{"id":7937,"date":"2025-03-21T13:11:20","date_gmt":"2025-03-21T13:11:20","guid":{"rendered":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/03\/21\/gemeinsam-fuer-inklusion-welt-down-syndrom-tag-2025-ekd\/"},"modified":"2025-03-21T13:11:21","modified_gmt":"2025-03-21T13:11:21","slug":"gemeinsam-fuer-inklusion-welt-down-syndrom-tag-2025-ekd","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/krankenhauspfarramt.de\/index.php\/2025\/03\/21\/gemeinsam-fuer-inklusion-welt-down-syndrom-tag-2025-ekd\/","title":{"rendered":"Gemeinsam f\u00fcr Inklusion: Welt-Down-Syndrom-Tag 2025 \u2013 EKD"},"content":{"rendered":"<p> <br \/>\n<\/p>\n<div>\n<p>Zweimal im Monat organisiert Melanie Hoffmann das Treffen \u201eKinder mit Extras\u201c in der Familienbildungsst\u00e4tte in Leck (Kreis Nordfriesland). Ihr dreij\u00e4hriger Sohn Max kann hier mit anderen Kindern spielen und Spa\u00df haben. Max hat Trisomie 21. \u201eKinder mit Extras\u201c habe sie als Treffpunkt f\u00fcr betroffene Familien ins Leben gerufen. \u201eDas Sch\u00f6ne ist, dass Max Kontakt hat zu anderen Kindern und ich als Mutter mich austauschen kann, \u00fcber die Probleme, die wir im Alltag haben\u201c, erkl\u00e4rt sie.\u00a0<\/p>\n<p>Nachdem Max 2021 mit Trisomie zur Welt gekommen ist, f\u00fchlte sich Melanie Hoffmann allein und uninformiert: \u201eWir hier auf dem Land m\u00fcssen uns unsere Informationen selbst aneignen. Vieles geht leider unter.\u201c Gro\u00dfes Thema bei Familie Hoffmann zurzeit ist die Krankenzusatzversicherung. Die k\u00f6nne bis zum sechsten Lebensmonat abgeschlossen werden, ohne Gesundheitsfragen &#8211; etwa nach der Trisomie &#8211; beantworten zu m\u00fcssen. Das habe die 41-J\u00e4hrige allerdings nicht gewusst. \u201eJetzt ist er drei und ich h\u00e4tte sie gerne. Aber jetzt muss ich die Fragen beantworten und die Versicherungen nehmen ihn nicht mehr an.\u201c Au\u00dferdem sp\u00fcre sie auch die zeitlichen Belastungen zwecks mangelnder Angebote auf dem Land. Die Wartelisten f\u00fcr Logop\u00e4die und Physiotherapie im Umkreis seien lang. In gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten w\u00fcrde sie wahrscheinlich schneller einen Platz f\u00fcr Max bekommen, m\u00fcsse dann aber eine lange Anfahrt in Kauf nehmen. Auch deshalb w\u00fcnscht sie sich mehr Angebote auf dem Land.<\/p>\n<p>In Fl\u00e4chenl\u00e4ndern wie Schleswig-Holstein gebe es h\u00e4ufig geografisch bedingte regionale Unterschiede. \u201eDie Angebote f\u00fcr Menschen mit Behinderung bestehen vorrangig in den Oberzentren und St\u00e4dten. F\u00fcr viele Menschen, die in l\u00e4ndlichen Regionen leben und einen Unterst\u00fctzungsbedarf haben, ist das problematisch\u201c, erkl\u00e4rt Michaela Pries, Landesbeauftragte f\u00fcr Menschen mit Behinderung in Schleswig-Holstein.<br \/>Auch deshalb m\u00fcsse Inklusion immer mehr als Querschnittsaufgabe verstanden werden, sagt Pries. \u201eInklusion beginnt in den K\u00f6pfen, es geht also um &#8218;Haltung&#8216;. Dazu m\u00fcssen Begegnungen und damit einhergehend der Abbau von Ber\u00fchrungs\u00e4ngsten und Vorbehalten m\u00f6glich sein\u201c, sagt die Landesbeauftragte. Dazu m\u00fcsse die \u00d6ffnung der Regelsysteme, wie Kita, Schule, Beruf und Freizeitangebote, weiter verbessert werden. Damit einher gehe auch eine umf\u00e4nglichere Barrierefreiheit unter anderem im \u00f6ffentlichen Raum: \u201eTeilhabe kann eben nur gelingen, wenn alle Menschen gleicherma\u00dfen Zugang haben.\u201c Deshalb fordert sie den Abbau von \u201eSonderwelten\u201c, in denen Menschen mit Behinderung separiert leben, lernen, arbeiten und wohnen.<br \/>Der Welt-Down-Syndrom-Tag wird jedes Jahr am 21. M\u00e4rz begangen, weil bei den Betroffenen das Chromosom 21 dreifach vorhanden ist.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zweimal im Monat organisiert Melanie Hoffmann das Treffen \u201eKinder mit Extras\u201c in der Familienbildungsst\u00e4tte in Leck (Kreis Nordfriesland). 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