{"id":6176,"date":"2023-10-11T05:34:54","date_gmt":"2023-10-11T05:34:54","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/10\/11\/es-geht-um-den-groesstmoeglichen-effektiven-schutz-des-lebens-ekd\/"},"modified":"2023-10-11T05:34:57","modified_gmt":"2023-10-11T05:34:57","slug":"es-geht-um-den-groesstmoeglichen-effektiven-schutz-des-lebens-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/10\/11\/es-geht-um-den-groesstmoeglichen-effektiven-schutz-des-lebens-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eEs geht um den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen effektiven Schutz des Lebens\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"11.10.2023 07:00\" class=\"article--time\">11.10.2023<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">Rat der EKD nimmt Stellung zu einer m\u00f6glichen Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p class=\"EKDFlietext\">Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat sich zur Debatte um eine m\u00f6gliche gesetzliche Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs ge\u00e4u\u00dfert. \u201eDas Lebens-Verh\u00e4ltnis zwischen schwangerer Frau und dem Embryo ist einzigartig. Beide sind untrennbar miteinander verbunden\u201c, so die EKD-Ratsvorsitzende Annette Kurschus. \u201eZugleich ist die Schwangere in ihrem Leben eingebunden in soziale und gesellschaftliche Bez\u00fcge. Das Menschenrecht auf Selbstbestimmung gilt f\u00fcr sie wie f\u00fcr jeden anderen Menschen weltweit.\u201c Dem Rat der EKD gehe es \u201eum den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen effektiven Schutz des Lebens nicht gegen die Rechte der Frau, sondern durch deren St\u00e4rkung. Mit unserer Stellungnahme m\u00f6chten wir einen ersten Impuls geben f\u00fcr eine sachliche Debatte zu einer Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs\u201c, so die Ratsvorsitzende.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">In einem heute ver\u00f6ffentlichten Positionspapier tritt der Rat daf\u00fcr ein, \u201eRegulierungen des Schwangerschaftsabbruchs f\u00fcr bestimmte Konstellationen auch au\u00dferhalb des Strafrechts zu formulieren\u201c. Die geltenden Regelungen \u00fcbertragen die Verantwortung f\u00fcr den Schutz des ungeborenen Lebens prim\u00e4r an die Frau. Demgegen\u00fcber betont der Rat die Verantwortung, die Staat und Gesellschaft in diesem Zusammenhang \u00fcbernehmen m\u00fcssten. Zu ber\u00fccksichtigen seien die \u201egesellschaftliche Entwicklung, die die Perspektive der schwangeren Person und ihre reproduktiven Rechte st\u00e4rker in den Blick\u201c nehme und \u201eauch im internationalen Recht Ausdruck\u201c gefunden habe. So sehr der \u201eSchutzstatus des werdenden Lebens bereits ab dem Zeitpunkt der Empf\u00e4ngnis\u201c beginne, erscheine es fragw\u00fcrdig, \u201eihm zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft mit Mitteln des Strafrechts Geltung zu verschaffen\u201c. Nicht vertretbar wiederum sei die vollst\u00e4ndige Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs. \u201eUnabh\u00e4ngig davon, welchem Rechtsgebiet die Regelungen zugeordnet sind, ist es wichtig, Lebensrecht und Menschenw\u00fcrde von schwangerer Frau und ungeborenem Leben auf eine beiden angemessene Weise in Beziehung zueinander zu setzen\u201c, hei\u00dft es in dem Papier, das unter Mitwirkung einer interdisziplin\u00e4ren Gruppe evangelischer Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis entstanden ist: Die Schwangerschaft erfordere Regelungen, \u201edie sich nicht rein analog zu Anspr\u00fcchen zweier grunds\u00e4tzlich selbstst\u00e4ndiger Individuen gegeneinander bemessen lassen. Dabei ist von einer kontinuierlichen Zunahme des Lebensrechts des Ungeborenen und der Schutzpflicht ihm gegen\u00fcber im Verlauf der Schwangerschaft auszugehen.\u201c Eine Kernfrage liege darin, ob und wie sich diese Zunahme in Fristen niederschlagen kann, die mit unterschiedlichen Anforderungen und Sanktionen verbunden sind. Dabei seien natur- ebenso wie sozialwissenschaftliche Aspekte zu Rate zu ziehen. \u201eSchlie\u00dflich erachten wir gerade auch bei einer (teilweisen) Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbr\u00fcchen die Sicherstellung eines wirksamen Beratungsangebots f\u00fcr Betroffene f\u00fcr zwingend und unverzichtbar\u201c, so der Rat der EKD, der sich ausdr\u00fccklich f\u00fcr eine \u201everpflichtende Beratung\u201c ausspricht. \u201eWichtig ist uns als evangelische Kirche, dass der f\u00fcr das gesamte Thema notwendige Diskurs sachorientiert, in hoher Achtung vor der Schutzbed\u00fcrftigkeit des ungeborenen Lebens und den Pers\u00f6nlichkeitsrechten der Schwangeren sowie in Respekt vor anderen Meinungen und \u00dcberzeugungen gef\u00fchrt wird. Dazu will der Rat der EKD mit diesem ersten Impuls und in den weiteren Phasen des \u00f6ffentlichen Diskurses beitragen.\u201c<\/p>\n<p>Die Stellungnahme des Rates der EKD ist abrufbar unter Stellungnahmen \u2013 EKD<\/p>\n<p>Hannover, 11. Oktober 2023<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>11.10.2023 Pressemitteilung Rat der EKD nimmt Stellung zu einer m\u00f6glichen Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":569,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6176"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6176"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6176\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6177,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6176\/revisions\/6177"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6176"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6176"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6176"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}