{"id":6875,"date":"2024-05-15T11:30:27","date_gmt":"2024-05-15T11:30:27","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/05\/15\/gemeinsames-wort-der-kirchen-zur-interkulturellen-woche-2024-ekd\/"},"modified":"2024-05-15T11:30:30","modified_gmt":"2024-05-15T11:30:30","slug":"gemeinsames-wort-der-kirchen-zur-interkulturellen-woche-2024-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/05\/15\/gemeinsames-wort-der-kirchen-zur-interkulturellen-woche-2024-ekd\/","title":{"rendered":"Gemeinsames Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2024 \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<div class=\"article--meta article--meta__border clearfix\">\n<p>                                    <time datetime=\"15.05.2024 12:00\" class=\"article--time\">15.05.2024<\/time><\/p>\n<p>                                     <strong class=\"article--type primus--overline\">Pressemitteilung<\/strong><\/p>\n<picture class=\"article--source-image image\"><source srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png\"><!--<source srcset=\"\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_141x39.png 1x, \/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_282x78.png 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets\/20170622_ekd-Quellenlogo_141_rdax_423x118.png 3x\">--><\/p>\n<p>    <\/source><\/picture>\n<\/p><\/div>\n<h2 class=\"article--sub-headline primus--sub-headline\">\u201eF\u00fcreinander Verantwortung \u00fcbernehmen\u201c<\/h2>\n<\/p><\/div>\n<div id=\"\">\n<p class=\"EKDFlietext\">In diesem Jahr findet vom 22. bis 29. September die 49.\u00a0Interkulturelle Woche statt. Sie ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Der bundesweite Auftakt wird am 21. September 2024 in Saarbr\u00fccken begangen. Die Interkulturelle Woche steht wie im vergangenen Jahr unter dem Leitthema \u201eNeue R\u00e4ume\u201c. Zu ihr laden der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg B\u00e4tzing, die amtierende Vorsitzende des Rates der EKD, Bisch\u00f6fin Kirsten Fehrs, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, in einem Gemeinsamen Wort ein, das heute (15. Mai 2024) ver\u00f6ffentlicht worden ist.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Im Mittelpunkt des Wortes erinnern die Kirchen an das 75-j\u00e4hrige Jubil\u00e4um des Grundgesetzes: \u201eDie M\u00fctter und V\u00e4ter des Grundgesetzes haben die menschliche W\u00fcrde allem anderen vorangestellt im Bewusstsein dessen, woher Deutschland kam: aus der Barbarei der nationalsozialistischen Herrschaft und aus dem verheerenden Krieg mit seinen dramatischen Folgen f\u00fcr Europa und die ganze Welt. Das Grundgesetz spannte den Rahmen f\u00fcr das Entstehen neuer R\u00e4ume des Zusammenlebens in der Gesellschaft und als Teil der V\u00f6lkergemeinschaft: in Achtung vor dem und der jeweils anderen, in einem demokratischen Staatswesen, als Solidargemeinschaft der vielen Verschiedenen\u201c, schreiben die Vorsitzenden. 75 Jahre sp\u00e4ter gehe es darum, dass man wisse, wohin man nicht zur\u00fcckkehren d\u00fcrfe, was man niemals sein wolle: \u201eein Land, in dem eben diese W\u00fcrde des Menschen f\u00fcr wertlos erkl\u00e4rt und ignoriert werden soll. Vielleicht haben wir unsere freiheitliche Demokratie und ihre Organe \u00fcber einen zu langen Zeitraum f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich und geradezu unersch\u00fctterlich gehalten.\u201c Ausdr\u00fccklich warnen die Kirchen vor dem Wiedererstarken rechtspopulistischer und rechtsextremer Positionen in Deutschland wie in vielen anderen L\u00e4ndern. \u201eEine wachsende Zahl von Menschen ist bereit, sich Gruppen und Parteien anzuschlie\u00dfen, in denen ein v\u00f6lkischer Nationalismus zum Programm geh\u00f6rt, die freiheitliche Demokratie verachtet und eine Aush\u00f6hlung rechtsstaatlicher Strukturen angestrebt wird. Die unantastbare W\u00fcrde jedes einzelnen Menschen wird dabei in Worten und Taten faktisch geleugnet.\u201c<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Angesichts dieser Entwicklungen und anstehender Wahlen wenden sich die Kirchen gegen jede Form von Rassismus und Antisemitismus und jede Form der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit: \u201eMit der Interkulturellen Woche m\u00f6chten wir ein Zeichen setzen f\u00fcr die Achtung der Menschenw\u00fcrde und den Schutz von Menschenrechten. Wir wollen neue R\u00e4ume der Begegnung, der Zusammenarbeit und des Vertrauens schaffen und erhalten. R\u00e4ume, wo jene Haltung, f\u00fcr die so viele Menschen derzeit mit Engagement auf die Stra\u00dfen gehen, im Miteinander sichtbar wird: die Achtung vor jedem anderen Menschen und die Wertsch\u00e4tzung der Vielfalt. In einer Zeit vieler Konflikte, Kriege und gewaltsamer Auseinandersetzungen an den Krisenherden der Welt schafft die Interkulturelle Woche neue R\u00e4ume der Verbundenheit und der Ermutigung.\u201c Die Kirchenvertreter f\u00fcgen hinzu: \u201eUnser Gemeinwesen lebt davon, dass wir als Menschen zugleich Mitmenschen sind und dass wir f\u00fcreinander Verantwortung \u00fcbernehmen.\u201c Es sei die Pflicht von Christinnen und Christen, sich auf jede m\u00f6gliche Weise sch\u00fctzend vor die Menschen zu stellen, die aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion oder ihres gesellschaftlichen Engagements von rechtsextremen Gruppen und Parteien bedroht, verunglimpft, angegriffen und verfolgt werden. \u201eUnd es ist ebenso unsere Pflicht<span style=\"letter-spacing:.15pt\">, nach wie vor Menschen bei uns aufzunehmen, die zu uns kommen, weil sie vor Krieg und Elend fliehen m\u00fcssen. Ihre W\u00fcrde ist genauso unantastbar wie die aller anderen. Sie brauchen Schutz und Unterst\u00fctzung\u201c, schreiben Bischof B\u00e4tzing, Bisch\u00f6fin Fehrs und Metropolit Augoustinos.<\/span><\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\"><strong>Hintergrund<\/strong><\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Die bundesweit j\u00e4hrlich stattfindende Interkulturelle Woche ist eine Initiative der Deutschen Bischofskonferenz, der EKD und der Griechisch-Orthodoxen Metropolie. Sie findet seit 1975 Ende September statt und wird von Kirchen, Kommunen, Wohlfahrtsverb\u00e4nden, Gewerkschaften, Integrationsbeir\u00e4ten und -beauftragten, Migrantinnen- und Migrantenorganisationen, Religionsgemeinschaften und Initiativgruppen unterst\u00fctzt und mitgetragen. In fast 700 St\u00e4dten und Gemeinden gibt es rund 5.000 Veranstaltungen. Der Zeitraum f\u00fcr die Interkulturelle Woche 2024 ist der 22. bis 29. September. Der nationale \u201eTag des Fl\u00fcchtlings\u201c, dieses Jahr am 27. September, ist Bestandteil der Interkulturellen Woche.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\"><strong>Hinweise<\/strong><\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">F\u00fcr die Vorbereitung der Interkulturellen Woche hat der \u00d6kumenische Vorbereitungsausschuss eine Reihe von Materialien (Aktionsumschlag, Plakate, Postkarten und Flyer) erstellt, die unter www.interkulturellewoche.de bestellt werden k\u00f6nnen. Dort finden Sie auch weitere Informationen zu der Initiative.<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Hannover, 15. Mai 2024<\/p>\n<p class=\"EKDFlietext\">Pressestelle der EKD<br \/>Carsten Splitt<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>15.05.2024 Pressemitteilung \u201eF\u00fcreinander Verantwortung \u00fcbernehmen\u201c In diesem Jahr findet vom 22. bis 29. September die 49.\u00a0Interkulturelle Woche statt. 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