{"id":7659,"date":"2025-01-09T18:15:17","date_gmt":"2025-01-09T18:15:17","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/01\/09\/singen-fuer-gute-energie-ekd\/"},"modified":"2025-01-09T18:15:18","modified_gmt":"2025-01-09T18:15:18","slug":"singen-fuer-gute-energie-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/01\/09\/singen-fuer-gute-energie-ekd\/","title":{"rendered":"Singen f\u00fcr gute Energie \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div id=\"\">\n<p>Die Dresdner Operns\u00e4ngerin Christa Mayer war \u00fcberrascht und erfreut \u00fcber die Entscheidung: \u201eDie Stimme ist unser Instrument, auch wenn sie ein kleiner Muskel in der Kehle ist\u201c, sagt sie. \u201eKlar, Instrumentenbauer gibt es bei uns nicht. Man k\u00f6nnte fast sagen, der liebe Gott hat die Stimme gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Die Ernennung der Stimme zum Instrument des Jahres 2025 k\u00f6nne vielleicht auch helfen, Menschen zum Singen zu inspirieren, sagt Mayer, die Ensemblemitglied der Semperoper Dresden und \u201eS\u00e4chsische Kammers\u00e4ngerin\u201c ist. Gefeiert wird sie unter anderem f\u00fcr ihre Wagner-Interpretationen.<\/p>\n<p>Dem Leiter des Dresdner Kreuzchores, Martin Lehmann, ist das \u201eGesamtklangerlebnis\u201c wichtig. Daf\u00fcr brauche es neben der Kunstfertigkeit auch eine \u201eemotionale Tiefe des Einzelnen\u201c. Er versuche daher oft, \u201emit Bildern oder anderen emotionalen Weckrufen den pers\u00f6nlichen Ausdruck jedes S\u00e4ngers aus dem Innersten herauszulocken\u201c, sagt Lehmann. \u201eWir erleben bei allen Auff\u00fchrungen, egal ob im liturgischen oder konzertanten Rahmen, dass wir von den Menschen gesucht werden.\u201c Die unmittelbare N\u00e4he einer singenden Knabenstimme sei \u201eso authentisch, dass wir damit das Innerste der Menschen erreichen k\u00f6nnen\u201c, ist er \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Gebrauch der Stimme muss das Zusammenspiel aus Muskeln, Stimmlippen und Knorpel im Kehlkopf trainiert werden. Einer, der sich damit bestens auskennt, ist Dirk M\u00fcrbe. Der Medizinprofessor und Phoniater (Experte f\u00fcr Stimmheilkunde) an der Berliner Charit\u00e9 betont die vielf\u00e4ltigen Facetten des menschlichen Instruments: Die Stimme sei nicht allein zum Musizieren da, sondern auch das entscheidende Kommunikationsinstrument und eines der wichtigsten Merkmale einer Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p>Mit der nat\u00fcrlichen Funktionsweise stehe hinter jeder Stimme eine gewisse Logik, sagt M\u00fcrbe, der auch Gesang studiert hat. Bei Profis erfordere es aber vor allem auch ein Handwerk. Jeder K\u00fcnstler und jede K\u00fcnstlerin brauche \u201eeine enorme Strategie und Disziplin\u201c.<\/p>\n<p>Der Sinn der Stimmforschung sei, das menschliche Instrument stabiler zu machen und eine hohe Leistungskapazit\u00e4t sowie Methodik und Didaktik f\u00fcr die Lehre und Ausbildung zu entwickeln. \u201eStimmprofis k\u00f6nnen wir auch zum Thema Pr\u00e4vention fit machen\u201c, sagt M\u00fcrbe, \u201esie brauchen ein ganzheitliches Konzept\u201c.<\/p>\n<p>Als Experte f\u00fcr Stimm-, Sprach- und H\u00f6rst\u00f6rungen kennt M\u00fcrbe zudem die Verletzlichkeit der Stimme. Sie wird etwa von Atemwegserkrankungen beeinflusst, aber auch von \u00dcberlastungen. In vielen Berufen werden hohe Stimmleistungen gefordert. Nicht nur im Theater, auch in Schulen oder Kinderg\u00e4rten sind die existentiell, nicht zuletzt um dort einen gewissen L\u00e4rmpegel zu \u00fcberwinden. \u201eAuch eine Kinderg\u00e4rtnerin muss eine stimmliche Strategie haben\u201c, sagt M\u00fcrbe.<\/p>\n<p>Um die Stimme gesund halten zu k\u00f6nnen, ist Operns\u00e4ngerin Mayer zufolge \u201eFitness rundum gefragt\u201c. Sie findet es zudem wichtig, \u201ebei sich zu bleiben\u201c und \u201eim guten Sinn eine Demut gegen\u00fcber dem, was man tun darf, zu entwickeln\u201c.<\/p>\n<p>Die Berliner Jazzs\u00e4ngerin Jocelyn B. Smith will vor allem Frauen eine h\u00f6rbare Stimme geben. Deren Sicht auf die Gesellschaft sei wichtig. \u201eWir brauchen ihre Talente\u201c, sagt Smith, die Berliner Schirmherrin des Jahres der Stimme ist und sich als S\u00e4ngerin zwischen Jazz und Soul einordnet.<\/p>\n<p>F\u00fcr ihr Genre brauche es eine gro\u00dfe Bruststimme, Ehrlichkeit, die Kraft der Natur. \u201eWir singen mit unserem K\u00f6rper\u201c, betont Smith. Es brauche Atemtechnik, jeder S\u00e4nger und jede S\u00e4ngerin m\u00fcsse aber auch die eigene Balance finden. Erst dann k\u00f6nne er \u00fcberzeugen. Die Stimme und der Hals, durch den sie gehe, sei wie ein Messger\u00e4t.<\/p>\n<p>Singen baue auch das Selbstbewusstsein auf. Wer meint, nicht singen zu k\u00f6nnen, dem r\u00e4t Smith: \u201eSuch dir einen Chor und erlebe dort Freude.\u201c Auch Mayer betont: \u201eJeder kann singen.\u201c Sie begr\u00fc\u00dfe Mitmachaktionen im \u00f6ffentlichen Raum. Singen sei ein k\u00f6rperliches Ereignis &#8211; und es sorge in der Regel f\u00fcr gute Energie.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Dresdner Operns\u00e4ngerin Christa Mayer war \u00fcberrascht und erfreut \u00fcber die Entscheidung: \u201eDie Stimme ist unser Instrument, auch wenn sie<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":7660,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[20],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7659"}],"collection":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7659"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7659\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7661,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7659\/revisions\/7661"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/7660"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}