{"id":6047,"date":"2023-09-11T14:59:25","date_gmt":"2023-09-11T14:59:25","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/09\/11\/hiwwe-und-driwwe-singen-fuer-frieden-ekd\/"},"modified":"2023-09-11T14:59:27","modified_gmt":"2023-09-11T14:59:27","slug":"hiwwe-und-driwwe-singen-fuer-frieden-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/09\/11\/hiwwe-und-driwwe-singen-fuer-frieden-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eHiwwe und driwwe\u201c singen f\u00fcr Frieden \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger von \u201ehiwwe und driwwe\u201c formten nun den neuen, grenz\u00fcberschreitenden Chor. Mitsingen darf, wer will &#8211; Herkunft, Alter oder Konfession spielen keine Rolle. \u201eEs geht darum, dass sich Leute zusammenfinden und Spa\u00df am Singen haben\u201c, sagt die ehrenamtliche Chorleiterin Martin-Seiwert. Ihr Ehemann Marc &#8211; der fr\u00fchere protestantische Dekan von Wissembourg &#8211; singt auch mit.<\/p>\n<p>15 bis 20 Mal im Jahr gestaltet der Kirchenchor Gottesdienste auf beiden Seiten der Grenze mit, oft auf Einladung der Kirchengemeinden. Auch bei einer Gedenkveranstaltung im els\u00e4ssischen Froeschwiller war er dabei, wo 1870 die erste gr\u00f6\u00dfere Schlacht im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg stattfand.<\/p>\n<p>L\u00e4ngst gibt es zwar in der eng verwachsenen Grenzregion keine Schlagb\u00e4ume mehr. Und doch wissen gerade die \u00c4lteren, dass der Frieden und die Vers\u00f6hnung zwischen Deutschen und Franzosen nach vielen Kriegen eine Errungenschaft sind.<\/p>\n<p>Auch deshalb nimmt der Kirchenchor besonders gerne Friedenslieder ins Programm. Etwa jeweils zur H\u00e4lfte besteht es aus franz\u00f6sischen und deutschen St\u00fccken, darunter ist der Choral \u201eJesus bleibt meine Freude\u201c von Johann Sebastian Bach. \u201eGebt dem Jesus auf dem ersten Ton \u00e4 bissel Schwung\u201c, pl\u00e4diert Chorleiterin Martin-Seiwert. Beim anschlie\u00dfenden franz\u00f6sischen St\u00fcck hilft eine els\u00e4ssische S\u00e4ngerin ihrer Nachbarin: \u201eDas E wird als \u00d6 gesprochen.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWir sind hier nicht Franzosen oder Deutsche, sondern Europ\u00e4er\u201c, sagt Walter Ringshauser (73), der Presbyter in seiner Kirchengemeinde in Bad Bergzabern ist. Auch Daniela Stunkel aus Bad Bergzabern sch\u00e4tzt das gute Miteinander. \u201eEs sind so viele Freundschaften entstanden aus dem Chor\u201c, sagt die Katholikin, die urspr\u00fcnglich aus Berlin stammt.<\/p>\n<p>Helga Richard, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre Heimat verlor, ist stolz, im Chor zu sein. \u201eEr ist ein Zeichen der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung.\u201c Marguerite Dambacher aus Wissembourg nickt. Schon als Kind habe sie gerne deutsche Lieder gesungen, erz\u00e4hlt die Els\u00e4sserin. Das gemeinsame Singen schlage Br\u00fccken zwischen den Menschen der einst verfeindeten Nationen. \u201eDas ist wichtig f\u00fcr unsere Jeunesse, die Jugend.\u201c<\/p>\n<p>Der Chor\u00e4lteste, ein Senior von 85 Jahren, wei\u00df, welche Wunden der Krieg in der Region gerissen hat. \u201eDamals kamen wir nicht zusammen\u201c, erinnert er sich an die Zeit der franz\u00f6sischen Besatzung nach 1945. \u201eWir k\u00f6nnen froh sein, dass wir es heute tun.\u201c<\/p>\n<p>Der deutsch-franz\u00f6sische Kirchenchor Bad Bergzabern-Wissembourg<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger von \u201ehiwwe und driwwe\u201c formten nun den neuen, grenz\u00fcberschreitenden Chor. 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