die-liaison-von-post-und-kirche-ekd\/"},"modified":"2023-07-12T12:55:43","modified_gmt":"2023-07-12T12:55:43","slug":"die-liaison-von-post-und-kirche-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/07\/12\/die-liaison-von-post-und-kirche-ekd\/","title":{"rendered":"Die Liaison von Post und Kirche \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>F\u00fcr die Post handelt es sich um eine strategische Entscheidung. Bislang stehen in Deutschland mehr als 12.000 Packstationen zum gro\u00dfen Teil bei Discountern, erl\u00e4utert Tim Ewering vom Strategischen Partnermanagement der DHL Group. K\u00fcnftig wolle man aber noch n\u00e4her bei den Empf\u00e4ngern sein und suche deshalb auch Standorte in Wohngebieten. Da die Zahl der Packstationen schrittweise auf bis zu 15.000 erweitert werden soll, kommt nun auch die Kirche als m\u00f6gliche Partnerin ins Spiel, die in jedem Dorf und Stadtteil pr\u00e4sent ist.<\/p>\n<p>Die Kundenn\u00e4he hat auch einen \u00f6kologischen Vorteil: Zustellungen per Packstation senken den Aussto\u00df von klimasch\u00e4dlichem CO2. \u201eWir reduzieren im Durchschnitt bis zu 30 Prozent auf der letzten Meile\u201c, sagt Ewering. Wer ein Paket abholen oder aufgeben wolle, habe k\u00fcnftig k\u00fcrzere Wege und k\u00f6nne oft sogar aufs Auto verzichten.<\/p>\n<p>Diesen Nutzen sieht Gerald Wiegand von der Bauberatung der Evangelischen Landeskirche in W\u00fcrttemberg ebenfalls. Eine Packstation am Gemeindehaus oder Kirchengarten bringt aber auch den Ortsgemeinden Vorteile, vor allem Mieteinnahmen. Laut Rahmenvertrag zwischen Landeskirche und Post sollen diese pro Paketmodul 80 Euro im Jahr betragen &#8211; bei einer Station mit acht bis zehn Modulen also immerhin 640 bis 800 Euro.<\/p>\n<p>Die Entscheidung, ob ein Automat f\u00fcrs Abholen und Aufgeben von Paketen aufgestellt wird, liegt im Ermessen der jeweiligen Kirchengemeinde. Dabei muss sie nat\u00fcrlich auf Fragen des Denkmalschutzes R\u00fccksicht nehmen. Und wenn der Solarstrom auf der Station nicht reichen sollte, braucht es f\u00fcr die Energie auch eine Leitung auf dem Gel\u00e4nde.<\/p>\n<p>Damit nicht jede Gemeinde einzeln aufwendig mit der Post verhandeln muss, hat sich der Oberkirchenrat mit den Post-Verantwortlichen auf einen Rahmen geeinigt. Auf diese Weise solle der b\u00fcrokratische Aufwand vor Ort verringert werden, erl\u00e4utert Wiegand.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Kirchengemeinden hei\u00dft das: Wenn man sich auf einen Standort geeinigt hat, sollte das Ganze ein Selbstl\u00e4ufer sein. Lediglich bei der Frage der Verkehrssicherheit k\u00f6nnte sich der Aufwand ein wenig vergr\u00f6\u00dfern, denn etwa bei Schneefall muss der Vermieter &#8211; also die Ortsgemeinde &#8211; f\u00fcr ger\u00e4umte Wege sorgen.<\/p>\n<p>Hat der Kirchengemeinderat einer Standortanfrage zugestimmt, \u00fcbernimmt die Post laut Tim Ewering das \u201eRundum-Sorglos-Paket\u201c: Kontaktaufnahme zu \u00c4mtern, Dokumentation, Ortsbegehung, Bauantrag, Aufstellen der Packstation auf einem festen Fundament. Die Zeit zwischen Entscheidung und Inbetriebnahme sch\u00e4tzt er auf rund ein halbes Jahr. Deshalb k\u00f6nnte es zur Jahreswende schon die ersten Automaten auf kirchlichen Grundst\u00fccken in W\u00fcrttemberg geben.<\/p>\n<p>Die Landeskirche ist f\u00fcr die Post in diesem Bereich das Pilotprojekt. Es gebe zwar auch in andere Regionen hinein kirchliche Kontakte, doch sei man in W\u00fcrttemberg am weitesten. \u201eWir sind sehr gespannt, auf die weitere Entwicklung, wie das laufen wird\u201c, sagt Ewering.<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die Post handelt es sich um eine strategische Entscheidung. 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