{"id":727,"date":"2020-03-31T16:39:03","date_gmt":"2020-03-31T16:39:03","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/03\/31\/wenn-ich-ein-voeglein-waer-ekd\/"},"modified":"2020-03-31T16:39:04","modified_gmt":"2020-03-31T16:39:04","slug":"wenn-ich-ein-voeglein-waer-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/03\/31\/wenn-ich-ein-voeglein-waer-ekd\/","title":{"rendered":"\u201eWenn ich ein V\u00f6glein w\u00e4r\u2026\u201c \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Kaum hatten wir mit dem #Balkonsingen begonnen, da erreichten mich viele Mails mit weiteren Liedvorschl\u00e4gen. Eine Liedzeile ist h\u00e4ngen geblieben: \u201eWenn ich ein V\u00f6glein w\u00e4r\u2026\u201c In diesem \u00fcber 200 Jahre alten Volkslied geht es um einen ungl\u00fccklichen S\u00e4nger, der so gern zu seiner geliebten Frau kommen w\u00fcrde, es aber nicht kann. Warum, wird nicht erz\u00e4hlt. Er k\u00f6nnte es genauso gut heute singen: Paare, getrennt durch Quarant\u00e4ne, beste Freund*innen weit auseinander wohnend, Familien getrennt durch Reisen zu vor wenigen Wochen noch traumhaften Urlaubszielen. So mancher Traum dreht sich wohl in dieser Zeit darum, wie sch\u00f6n es w\u00e4re, in diesen Fr\u00fchlingstagen die ersten gemeinsamen Stunden im Garten zu verbringen. \u201eWeil\u2019s aber nicht sein kann, bleib ich allhier\u201c, hei\u00dft es gleich in der ersten Strophe. Ja, es kann und darf gerade nicht sein. Es ist lange her, dass wir so auf uns selbst zur\u00fcckgeworfen waren, als Teil der Sch\u00f6pfung, nicht ihre Krone, sondern be\u00acherrscht von einem kleinen, unsichtbaren Virus, das in diesen Tagen m\u00e4chtiger ist als der Mensch.<\/p>\n<p>Und leider k\u00f6nnen wir nicht fliegen und unsere Natur \u00fcber-winden.<\/p>\n<p>Auf einmal sind wir angreifbarer Teil der Sch\u00f6pfung und m\u00fcssen uns vor unserer eigentlichen Natur, dem Dasein als soziale Wesen, verstecken: vor direkten Kontakten, vor pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen und auch vor dem gemeinsamen spontanen Lachen, das manchmal den Alltag aufheitert. F\u00fcr die meisten von uns ist die digitale Begegnung noch nicht dieselbe wie eine direkte Begegnung. Damit sind wir als Gesch\u00f6pfe Gottes in unserer Natur angegriffen. Bei allem Schmerz dar\u00fcber, bei allem was wir gerade dar\u00fcber lernen, was uns ausmacht und was uns wichtig ist, bin ich dankbar \u00fcber die letzte Strophe des Liedes, die die Erinnerung an das Wesentliche unseres Wesens wachh\u00e4lt: \u201eEs vergeht kein Stund in der Nacht, da nicht mein Herz erwacht und an dich denkt, dass du mir tausendmal dein Herz geschenkt.\u201c Wir sind mit anderen Menschen, mit unseren Freunden und Familien verbunden. Die vor\u00fcbergehende physische Distanz wird das nicht \u00e4ndern. Zu anderen Zeiten hatten Menschen viel l\u00e4ngere Zeiten der Distanz und Unsicherheit \u2013 zu anderen Menschen und zu Gott \u2013 zu \u00fcberwinden. Sie haben das geschafft. Auch diese F\u00e4higkeit geh\u00f6rt zum Gesch\u00f6pf Mensch. Da, wo unsere Herzen sind, ist unser Schatz. Und unsere Sch\u00e4tze werden wir bei aller Sehnsucht auch in Corona-Zeiten nicht aufgeben, da bin ich mir sicher.<\/p>\n<p style=\"text-align:right\">Susanne Hasselhoff<br \/>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kaum hatten wir mit dem #Balkonsingen begonnen, da erreichten mich viele Mails mit weiteren Liedvorschl\u00e4gen. 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