{"id":7572,"date":"2024-12-11T16:59:21","date_gmt":"2024-12-11T16:59:21","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/12\/11\/zu-weihnachten-raus-aus-der-einsamkeit-ekd\/"},"modified":"2024-12-11T16:59:22","modified_gmt":"2024-12-11T16:59:22","slug":"zu-weihnachten-raus-aus-der-einsamkeit-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2024\/12\/11\/zu-weihnachten-raus-aus-der-einsamkeit-ekd\/","title":{"rendered":"Zu Weihnachten raus aus der Einsamkeit \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>* NICHT VERDR\u00c4NGEN: \u201eWer sich selber eingesteht, dass er sich einsam f\u00fchlt, macht schon einen ersten wichtigen Schritt, der helfen kann, Kontakte anzubahnen\u201c, erkl\u00e4rt Lippke. Also: nicht verdr\u00e4ngen, sondern innehalten, aushalten. Das Gef\u00fchl der Einsamkeit, erl\u00e4utert die Wissenschaftlerin, sei ein Indikator: \u201eDas hat eine evolutionsbiologische Funktion und zeigt uns, dass etwas verbessert werden sollte.\u201c<\/p>\n<p>* FR\u00dcHZEITIG einen Plan machen: Ganz wichtig: Um zu Weihnachten mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, sollte man fr\u00fchzeitig einen Plan machen. \u201eDas sollte man nicht dem Zufall \u00fcberlassen\u201c, betont Psychologin Glockow: \u201eIch sollte mir \u00fcberlegen, was ich Sch\u00f6nes machen will.\u201c Dabei kommt es Lippke zufolge darauf an, selbst initiativ zu werden, Verabredungen zu treffen.<\/p>\n<p>* Den \u201eINNEREN SCHWEINEHUND\u201c \u00fcberwinden: Doch gerade Menschen, die sich oft einsam f\u00fchlen, laufen Gefahr, sich kaum mehr zu trauen, auf andere Menschen zuzugehen. Denn sie bef\u00fcrchten, zur\u00fcckgewiesen zu werden. \u201eDann ist es wichtig, den inneren Schweinehund zu \u00fcberwinden und beispielsweise selbst einen lieben Menschen anzurufen, von dem wir eigentlich denken, dass er sich mal wieder melden sollte\u201c, meint Lippke. Andere einsame Menschen freuen sich wom\u00f6glich sehr, wenn man selbst die Initiative ergreift und sie anspricht.<\/p>\n<p>Wem das schwerf\u00e4llt, dem empfehlen die Expertinnen eine \u201eStrategie der kleinen Schritte\u201c: Erstmal raus, zu einem Spaziergang in den Ort, in den Park, wo man auch Leuten begegnet. Und Menschen anl\u00e4cheln, zum Beispiel beim Einkaufen an der Kasse. \u201e90 Prozent der Menschen l\u00e4cheln freundlich zur\u00fcck\u201c, sagt Lippke. Das sei nicht gleichbedeutend mit dem Gewinn neuer Freunde. \u201eAber es schafft Resonanzen. So kann man sich langsam herantasten an Kontakte zu anderen Menschen.\u201c<\/p>\n<p>* UNTERNEHMUNGEN mit Spa\u00df: Mittlerweile gibt es fast \u00fcberall in der Adventszeit und an den Feiertagen eine Reihe von Veranstaltungen. \u201eEtwas unternehmen, was mich erf\u00fcllt, das ist wichtig\u201c, sagt Glockow. Und auch Lippke betont den Spa\u00dffaktor. Beispielsweise beim Weihnachtskonzert, bei einem Adventsmarktbesuch, einer Verabredung zum Spaziergang oder einem festlichen Gottesdienst, der m\u00f6glicherweise mit einem Kirchcaf\u00e9 endet, bei dem man ins Gespr\u00e4ch kommen kann. Viele Kirchengemeinden bieten zudem am 24. Dezember oder an den Weihnachtsfeiertagen einen Treffpunkt an. Und wer Weihnachtskarten schreibt, kann den Gru\u00df gleich mit ein paar pers\u00f6nlichen Worten und einer Einladung verbinden: Wollen wir uns zwischen den Jahren oder im neuen Jahr mal wieder sehen?<\/p>\n<p>Freude kann auch ein Engagement im EHRENAMT bereiten, das mit Kontakten verbunden ist: in einer Tafel, einer Suppenk\u00fcche, einer Kirchengemeinde. Man kann anderen einsamen Menschen Zeit schenken, etwa bei Besuchen im Altersheim oder im Krankenhaus. Aber auch in diesem Zusammenhang ist es wichtig, f\u00fcr Weihnachten rechtzeitig Verabredungen zu treffen und die Zeit zu planen.<\/p>\n<p>* Zum gemeinsamen Essen EINLADEN: Zusammen ist man weniger allein: Das gefl\u00fcgelte Wort gilt insbesondere dann, wenn miteinander gegessen, vielleicht sogar miteinander gekocht wird. \u201eIch kann selbst daf\u00fcr sorgen, dass es bei mir im Haus lebendig wird, indem ich zum Essen oder zum Spieleabend einlade\u201c, sagt Glockow.<\/p>\n<p>* Sich auch allein einen SCH\u00d6NEN WEIHNACHTSTAG machen: Nicht zuletzt gelte: \u201eAuch Zeit mit sich selbst verbringen kann sch\u00f6n sein\u201c, sagt Lippke. Weihnachtliche Dekoration mit Kerzen, Lichterketten und schon vor Weihnachten ein Adventskranz schaffen eine gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re. Auch Kekse backen, die passende Musik und ein leckeres Essen, das man sich bei rechtzeitiger Bestellung auch liefern lassen kann, tragen dazu bei.<\/p>\n<p>* K\u00f6nnen ANGEBOTE IM INTERNET helfen? \u201eDas kann eine Br\u00fccke schlagen\u201c, meint Lippke. Tipps und Informationen zum Thema Einsamkeit gibt es beispielsweise auf www.keinerbleibtallein.net oder unter www.wegeausdereinsamkeit.de. Auch Plattformen wie www.nebenan.de vernetzen Menschen aus der Nachbarschaft, eine kostenlose Anmeldung vorausgesetzt. Die Bundesregierung hat unter der Web-Adresse www.kompetenznetz-einsamkeit.de ein Portal mit vielen Informationen aufgebaut, das auch Angebote gegen Einsamkeit an den Feiertagen bietet. Besser als Kontakte \u00fcber Social Media sei das Miteinander in der \u201eanalogen\u201c Welt, gibt Lippke zu bedenken.<\/p>\n<p>* Und wenn das ALLES NICHT KLAPPT? \u201eEs ist keine Schande, wenn ich mir sage: Diese Ver\u00e4nderung, das schaffe ich gerade nicht allein\u201c, betont Ehe- und Lebensberaterin Glockow. Dann k\u00f6nne es helfen, nach einem Buch zum Thema oder einer Selbsthilfegruppe Ausschau zu halten. \u201eOder wenn es mir schlecht geht, zum H\u00f6rer zu greifen und die Telefonseelsorge anzurufen.\u201c Ein weiterer Schritt k\u00f6nne die Anfrage etwa bei einer Ehe- und Lebensberatung sein, mit dem Ziel, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<p>Von Dieter Sell (epd)<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>* NICHT VERDR\u00c4NGEN: \u201eWer sich selber eingesteht, dass er sich einsam f\u00fchlt, macht schon einen ersten wichtigen Schritt, der helfen<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7573,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7572"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7572"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7572\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7574,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7572\/revisions\/7574"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7573"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7572"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7572"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7572"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}