{"id":7531,"date":"2024-11-28T03:28:56","date_gmt":"2024-11-28T03:28:56","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/11\/28\/christliche-traditionen-im-irak-bewahren-ekd\/"},"modified":"2024-11-28T03:28:58","modified_gmt":"2024-11-28T03:28:58","slug":"christliche-traditionen-im-irak-bewahren-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/11\/28\/christliche-traditionen-im-irak-bewahren-ekd\/","title":{"rendered":"Christliche Traditionen im Irak bewahren \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Wie stellt sich die Situation von Minderheiten im Irak zehn Jahre nach dem Terrorregime des IS (Islamischer Staat) dar? Wie steht es um die Religionsfreiheit in dem Land? Wie geht es insbesondere den irakischen Christen und Jesiden? Und warum brauchen sie heute mehr denn je unsere Aufmerksamkeit?<br \/>Diese Fragen stellt die EKD ins Zentrum ihres Gedenkens und ihrer F\u00fcrbitte f\u00fcr bedr\u00e4ngte und verfolgte Christen zum Sonntag Reminiszere 2025. Dieser j\u00e4hrliche Gedenktag ist in besonderer Weise Christinnen und Christen gewidmet, die in vielen L\u00e4ndern der Welt in ihrer Glaubenspraxis und damit in ihrer Religionsfreiheit eingeschr\u00e4nkt sind.<\/p>\n<p>Zum Sonntag Reminiszere 2025, dem 16. M\u00e4rz, bittet die EKD deshalb um Unterst\u00fctzung in Gottesdienst und Gebet und durch praktische Hilfe insbesondere f\u00fcr die Kirchen und andere Minderheiten im Irak. Dazu ist jetzt eine Website mit aktuellen Informationen, Hintergrundmaterial und Ideen zur Gottesdienstgestaltung ver\u00f6ffentlicht worden, die unter dem Link www.ekd.de\/irak heruntergeladen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bis ins erste Jahrhundert lassen sich die Spuren christlicher Siedlungsgebiete im Irak zur\u00fcckverfolgen. Vor der islamischen Eroberung im 7. Jahrhundert stellten Christen die Mehrheitsbev\u00f6lkerung. Doch auch in den folgenden Jahrhunderten konnten sie eine wichtige Rolle einnehmen. Seit der US-Invasion vor gut 20 Jahren und insbesondere seit dem Eroberungsfeldzug der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nimmt ihre Anzahl in dramatischer Weise ab. Christliche Gemeinden in Mossul und in der Niniveh-Ebene mussten 2014 vor der brutalen Gewalt des IS fliehen und nur wenige sind bei heute zur\u00fcckgekehrt. Waren Anfang des 21. Jahrhunderts noch etwa 1,5 Millionen Einwohner Christen, so sind es heute nach Sch\u00e4tzungen h\u00f6chstens noch 150.000.<\/p>\n<p>Das irakische Christentum bildet dabei vielf\u00e4ltige Kulturen ab und ist z. B. gepr\u00e4gt durch armenische, assyrische und chald\u00e4ische Wurzeln und Einfl\u00fcsse; das Land insgesamt hat eine \u00fcberaus reiche religi\u00f6se und kulturelle Geschichte. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts geh\u00f6rte auch die j\u00fcdische Religion dazu, die eine religionsgeschichtlich \u00fcberaus bedeutsame Bev\u00f6lkerungsgruppe darstellte. Ebenso haben Minderheiten wie die Mand\u00e4er, Jesiden und Zorosatrier den weitgehend muslimischen Irak mitgepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>\u201eAber genau solche Vielfalt, solchen religi\u00f6sen und kulturellen Reichtum halten Terrorregime wie der IS mit ihrer Gewaltideologie nicht aus. Deshalb setzen sie auf vollst\u00e4ndige Zerst\u00f6rung. Und es ist best\u00fcrzend, ja unsagbar traurig, wie das gelebte Christentum und andere Minderheiten innerhalb kurzer Zeit vertrieben, gequ\u00e4lt, vernichtet und, bis auf wenige Verbliebene oder Zur\u00fcckgekehrte, massiv geschw\u00e4cht wurden\u201c, sagt die Auslandsbisch\u00f6fin der EKD, Petra Bosse-Huber.<\/p>\n<p>In besonderer Weise trafen die Terrorakte des IS die Gruppe der Jesiden, deren Verfolgung und Ermordung inzwischen von vielen Staaten als V\u00f6lkermord anerkannt wurde, auch von Deutschland, wo die gr\u00f6\u00dfte jesidische Exilgemeinde lebt. Auch \u00fcber ihren Leidensweg wie \u00fcber ihre Religion und ihren Alltag wird in verschiedenen Beitr\u00e4gen der Website berichtet.<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"\">\n    <!-- Test for teaser --><br \/>\n    <!--Val: 1 --><\/p>\n<p>                    \t    <!-- SRC:  --><\/p>\n<aside class=\"article--aside quintus teaser teaser__related rs_skip rs_preserve\">\n<div class=\"teaser--article teaser--content\">\n<figure class=\"teaser--image\">\n                                                    <picture><source media=\"(max-width:935px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/241026_Irak_al-Qosh_K_Eduard%20Proels_1875_rdax_625x352_60s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/241026_Irak_al-Qosh_K_Eduard%20Proels_1875_rdax_1250x704_60s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/241026_Irak_al-Qosh_K_Eduard%20Proels_1875_rdax_60s.jpg 3x\"><source media=\"(min-width:934px)\" srcset=\"https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/241026_Irak_al-Qosh_K_Eduard%20Proels_1875_rdax_360x203_70s.jpg 1x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/241026_Irak_al-Qosh_K_Eduard%20Proels_1875_rdax_720x406_70s.jpg 2x, https:\/\/www.ekd.de\/ekd_de\/ds_img\/assets_1875_x\/241026_Irak_al-Qosh_K_Eduard%20Proels_1875_rdax_1080x608_70s.jpg 3x\"><\/source><\/source><\/picture><figcaption\/>\n                                                <\/figure>\n<p class=\"quintus--text teaser--text\">Wie stellt sich die Situation von Minderheiten im Irak zehn Jahre nach dem Islamischen Staat dar? Wie steht es um die Religionsfreiheit in dem Land? Wie geht es insbesondere den irakischen Christen und Jesiden? Und warum brauchen sie heute mehr denn je unsere Aufmerksamkeit? Diese Fragen stellt die EKD ins Zentrum ihres Gedenkens und ihrer F\u00fcrbitte f\u00fcr bedr\u00e4ngte und verfolgte Christen zum Sonntag Reminiszere 2025.<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/aside>\n<div class=\"article--content\">\n<p>\u201eMit dem Sonntag Reminiszere bitten wir unsere Gemeinden, an die Geschwister im Irak zu denken, sie in ihre F\u00fcrbitte einzuschlie\u00dfen und sie auch ganz praktisch zu unterst\u00fctzen. Helfen wir mit, die besondere christliche Tradition im Irak zu bewahren und den Reichtum ihrer Geschichte zu sch\u00fctzen\u201c, so Bisch\u00f6fin Bosse-Huber.<\/p>\n<p>Hannover, 27. November 2024<\/p>\n<p>Pressestelle der EKD<\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie stellt sich die Situation von Minderheiten im Irak zehn Jahre nach dem Terrorregime des IS (Islamischer Staat) dar? 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