{"id":752,"date":"2020-04-01T16:09:38","date_gmt":"2020-04-01T16:09:38","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/04\/01\/rettungsschiff-des-buendnisses-united4rescue-liegt-wegen-corona-in-spanien-fest-ekd\/"},"modified":"2020-04-01T18:09:17","modified_gmt":"2020-04-01T18:09:17","slug":"rettungsschiff-des-buendnisses-united4rescue-liegt-wegen-corona-in-spanien-fest-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2020\/04\/01\/rettungsschiff-des-buendnisses-united4rescue-liegt-wegen-corona-in-spanien-fest-ekd\/","title":{"rendered":"Rettungsschiff liegt wegen Corona in Spanien fest \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"\n<div id=\"\">\n<p>Kiel\/Regensburg (epd). Trotz der Corona-Krise ist das deutsche Rettungsschiff &#8222;Alan Kurdi&#8220; wieder zu einem Einsatz im Mittelmeer aufgebrochen. Das Schiff wird voraussichtlich am Wochenende die libysche Sicherheits- und Rettungszone erreichen, wie Sea-Eye-Sprecher Gordon Isler dem Evangelischen Pressedienst (epd) sagte. Dort werde die &#8222;Alan Kurdi&#8220; das einzige Rettungsschiff sein, um Fl\u00fcchtlingen in Seenot helfen zu k\u00f6nnen. Wegen der Corona-Krise seien seit Wochen keine Rettungsschiffe mehr dorthin gelangt.<\/p>\n<p>Die &#8222;Alan Kurdi&#8220; brach nach einer achtw\u00f6chigen Werftpause im spanischen Burriana auf. An Bord herrschten &#8222;h\u00f6chste Sicherheitsvorkehrungen&#8220; f\u00fcr den Fall eines Corona-Ausbruchs, teilte die Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye mit, die das Schiff betreibt. F\u00fcr die Crew unter Kapit\u00e4nin B\u00e4rbel Beuse gebe es ausreichend Schutzkleidung und einen Corona-Notfallplan. Man rechne auch mit gro\u00dfen Schwierigkeiten, sollte es zu einer Rettung von Gefl\u00fcchteten kommen. Es k\u00f6nnte schwierig werden, einen sicheren Hafen zugeteilt zu bekommen.<\/p>\n<p>Sea-Eye-Sprecher Isler sagte, schon immer habe man gerettete Fl\u00fcchtlinge genau untersucht und gro\u00dfe Vorsicht wegen m\u00f6glicher ansteckender Krankheiten walten lassen. Corona sei kein Grund, die Rettung zu unterlassen. Wenn Fl\u00fcchtlinge infiziert seien, br\u00e4uchten sie ja erst recht Hilfe. Sollte das Virus die libyschen Internierungslager erreichen, w\u00e4re das verheerend, warnte Isler.<\/p>\n<p>Das vom B\u00fcndnis United4Rescue finanzierte\u00a0Fl\u00fcchtlingsschiff\u00a0&#8222;Sea-Watch 4&#8220; liegt unterdessen in der spanischen Hafenstadt Burriana fest. Aufgrund der Corona-Krise seien die Arbeiten weitgehend eingestellt worden, sagte Sea-Watch-Sprecher Ruben Neugebauer dem epd. Es sei derzeit nur sehr schwer absehbar, wie sich die Ma\u00dfnahmen in Spanien entwickeln. Unklar sei auch, wann die Firmen sp\u00e4ter freie Kapazit\u00e4ten haben. Wann das Schiff f\u00fcr Rettungsaktionen im Mittelmeer einsatzf\u00e4hig ist, sei derzeit offen.<\/p>\n<p>Etwa die H\u00e4lfte der Freiwilligen sei mittlerweile abgereist, teilte das B\u00fcndnis &#8222;United4Rescue&#8220; mit, das das Schiff finanziert hatte. Baumaterialien seien derzeit nicht zu bekommen, weil die Gesch\u00e4fte weitgehend geschlossen haben. Mit dem vorhandenen Material und Werkzeug arbeite die verbliebene Crew am Schiff jedoch weiter, um den Umbau voranzubringen.<\/p>\n<p>Das ehemalige Forschungsschiff war am 20. Februar in Kiel getauft worden. Finanziert wurde es vom B\u00fcndnis &#8222;United4Rescue&#8220;, das ma\u00dfgeblich von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) initiiert wurde. F\u00fcr 1,5 Millionen Euro wurde das Schiff ersteigert. Etwa 500.000 Euro wurden f\u00fcr Umbau und Transport ins Mittelmeer veranschlagt. Mit der Taufe wurde das Schiff offiziell an die Hilfsorganisation Sea-Watch \u00fcbergeben, die derzeit keines ihrer Schiffe im Mittelmeer einsetzen kann.<\/p>\n<p>Zum Aktionsb\u00fcndnis United4Rescue<br \/>\nInternetseite Sea-Watch<br \/>\nThemenseite der EKD zu Flucht und Integration<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kiel\/Regensburg (epd). Trotz der Corona-Krise ist das deutsche Rettungsschiff &#8222;Alan Kurdi&#8220; wieder zu einem Einsatz im Mittelmeer aufgebrochen. 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