{"id":6131,"date":"2023-10-04T18:05:28","date_gmt":"2023-10-04T18:05:28","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/10\/04\/39-robert-geisendoerfer-preis-fuer-hoerfunk-fernseh-und-onlineproduktionen-ekd\/"},"modified":"2023-10-04T18:05:31","modified_gmt":"2023-10-04T18:05:31","slug":"39-robert-geisendoerfer-preis-fuer-hoerfunk-fernseh-und-onlineproduktionen-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/10\/04\/39-robert-geisendoerfer-preis-fuer-hoerfunk-fernseh-und-onlineproduktionen-ekd\/","title":{"rendered":"39. Robert Geisend\u00f6rfer Preis f\u00fcr H\u00f6rfunk-, Fernseh- und Onlineproduktionen \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Die feierliche Verleihung des Robert Geisend\u00f6rfer Preises 2023 findet heute, den 4. Oktober 2023, beim Hessischen Rundfunk (hr) in Frankfurt am Main statt. In diesem Jahr in Verbindung mit einem Festakt zum 50-j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), dessen Gr\u00fcndungsdirektor Robert Geisend\u00f6rfer war. 2023 erhalten insgesamt acht Produktionen den evangelischen Medienpreis. Die Jury \u201eAllgemeine Programme\u201c vergibt jeweils zwei Preise f\u00fcr H\u00f6rfunk-, Fernseh- und Onlineformate. Die Jury \u201eKindermedien\u201c verleiht ebenfalls zwei Preise. Au\u00dferdem findet die Ehrung der Sonderpreistr\u00e4gerinnen der Jury 2023 statt.<\/p>\n<p>Die Jury \u201eAllgemeine Programme\u201c des Robert Geisend\u00f6rfer Preises unter Leitung des Vorsitzenden Kirchenpr\u00e4sident Volker Jung zeichnete folgende Produktionen aus:<\/p>\n<p><strong>H\u00f6rfunk<\/strong><\/p>\n<p><em>H\u00f6rst\u00fcck \u201eCampo\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Laura Uribe (Autorin) und Friederike Wigger (Regisseurin). Deutschlandfunk Kultur 2022, Redaktion: Feature, H\u00f6rspiel, Radiokunst, Verantwortliche Redakteurin: Barbara Gerland. Begr\u00fcndung der Jury: In \u201eCampo\u201c erz\u00e4hlt die mexikanische Journalistin, Regisseurin, Autorin und K\u00fcnstlerin Laura Uribe die Geschichte der \u201eRastreadores\u201c, mexikanischen Frauen auf der Suche nach ihren Angeh\u00f6rigen, die von Kartellen verschleppt, umgebracht und verscharrt wurden. Das dokumentarische H\u00f6rspiel verbindet unter der Regie von Friederike Wigger Spielszenen eines starken deutschen Schauspielensembles mit treffenden, beklemmenden Beschreibungen und Originalt\u00f6nen aus Laura Uribes Begleitung der Suchaktionen. In der Mischung aus dokumentarischen und fiktionalen Teilen entsteht so ein Bericht, der atmosph\u00e4risch und mitrei\u00dfend, erschreckend und drastisch, dabei aber nie voyeuristisch oder \u00fcberbordend urteilend ist.<\/p>\n<p><em>H\u00f6rst\u00fcck \u201eIhre Angst spielt hier keine Rolle\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Beatrix Ackers (Regisseurin) und Marie von Kuck (Autorin). Deutschlandfunk 2022, Redaktion: Feature, H\u00f6rspiel, Radiokunst, Verantwortlicher Redakteur: Wolfgang Schiller. Begr\u00fcndung der Jury: Marie von Kuck l\u00e4sst uns in ihrem Feature, das unter der Regie von Beatrix Ackers entstanden ist und von DLF Kultur ausgestrahlt wurde, aufhorchen. Frauen, die zum Opfer m\u00e4nnlicher Gewalt werden, m\u00fcssen oft genug hilflos mitansehen, wie sie zum zweiten Mal in die Opferrolle gedr\u00e4ngt werden: Im Streit ums Sorgerecht vor Gericht prallt, wer die erlittene Gewalt geltend machen will, allzu h\u00e4ufig an einer juristischen Grundhaltung ab, die das vermeintliche Kindeswohl immer nur bei beiden Eltern verortet.<\/p>\n<p><strong>Fernsehen<\/strong><\/p>\n<p><em>Film \u201eKalt\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Franziska Hartmann (Schauspielerin), Prof. Dr. Hans-Ullrich Krause (Autor) und Stephan Lacant (Regie). WDR 2022, Redaktion: Programmbereich Fiktion, Verantwortliche Redakteurin: Caren Toennissen.\u00a0 Begr\u00fcndung der Jury: Der Erzieherin Kathleen Selchow passiert das Schlimmste, was einer Erzieherin passieren kann: Bei einem Ausflug mit einer Kindergruppe im November auf ein Feld verschwinden unbemerkt zwei Kinder und sterben sp\u00e4ter. Dieser Film besch\u00f6nigt nichts. Die Bilder sind ents\u00e4ttigt, k\u00fchler geht es kaum. Man durchlebt die Katastrophe mit ihr und f\u00fchlt die Einsamkeit der jungen Frau, die sich selbst ihre Schuld nicht vergeben kann. \u201eUnd vergib uns unsere Schuld\u201c \u2013 selten hat ein Film so eindr\u00fccklich gezeigt, wie wichtig und wie schwierig das ist: sich selbst und anderen vergeben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><em>Dokuprojekt \u201eZum Schwarzw\u00e4lder Hirsch\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Andr\u00e9 Dietz (Schauspieler, Mentor), die K\u00fcchencrew, Sascha Gr\u00f6hl (Regie, Produzent) und Tim M\u00e4lzer (Fernsehkoch). VOX Television GmbH 2022, Verantwortliche Redakteure: Britta Eschenbach, Ulrich Klugius, Laura Pelzer. Begr\u00fcndung der Jury: Dreizehn motivierte Menschen mit Downsyndrom, im Beh\u00f6rdensprech \u201enicht ausbildungsf\u00e4hig\u201c, lernen mit Unterst\u00fctzung von Tim M\u00e4lzer und Andr\u00e9 Dietz Fertigkeiten in der K\u00fcche und im Service des Hofguts Himmelreichs, eines Inklusionbetriebs. Wobei das Lernen vice versa erfolgt. Besonders sind in diesem beispielhaften, spannenden Unterhaltungsformat die Genauigkeit, die Offenheit, der Respekt und das Vertrauen, aber auch die Pr\u00e4sentation der Schwierigkeiten und Hindernisse, die das Ausbildungsexperiment begleiten. Ein Lehrst\u00fcck der W\u00fcrde und Humanit\u00e4t \u2013 und hervorragendes Fernsehen.<\/p>\n<p><strong>Online<\/strong><\/p>\n<p><em>ZDF-Format \u201e13 Fragen\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Niels Folta (Autor), Salwa Houmsi (Moderatorin), Katharina Lauck (Autorin) und Jo Sch\u00fcck (Moderator). ZDF, Produzent: Bastian Asdonk, HYPERBOLE MEDIEN GmbH, Verantwortlicher Redakteur: Prof. Dr. Stefan M\u00fcnker (ZDF). Begr\u00fcndung der Jury: Statt Geschrei Argumente, statt Gr\u00e4ben zementieren echtes Aufeinanderzugehen \u2013 \u201e13 Fragen\u201c ist ein Gespr\u00e4chskulturformat, wie man es ansonsten nicht findet; weder auf Social Media noch sonst im \u00f6ffentlichen Diskurs. Die Moderatoren Salwa Houmsi und Jo Sch\u00fcck geben die Spielregeln vor, ihre G\u00e4ste bewegen sich im Austausch der Argumente und durch Ver\u00e4nderungen ihrer Positionen auf einem Spielfeld mit farblich schraffierten Feldern aufeinander zu. Das funktioniert hervorragend. Man bleibt h\u00e4ngen, h\u00f6rt zu, denkt mit. \u201e13 Fragen\u201c ist dabei durchaus anspruchsvoll. Das kluge Setting, die Themenwahl der Autoren Katharina Lauck und Niels Folta sorgen daf\u00fcr, dass man dranbleibt. Und ein hervorragendes Diskursformat erlebt.<\/p>\n<p><em>Podcast \u201eDie Flut\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Till Krause (Head-Autor), Laura Krzikalla (Head-Autorin) und Marius Reichert (Host). WDR\/SWR 2022, Autor*innen: Christina Nover und Constantin Pl\u00e4cking (SWR), Sabine B\u00fcttner und Kay Bandermann (WDR), Projektleitung: Cynthia Walther (SWR), Ralf Becker und Christian Beisenherz (WDR), Schnitt: Sarah Fitzek, Christina Gabriel und Michael Franke (WDR), Sounddesign: Studio f\u00fcr Klangdesign (WDR), Musik: Volker Bertelmann. Begr\u00fcndung der Jury: Der Podcast \u201eDie Flut\u201c bringt uns die Katastrophe im Ahrtal ganz nah: Die Geschichte der 22-j\u00e4hrigen Johanna, die in den Fluten ums Leben kam, steht f\u00fcr das Schicksal der 134 Opfer und geht den H\u00f6rerinnen und H\u00f6rern zu Herzen, trifft ins Gem\u00fct und l\u00f6st Fragen aus. Eine einf\u00fchlsame Reportage von WDR und SWR \u00fcber eine Naturkatastrophe, die aufgrund der klimatischen Ver\u00e4nderungen nicht die letzte in unserem Land gewesen sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Kindermedien<\/strong><\/p>\n<p>Die Jury \u201eKindermedien\u201c des Robert Geisend\u00f6rfer Preises verleiht unter Leitung des Vorsitzenden Udo Hahn ihre Preise an folgende Produktionen:<\/p>\n<p><em>Dokuserie \u201e#Ukraine \u2013 mein Land im Krieg\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Susanne Brahms (Produzentin), Mitya Churikov (Regisseur) und Michaela Herold (verantwortliche Redakteurin). Radio Bremen, Co-Produktionen mit rbb\/SWR\/MDR\/HR und KiKa, Produktionsfirma: blindCat Documentary GmbH 2022, Redaktion: PB Gesellschaft &amp; Entertainment, Verantwortliche Redakteurin Radio Bremen: Michaela Herold. Begr\u00fcndung der Jury: In der zehnteiligen Dokureihe erz\u00e4hlen Kinder aus der Ukraine von ihrem Alltag im Krieg. Die Filme f\u00fchren den im Frieden lebenden deutschen Kindern vor Augen, vor welche Herausforderungen Gleichaltrige durch den Krieg gestellt werden. Diese Art der Berichterstattung macht die Folgen und Auswirkungen einer derartigen Katastrophe auch f\u00fcr eine junge Zielgruppe greifbar. Die Reihe weckt Empathie und Mitgef\u00fchl, sie verdeutlicht, was Krieg bedeutet, ohne \u00c4ngste zu sch\u00fcren.<\/p>\n<p><em>H\u00f6rspiel \u201eDer sch\u00f6nste Tag im Leben\u201c:<\/em><\/p>\n<p>Den Preis erhalten Andreas Kaufmann (Autor) und Bernhard Sch\u00fctz (Sprecher).<\/p>\n<p>rbb Co-Produktion NDR 2022, Redaktion: Familie &amp; Kinder\/ OHRENB\u00c4R, Verantwortliche Redakteurin: Sonja Kessen. Begr\u00fcndung der Jury: Das H\u00f6rspiel \u00fcber eine aufm\u00fcpfige Eintagsfliege aus der RBB-Reihe \u201eOhrenb\u00e4r\u201c vermittelt Resilienz und Zukunftskompetenz. Die Jury lobt das H\u00f6rspiel als gleicherma\u00dfen tiefgr\u00fcndig wie unpr\u00e4tenti\u00f6s, zumal die Geschichte nicht nur auf unterhaltsame Weise informativ ist, sondern auch zu einer zuversichtlichen Haltung animiert: weil sie verdeutlicht, was alles m\u00f6glich w\u00e4re, selbst wenn man nur einen Tag Zeit h\u00e4tte.<\/p>\n<p><strong>Sonderpreis der Jury 2023<\/strong><\/p>\n<p>Die Jury des Robert Geisend\u00f6rfer Preises 2023 w\u00fcrdigt in diesem Jahr \u201eInto the Wild\u201c, ein Mentoring-Programm f\u00fcr junge Filmemacherinnen. Der Sonderpreis geht an: Isabell \u0160uba und Catalina Fl\u00f3rez. Begr\u00fcndung der Jury: Den Filmnachwuchs in Deutschland f\u00f6rdern viele Programme, aber selten passiert das so konsequent und zielgerichtet wie bei \u201eInto the Wild\u201c. Das von Isabell \u0160uba initiierte und von Catalina Fl\u00f3rez koordinierte Programm vernetzt Absolventinnen aller Filmhochschulen in<\/p>\n<p>Deutschland mit Mentorinnen aus der Branche und erleichtert so den Einstieg in ein immer noch stark m\u00e4nnlich gepr\u00e4gtes Arbeitsumfeld. Die Nachhaltigkeit der Arbeit und die Selbstverpflichtung zu Weiterentwicklung und Diversit\u00e4t zeichnen \u201eInto the Wild\u201c aus und machen das Programm besonders zukunftsf\u00e4hig und f\u00f6rdernswert.<\/p>\n<p>Moderiert wird die Verleihung der Robert Geisend\u00f6rfer Preises von der Journalistin und Moderatorin Anne Chebu. An dem Wettbewerb beteiligen sich j\u00e4hrlich \u00f6ffentlich-rechtliche und private Rundfunkveranstalter sowie Verantwortliche und Kreative von Onlineformaten. Ausgezeichnet werden H\u00f6rfunk-, Fernseh- und Onlineformate aus allen Programmsparten, die das pers\u00f6nliche und soziale Verantwortungsbewusstsein st\u00e4rken, zum guten Miteinander von Einzelnen, Gruppen, V\u00f6lkern und zur gegenseitigen Achtung der Geschlechter beitragen. Die Preise sind jeweils mit 5.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.<\/p>\n<p>Bildmaterial von der Preisverleihung und den einzelnen Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4gern finden Sie am Abend der Preisverleihung ab 21.30 Uhr zum Download unter: https:\/\/www.geisendoerferpreis.de\/presse<\/p>\n<p>Gerne vermitteln wir auch Intervieww\u00fcnsche mit den Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4gern. Pressekontakt am Tag der Preisverleihung: Torsten Spille, Tel.: 0170 6085496.<\/p>\n<p>Hannover, 4. Oktober 2023<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Pressestelle der EKD<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die feierliche Verleihung des Robert Geisend\u00f6rfer Preises 2023 findet heute, den 4. 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