{"id":7117,"date":"2024-08-21T19:24:23","date_gmt":"2024-08-21T19:24:23","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/08\/21\/12-08-2024-500-jahre-abendmahl-mit-brot-und-wein-fuer-alle\/"},"modified":"2024-08-21T19:24:23","modified_gmt":"2024-08-21T19:24:23","slug":"12-08-2024-500-jahre-abendmahl-mit-brot-und-wein-fuer-alle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/08\/21\/12-08-2024-500-jahre-abendmahl-mit-brot-und-wein-fuer-alle\/","title":{"rendered":"12.08.2024 500 Jahre Abendmahl mit Brot und Wein f\u00fcr alle"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.elk-wue.de\/\" \/><\/p>\n<div id=\"c52076\">\n<header>\n<h2 class=\"b_is-headline\">500 Jahre Abendmahl mit Brot und Wein f\u00fcr alle: Wie am 14. August 1524 in Reutlingen w\u00fcrttembergische Kirchengeschichte geschrieben wurde<\/h2>\n<h3>Matth\u00e4us Alber lud zum Abendmahl in beiderlei Gestalt nach Reutlingen ein \u2013 und \u00fcberwand damit ein sichtbares Symbol der Trennung der Gesellschaft in Geweihte und Nicht-Geweihte<\/h3>\n<\/header>\n<p>Stuttgart\/Reutlingen: Es war eine Sensation und sollte den Pr\u00e4dikanten Matth\u00e4us Alber an den Rand des Ketzerei-Vorwurfs bringen: \u201eWir k\u00f6nnen uns heute kaum mehr vorstellen, welche unerh\u00f6rte Umw\u00e4lzung es bedeutete, als am 14. August 1524 Matth\u00e4us Alber in Reutlingen nicht nur die Messe auf Deutsch feierte, sondern den Gl\u00e4ubigen sogar das Abendmahl in Form von Brot und Wein anbot. Es war viel Glaubensmut n\u00f6tig, so gef\u00e4hrlich nah an der Ketzerei zu agieren. Mit einem Mal war die volle Teilhabe f\u00fcr alle zug\u00e4nglich. Bis heute wirkt dies fort.\u201c, so Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl aus Anlass des Jubil\u00e4ums. Bis dahin war es nur den Klerikern gestattet w\u00e4hrend des Abendmahls aus dem Kelch zu trinken \u2013 dies war \u00fcber Jahrhunderte ein sichtbares Symbol der Trennung der Gesellschaft in Geweihte und Nicht-Geweihte. \u201eBei der Feier des Abendmahls erleben wir, dass die Unterschiede, die wir Menschen sonst machen, in Christus aufgehoben sind. Das Abendmahl ist so bis heute eine zentrale Form der St\u00e4rkung im Glauben.\u201c<\/p>\n<p>Von weit her str\u00f6mten die Menschen nach Reutlingen, selbst aus Esslingen und gar Herrenberg seien sie gekommen, um die Sensation der deutschsprachigen Messe und des Abendmahlskelchs f\u00fcr die Laien zu erleben, so Dr. Susanne Schenk, Theologische Referentin des Landesbischofs. Sie h\u00e4tten einen Abendmahlsgottesdienst erlebt, \u201eder anders aussieht, klingt und schmeckt als die bisherigen\u201c, Zeitgenossen heben auch Albers besondere Lautst\u00e4rke hervor: \u201eDie \u201aLaien\u2018 erhielten also vollen Anteil an den Worten wie an den Gaben des Abendmahls.\u201c<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Vielfalt der biblischen Motive, die im Abendmahl zusammenkommen, sagt Oberkirchenrat Dr. J\u00f6rg Schneider, Leiter des theologischen Dezernats im Oberkirchenrat: \u201eEs geht um eine tiefe Gemeinschaft, ja um das Eins-Werden mit Jesus. So ist es zu verstehen, wenn er von seinem Leib und Blut spricht, das die J\u00fcnger w\u00e4hrend des Mahls zu sich nehmen. Inniger als jemanden in sich aufnehmen kann man nicht verbunden sein. Die J\u00fcnger verleiben sich Jesus ein und bilden damit einen gemeinsamen Leib.\u201c Schneider betont: \u201eDas Abendmahl entzieht sich seiner genauen Ausdeutung. Es ist ein Geheimnis, dem man sich immer neu ann\u00e4hern, es aber nicht vollkommen erfassen kann. (\u2026) In Reutlingen konnte man vor 500 Jahren erneut diesem Geheimnis nachsp\u00fcren, eine unergr\u00fcndliche Faszination, der man am besten gemeinsam im Gottesdienst nachgeht.\u201c<\/p>\n<p>Dan Peter<br \/>Sprecher der Landeskirche<\/p>\n<p><strong>Hinweis<\/strong>: Die vollst\u00e4ndigen Texte von Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl, Oberkirchenrat Dr. J\u00f6rg Schneider und Dr. Susanne Schenk finden Sie im Artikel im Newsbereich unserer Homepage elk-wue.de<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>500 Jahre Abendmahl mit Brot und Wein f\u00fcr alle: Wie am 14. 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