{"id":6521,"date":"2024-01-12T11:02:46","date_gmt":"2024-01-12T11:02:46","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/01\/12\/solide-agrarpolitik-muss-die-sozialen-oekologischen-und-oekonomischen-perspektiven-gleichermassen-in-den-blick-nehmen-ekd\/"},"modified":"2024-01-12T11:02:48","modified_gmt":"2024-01-12T11:02:48","slug":"solide-agrarpolitik-muss-die-sozialen-oekologischen-und-oekonomischen-perspektiven-gleichermassen-in-den-blick-nehmen-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/01\/12\/solide-agrarpolitik-muss-die-sozialen-oekologischen-und-oekonomischen-perspektiven-gleichermassen-in-den-blick-nehmen-ekd\/","title":{"rendered":"Solide Agrarpolitik muss die sozialen, \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Perspektiven gleicherma\u00dfen in den Blick nehmen \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"12.01.2024 09:00\" class=\"article--time\">12.01.2024<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">EKD-Beauftragte f\u00fcr Sch\u00f6pfungsverantwortung \u00e4u\u00dfert sich zu Protestwoche der Bauernschaft<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p>Landesbisch\u00f6fin Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt hat vor dem Abschluss der einw\u00f6chigen Proteste am kommenden Montag (15. Januar 2024) die Arbeit der Landwirtschaft gew\u00fcrdigt. Nach ihren Worten ist eine Agrarpolitik n\u00f6tig, die soziale, \u00f6kologische und \u00f6konomische Perspektiven gleicherma\u00dfen in den Blick nimmt.<\/p>\n<p>Die Landesbisch\u00f6fin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche) Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt hat die Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten gew\u00fcrdigt. Die Landwirtschaft sorge f\u00fcr eine wichtige Lebensgrundlage, unsere Ern\u00e4hrung, so die Landesbisch\u00f6fin in Schwerin. Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt, die auch Sch\u00f6pfungsverantwortungsbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, \u00e4u\u00dferte sich im Vorfeld des Abschlusses der einw\u00f6chigen Bauernproteste am kommenden Montag (15.\u00a0Januar 2024) in Berlin.<\/p>\n<p>Zugleich betonte die Landesbisch\u00f6fin, dass Gesellschaft und Politik vor enormen Herausforderungen stehen. \u201eOhne Ver\u00e4nderungen wird es keine Zukunft geben. Wir brauchen eine solide Agrarpolitik, die soziale, \u00f6kologische und \u00f6konomische Perspektiven gleicherma\u00dfen in den Blick nimmt\u201c, erkl\u00e4rte Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt. Daf\u00fcr sei der Dialog mit allen Beteiligten sowie Kompromissbereitschaft auf allen Seiten zentral, so die Sch\u00f6pfungsbeauftragte.<\/p>\n<p>Nach Worten der Landesbisch\u00f6fin geh\u00f6rt zur Wertsch\u00e4tzung gegen\u00fcber der Arbeit in der heimischen Landwirtschaft neben verl\u00e4sslicher Planungssicherheit und klaren Perspektiven vonseiten der Politik auch die bewusste Kaufentscheidung der Verbraucher f\u00fcr regionale Produkte. \u201eGleichzeitig brauchen wir fortlaufend ein breites gesellschaftliches Gespr\u00e4ch dazu, wie der Umbau zu einer nachhaltigen, klimavertr\u00e4glichen, an Bed\u00fcrfnissen der Verbraucher:innen, am Tierwohl und an den sozialen und \u00f6konomischen Bed\u00fcrfnissen der in der Landwirtschaft t\u00e4tigen Menschen orientierten Landwirtschaft gelingen kann\u201c, sagte Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt. Dies sei nach ihren Worten f\u00fcr den sozialen Frieden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt n\u00f6tig.<\/p>\n<p>\u201eDie Zukunft der Landwirtschaft liegt uns als Kirche am Herzen. Wir sind in allen l\u00e4ndlichen Gebieten gute Partner:innen, auch f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raumes. Bleiben wir also gesamtgesellschaftlich und politisch im Gespr\u00e4ch. Friedvoll, vergebungs- und kompromissbereit und vor allem: zukunftsorientiert!\u201c, betonte die Landesbisch\u00f6fin. Daher halte sie die Friedfertigkeit der Proteste f\u00fcr zentral. Ebenso sei jede klare Abgrenzung der Bauernverb\u00e4nde von radikalen, rechtsextremen oder demokratiefeindlichen \u00c4u\u00dferungen und Gruppen geboten, erkl\u00e4rte Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><strong>Das Statement von Landesbisch\u00f6fin Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt im Wortlaut <\/strong><\/p>\n<p>Kilometerlange Treckerschlangen auf Deutschlands Stra\u00dfen, Autobahnen, Innenst\u00e4dten. Die Landwirtschaft demonstriert. Un\u00fcbersehbar. Dahinter steht eine Problematik, die nicht erst seit den aktuellen Beschl\u00fcssen der Bundesregierung zur Streichung von Steuerverg\u00fcnstigungen beim Agrardiesel besteht. Die Berufswirklichkeit der Landwirtschaft ist herausfordernd. Wir brauchen eine verl\u00e4ssliche Agrarpolitik, die soziale, \u00f6kologische und \u00f6konomische Perspektiven gleicherma\u00dfen ber\u00fccksichtigt und auch im Blick hat, dass gesetzliche \u00c4nderungen oftmals landwirtschaftliche Betriebe sehr unterschiedlich treffen.<\/p>\n<p>Neben der Wertsch\u00e4tzung durch die bewusste Kaufentscheidung der Verbraucher f\u00fcr regionale Produkte brauchen Landwirtinnen und Landwirte Planungssicherheit und klare Perspektiven von der Politik. Insbesondere kleinere und mittlere Familienbetriebe geraten durch kurzfristige gesetzliche Ver\u00e4nderungen teilweise enorm unter Druck. Ein Beispiel, das mir bei meinen Besuchen des \u00d6fteren gesagt wurde: Ein Stall wird mit Investitionen in Millionenh\u00f6he umgebaut, kurz darauf \u00e4ndern sich die Vorgaben, und die Investition ist letztlich nur begrenzt hilfreich gewesen.<\/p>\n<p>Gleichzeitig stehen auch die Gesellschaft und die Politik vor enormen Herausforderungen. Die Ver\u00e4nderung hin zu einer nachhaltigen und global-gerechten Lebens- und Wirtschaftsweise ist dringend notwendig \u2013 denn hier geht es auch um Zukunft: f\u00fcr die k\u00fcnftigen Generationen und f\u00fcr das Leben auf unserem Planeten \u00fcberhaupt. Dieser Ver\u00e4nderungsbedarf betrifft auch die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaft. Der Dialog mit allen Beteiligten sowie Kompromiss- und Umsetzungsbereitschaft auf allen Seiten ist daf\u00fcr zentral. Bereits unter breiter Beteiligung, z. B. in der Zukunftskommission Landwirtschaft oder der Borchert-Kommission erarbeitete Umbaukonzepte, m\u00fcssen von den politischen Entscheidungstragenden ber\u00fccksichtigt werden. Gleichzeitig brauchen wir fortlaufend ein breites gesellschaftliches Gespr\u00e4ch dazu, wie der Umbau zu einer nachhaltigen, klimavertr\u00e4glichen, an Bed\u00fcrfnissen der Verbraucher:innen, am Tierwohl und an den sozialen und \u00f6konomischen Bed\u00fcrfnissen der in der Landwirtschaft t\u00e4tigen Menschen orientierten Landwirtschaft gelingen kann. Dies ist auch f\u00fcr den sozialen Frieden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt n\u00f6tig.<\/p>\n<p>\u201eAlles, was ihr tut, geschehe in Liebe\u201c (1. Korinther 16,14) \u2013 hei\u00dft die biblische Jahreslosung f\u00fcr 2024. Wer in Liebe handelt und debattiert, sieht den anderen und h\u00f6rt ihm zu. Auch und gerade, wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Die Zukunft der Landwirtschaft liegt uns als Kirche am Herzen. Wir sind in allen l\u00e4ndlichen Gebieten gute Partner:innen, auch f\u00fcr die Entwicklung des l\u00e4ndlichen Raumes.<\/p>\n<p>Bleiben wir also gesamtgesellschaftlich und politisch im Gespr\u00e4ch. Friedvoll und kompromissbereit und vor allem: zukunftsorientiert!<\/p>\n<p>Hannover, 12. Januar 2024<\/p>\n<p class=\"EKDAdressdaten\">Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12.01.2024 Pressemitteilung EKD-Beauftragte f\u00fcr Sch\u00f6pfungsverantwortung \u00e4u\u00dfert sich zu Protestwoche der Bauernschaft Landesbisch\u00f6fin Kristina K\u00fchnbaum-Schmidt hat vor dem Abschluss der einw\u00f6chigen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":4482,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6521"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6521"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6521\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6522,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6521\/revisions\/6522"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4482"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6521"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6521"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6521"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}