{"id":7108,"date":"2024-08-07T19:10:03","date_gmt":"2024-08-07T19:10:03","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/08\/07\/29-07-2024-zum-85-geburtstag-von-dorothea-margenfeld-der-ersten-regionalbischoefin-wuerttembergs\/"},"modified":"2024-08-07T19:10:03","modified_gmt":"2024-08-07T19:10:03","slug":"29-07-2024-zum-85-geburtstag-von-dorothea-margenfeld-der-ersten-regionalbischoefin-wuerttembergs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/08\/07\/29-07-2024-zum-85-geburtstag-von-dorothea-margenfeld-der-ersten-regionalbischoefin-wuerttembergs\/","title":{"rendered":"29.07.2024 Zum 85. Geburtstag von Dorothea Margenfeld, der ersten Regionalbisch\u00f6fin W\u00fcrttembergs"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.elk-wue.de\/\" \/><\/p>\n<div id=\"c51496\">\n<header>\n<h2 class=\"b_is-headline\">\u201eDorothea Margenfeld hat die Gabe zum rechten Wort zur rechten Zeit\u201c<\/h2>\n<h3> Zum 85. Geburtstag von Dorothea Margenfeld, der ersten Regionalbisch\u00f6fin W\u00fcrttembergs<\/h3>\n<\/header>\n<p>Stuttgart\/Ludwigsburg. Die ehemalige Regionalbisch\u00f6fin von Ludwigsburg, Dorothea Margenfeld, wird am 29. Juli 85 Jahre. Margenfeld war die erste Pr\u00e4latin \u00fcberhaupt in W\u00fcrttemberg. Als Regionalbisch\u00f6fin stand sie von 1992 bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2003 der damaligen Pr\u00e4latur Ludwigsburg vor, die die Kirchenbezirke Backnang, Besigheim, B\u00f6blingen, Ditzingen, Herrenberg, Leonberg, Ludwigsburg, Marbach, M\u00fchlacker, Schorndorf, Vaihingen und Waiblingen umfasste. Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl gratuliert und w\u00fcrdigt ihre Verdienste: \u201eDorothea Margenfeld hat die Gabe zum rechten Wort zur rechten Zeit. Und sie h\u00f6rt anderen aufmerksam und zugewandt zu. Sie fragt weiterf\u00fchrend nach und er\u00f6ffnet im Gespr\u00e4ch neue Perspektiven. Auch Kirchenleitung verstand sie immer als Leitung durch die Kraft des Wortes. Ihre Predigten, Bibelarbeiten und Neujahrsbriefe zeugen davon. Ihre Geistesgegenwart schenkt unserer Landeskirche immer wieder erhellende und \u00fcberraschende Einsichten &#8211; und das alles ist bei ihr mit Bescheidenheit und Unaufgeregtheit verbunden\u201c. Pr\u00e4latin Gabriele Wulz, Regionalbisch\u00f6fin in Ulm und die zweite Frau nach Margenfeld in diesem Amt, hob hervor, Dorothea Margenfeld sei \u201eeine Pionierin in der Geschichte der w\u00fcrttembergischen Landeskirche\u201c und f\u00e4hrt fort: \u201eSie hat immer Frauen unterst\u00fctzt und ermutigt. Mit ihrem ganz eigenen unverwechselbaren Ton hat sie biblische Traditionen poetisch ge\u00f6ffnet und zum Klingen gebracht. Kirchenleitung und Theopoesie sind f\u00fcr Dorothea Margenfeld kein Widerspruch, sondern erg\u00e4nzen einander. Auf diese Weise hat sie Spuren hinterlassen, die in Erinnerung bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Margenfeld wurde 1939 im damals ostpreu\u00dfischen Lindenort geboren. Von 1959 bis 1965 studierte sie Theologie in T\u00fcbingen, Berlin, Heidelberg und Z\u00fcrich. Die Frauenordination wurde in der w\u00fcrttembergischen Landeskirche erst 1968 eingef\u00fchrt. Margenfeld absolvierte nach dem Examen ein kurzes Lehrvikariat in Herrenberg und wurde 1966 in Esslingen-Sulzgries eingesegnet. Nach weiteren Stationen im Vikariat in Esslingen, Stuttgart und Ludwigsburg war Margenfeld 1973 bis 1987 Gemeindepfarrerin an der Ludwigsburger Friedenskirche. Von 1973 bis 1983 war sie zugleich ehrenamtliche Vorsitzende der Evangelischen Frauenhilfe in W\u00fcrttemberg, die inzwischen in der EFW (Evangelische Frauen in W\u00fcrttemberg) aufgegangen ist. Hier vermittelte sie an der Basis Erkenntnisse der Feministischen Theologie und half mit, biblische Frauengeschichten neu zu verstehen und die m\u00e4nnlich gepr\u00e4gte Kirchen- und Theologiegeschichte kritisch zu betrachten.<\/p>\n<p>Initialz\u00fcndung f\u00fcr ihr \u00f6kumenisches Engagement war ein Studienjahr in den USA, verbunden mit einem Clinical Pastoral Training (Seelsorgeausbildung) in den Jahren 1970\/71. Zwei Jahre sp\u00e4ter reiste Margenfeld das erste Mal im Auftrag des Deutschen Weltgebetstags der Frauen nach Uganda, S\u00fcdafrika und Ghana. Dies trug dazu bei, dass sie sich mit den Fragen der Apartheit weiter auseinandersetzte und in W\u00fcrttemberg die Boykottaktion der Evangelischen Frauenarbeit in Deutschland (EFD) \u201eKauft keine Fr\u00fcchte der Apartheit\u201c unterst\u00fctzte. 1977 bis 1982 war Margenfeld Mitglied der <em>Kommission f\u00fcr Glauben und Kirchenverfassung<\/em> im \u00d6kumenischen Rat der Kirchen und ab 1987 Afrika-Referentin des <em>EMS<\/em> (Evangelisches Missionswerk in S\u00fcdwestdeutschland, heute: Evangelische Mission in Solidarit\u00e4t). Die <em>EMS<\/em> ist ein Zusammenschluss von 23 Kirchen und f\u00fcnf Missionsgesellschaften in Asien, Afrika, dem Nahen Osten und Europa. Sie setzt sich ein f\u00fcr weltweite Mission und kirchliche Zusammenarbeit.<\/p>\n<p>Im Ruhestand war Margenfeld weiterhin aktiv und engagierte sich ehrenamtlich in Werken der Diakonie und in der Fl\u00fcchtlingsarbeit. Sie lebt bis heute in Ludwigsburg.<\/p>\n<p>Dan Peter<br \/>Sprecher der Landeskirche<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDorothea Margenfeld hat die Gabe zum rechten Wort zur rechten Zeit\u201c Zum 85. 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