{"id":6982,"date":"2024-06-14T05:10:23","date_gmt":"2024-06-14T05:10:23","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/06\/14\/gibt-es-einen-fussball-gott-ekd\/"},"modified":"2024-06-14T05:10:26","modified_gmt":"2024-06-14T05:10:26","slug":"gibt-es-einen-fussball-gott-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/06\/14\/gibt-es-einen-fussball-gott-ekd\/","title":{"rendered":"Gibt es einen Fu\u00dfball-Gott? \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Der Pastor ist erfahrener Stadion-G\u00e4nger und kennt sich auch mit dieser Form der Liturgie aus. Doch f\u00fcr ihn gibt es bei Kirche und Fu\u00dfball noch weitere Gemeinsamkeiten, zum Beispiel die Verbundenheit der Menschen, die demselben Verein anh\u00e4ngen. \u201eWenn die pl\u00f6tzlich neben einem stehen, man sich vorher noch nie gesehen hat und hinterher wahrscheinlich auch nie wieder sehen wird, geh\u00f6ren wir f\u00fcr diese Zeit trotzdem zusammen. Und wenn ein Tor f\u00e4llt, umarmen sich alle. Das ist wunderbar!\u201c<\/p>\n<p>Genauso sieht es auch Pastorin Diana Kr\u00fcckmann aus Hanerau-Hademarschen im schleswig-holsteinischen Kreis Rendsburg-Eckernf\u00f6rde. Sie hat selbst lange Fu\u00dfball gespielt und teilt die Leidenschaft mit ihrer Familie. Auch sie findet diese Form der Liturgie im Stadion wichtig f\u00fcr den Zusammenhalt: \u201eAll das, was Hoffnung tr\u00e4gt und Freude macht, verbindet.\u201c Genau das werde gefeiert. \u201eEs gibt keinen Verein, der keine liturgischen Ges\u00e4nge hat.\u201c Selbst wenn der Zuschauer nur wenig Erfahrung hat, k\u00f6nne er diese schnell mitsingen. \u201eUnd das ist es, was uns manchmal in unseren Gottesdiensten echt fehlt\u201c, merkt sie an. \u201eEin &#8218;You\u02bcll never walk alone&#8216; auf der S\u00fcdtrib\u00fcne, das vergisst du nicht!\u201c<\/p>\n<p>Klatt und Kr\u00fcckmann sind \u00fcberzeugt, dass Kirche und Fu\u00dfball sehr gut zusammenpassen. Denn es gehe um die Liebe und die Leidenschaften, mit denen Menschen ausgestattet sind. Kr\u00fcckmann findet sogar, im Stadion sei das deutlicher sp\u00fcrbar: \u201eUnd davon k\u00f6nnen wir uns als Kirche gerne mal eine Scheibe abschneiden!\u201c F\u00fcr sie sei es diese Herzlichkeit, die wie ein \u201e\u00f6ffentliches Halleluja\u201c sei, das immer lauter werde.<\/p>\n<p>Das sei ausschlaggebend f\u00fcr die Verbundenheit: gemeinsames Jubeln, Fanges\u00e4nge und die Leidenschaft f\u00fcr den eigenen Verein. Menschen lasse das sogar \u00fcber Grenzen hinwegsehen, analysiert Klatt: \u201eIch glaube, dabei geht es um die Leidenschaft und Zugeh\u00f6rigkeit &#8211; mindestens f\u00fcr die Zeit des Spiels.\u201c Und f\u00fcr viele auch weit dar\u00fcber hinaus. Kr\u00fcckmann vergleicht das Fan-Gef\u00fchl mit Glaube und Kirche: \u201eIm Prinzip ist das wie eine Prozession, wenn man mit 80.000 Leuten vom Hauptbahnhof bis zum Stadion l\u00e4uft. Und so manche Psalmen singen davon.\u201c<\/p>\n<p>Ab und zu ist auch mal die Rede vom Fu\u00dfball-Gott. \u201eDabei geht es vor allem darum, mit den Erfahrungen umzugehen, dass es im Fu\u00dfball wie sonst auch im Leben schrecklich ungerecht zugehen kann\u201c, erkl\u00e4rt Klatt. \u201eUnd dann ist da dieser Wunsch, dass es einen Ausgleich gibt und Gott derjenige ist, der am Ende f\u00fcr Gerechtigkeit sorgt.\u201c<\/p>\n<p>Hoffnung spielt beim Fu\u00dfball eine gro\u00dfe Rolle und der Umgang mit all den Gef\u00fchlen, die bei so einem Spiel hochkommen: Freude, Trauer, Gl\u00fcck oder Wut. Das hat weniger mit Aberglaube zu tun. \u201eDabei ist mir noch nie jemand begegnet, der gesagt hat, er bete zum Fu\u00dfball-Gott\u201c, berichtet Klatt. \u201eEs ist offenbar nicht m\u00f6glich, zu ihm in Beziehung zu treten. Dabei ist das das Kostbarste an dem Gott, an den ich glaube, und darum bin ich ja Pastor.\u201c Kr\u00fcckmann erg\u00e4nzt: \u201eAu\u00dferdem gibt es immer auch einen Verlierer, und an dessen Seite steht Gott nat\u00fcrlich auch.\u201c<\/p>\n<p>Klatt blickt hoffnungsvoll auf diesen Fu\u00dfball-EM-Sommer: \u201eVielleicht gelingt ja, was wir 2006 erlebt haben. Dass so etwas wie ein Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl entsteht, das eine gro\u00dfe Leichtigkeit und Weite hat, die nicht auf Abgrenzung bedacht sein muss.\u201c<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Pastor ist erfahrener Stadion-G\u00e4nger und kennt sich auch mit dieser Form der Liturgie aus. 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