{"id":6436,"date":"2023-12-12T15:07:16","date_gmt":"2023-12-12T15:07:16","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/12\/12\/ein-literarischer-akt-des-widerstands-ekd\/"},"modified":"2023-12-12T15:07:19","modified_gmt":"2023-12-12T15:07:19","slug":"ein-literarischer-akt-des-widerstands-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2023\/12\/12\/ein-literarischer-akt-des-widerstands-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eEin literarischer Akt des Widerstands\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"12.12.2023 15:00\" class=\"article--time\">12.12.2023<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erinnert mit H\u00f6rbuch an die politischen Gefangenen in Belarus<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p class=\"EKDFlietext\">Mit einem H\u00f6rbuch erinnert die Evangelische Kirche in Deutschland vor Weihnachten an das Schicksal der derzeit fast 1500 politischen Gefangenen, die unschuldig in Belarus inhaftiert sind. Pointiert und ironisch, mit bitterer, aber nie verbitterter Komik erz\u00e4hlen die kurzen Beobachtungen des Autors Maxim Znak vom Alltag in der belarussischen Gef\u00e4ngniswelt, von W\u00fcrde und Selbstbehauptung, vom leisen und lauten Verr\u00fccktwerden. Eingelesen hat das H\u00f6rbuch \u201eZekamerone\u201c der Schauspieler Bjarne M\u00e4del.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Petra Bosse-Huber,\u00a0Vizepr\u00e4sidentin des Kirchenamtes und Auslandsbisch\u00f6fin der EKD, macht die Bedeutung des H\u00f6rbuchs deutlich: \u201eMaxim Znak z\u00e4hlt zu den aktuell rund 1500 politischen Gefangenen in Belarus, die alle unschuldig in Haft sind, nur weil sie sich f\u00fcr Freiheit, Demokratie und Menschenw\u00fcrde eingesetzt haben. Wie viele andere prominente Gefangene ist Maxim Znak in Isolationshaft. Seit Anfang des Jahres ist kein Lebenszeichen mehr von ihm nach au\u00dfen gedrungen. Niemand wei\u00df, wie es ihm geht \u2013 wir k\u00f6nnen nur hoffen und beten, dass er noch am Leben ist. Umso wichtiger ist es, dass seine Aufzeichnungen dem Gef\u00e4ngnis entkommen konnten \u2013 und wir seine Botschaft f\u00fcr das Leben durch dieses H\u00f6rbuch h\u00f6ren k\u00f6nnen.\u201c Die Geschichten von Maxim Znak seien mehr als ein Gef\u00e4ngnistagebuch, so Bisch\u00f6fin Bosse-Huber. \u201eDie Geschichten von Maxim Znak sind ein literarischer Akt des Widerstands. Znak schreibt nicht nur f\u00fcr uns, sondern vor allem um seiner selbst willen. Sein Schreiben ist Selbstverteidigung. Sein feiner Humor das letzte Mittel, seine W\u00fcrde in der hoffnungslosen Situation der Haft zu retten.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Das Kalk\u00fcl des belarussischen Regimes, die Inhaftierten aus dem Ged\u00e4chtnis der \u00d6ffentlichkeit zu tilgen, d\u00fcrfe nicht aufgehen, so Bosse-Huber: \u201eAls evangelische Kirche werden wir nicht nachlassen, wozu wir durch Christus berufen sind: Den Mund aufzutun f\u00fcr die Stummen; Anw\u00e4ltin der Bedr\u00e4ngten und Verfolgten zu sein; und uns \u00fcberall dort einmischen, wo Unrecht und Unmenschlichkeit zum Himmel schreien \u2013 so wie es in Belarus der Fall ist.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\"><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Maxim Znak, Jahrgang 1982, prominenter Anwalt der friedlichen belarussischen Protestbewegung, wurde im September 2020 verhaftet. Sein Zekamerone, eine Sammlung von einhundert Kurzgeschichten, hat er w\u00e4hrend des ersten Jahres in wechselnden Untersuchungsgef\u00e4ngnissen in ein Notizbuch geschrieben. Im September 2021 wurde er wegen \u00bbGr\u00fcndung einer Terrororganisation\u00ab zu zehn Jahren Strafkolonie verurteilt. Seit Februar 2023 ist er in Isolationshaft ohne jeden Kontakt zur Au\u00dfenwelt, seiner Familie und seinem Rechtsbeistand.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Die EKD und die Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Osteuropakunde setzen sich seit Dezember 2020 gemeinsam mit der belarussischen Menschenrechtsorganisation Vjasna f\u00fcr die Freilassung der Inhaftierten ein. Unter www.100xSolidarit\u00e4t.de sind die Schicksale der aktuell rund 1500 politischen Gefangenen in Belarus ver\u00f6ffentlicht. Dort gibt es die M\u00f6glichkeit, eine Briefvorlage zu erstellen. Die Aktion wird durch zahlreiche Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens in Deutschland unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\"><strong>Maxim Znak<\/strong><br \/><strong>Zekamerone<\/strong><br \/><strong>Geschichten aus dem Gef\u00e4ngnis<\/strong><br \/>Aus dem Russischen von Henriette Reisner und Volker Weichsel<br \/>Gelesen von Bjarne M\u00e4del<br \/>Mit einem Vorwort von Alice Bota<br \/>Eine Koproduktion von speak low und EKD<br \/>1 MP3-CD, autorisierte Lesefassung<br \/>Preis: \u20ac 16,00<br \/>Gesamtlaufzeit: 116 Minuten<br \/>ISBN: 978-3-948674-25-0<br \/>Bestellen: www.speaklow.de\/allgemein\/maxim-znak-zekamerone<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Hannover, 12. Dezember 2023<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Pressestelle der EKD<br \/>Annika Lukas<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12.12.2023 Pressemitteilung Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) erinnert mit H\u00f6rbuch an die politischen Gefangenen in Belarus Mit einem H\u00f6rbuch erinnert<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":569,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6436"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6436"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6436\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6437,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6436\/revisions\/6437"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/569"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6436"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6436"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6436"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}